Kategoriearchiv: Feuilleton

Musik für Massen

Tenöre waren vor den Kickern im Stadion Natürlich kann man in einem Stadion auch Fußball spielen. Gesungen hat man dort allerdings schon viel früher. Die Grenzen zwischen Musik und Sport waren für die Erbauer der ersten Stadien fließend. Fußball, das ist die Sache mit den Opernsängern. Jedenfalls ist Belcanto mit der von den Massen adorierten Sport...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Der Psychologe Mozart

Mozart, der Erfinder der Psychologie Mit den drei Opern, zu denen da Ponte die Libretti gedichtet hat, beginnt nicht nur das Zeitalter des Opernrepertoires, sondern auch die musikalische Seelenkunde. Es sind ein paar Drei- bzw. Viergespanne, die besondere Schnitt- und Wendepunkte in der Musiktheatergeschichte markieren. Die drei großen erhaltenen O...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Salzburger Premieren

Dramatische Umwegrentabilität Erinnerungen an Salzburger Generalprobensensationen: 2016 gibt man Richard Strauss’ „Die Liebe der Danae“ und Thomas Bernhards „Der Ignorant und der Wahnsinnige“. Zwei Stücke, die scheinbar gar nichts, unterschwellig aber sehr viel miteinander zu tun haben. Jedenfalls haben sie beide Salzburger Festspielgeschichte gesc...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Harriet Krijgh

CD aus dem Jahr 2024

Selten hat ein Nachwuchsstar den im Musikverein wörtlich zu verstehenden Aufstieg so rasch bewältigt wie Harriet Krijgh: Vom Gläsernen Saal ging es in den Brahmssaal, im Jahr darauf schon zu einem Orchesterkonzert in den Großen Saal.

Harriet & Friends heißt das Musikfestival, das Anno 2016 vom 28. Juni bis 2. Juli auf der niederösterreichischen Burg Feistritz stattfindet. „Zum fünften Mal“, erzählte Festspielgründerin Harriet Krijgh im Gesprächund ergänzte gleich: „Ich weiß, es gibt so viele Festivals, aber dieses ist etwas ganz Besonderes.“ Ganz besonders war es schon im ersten Jahr, denn da war die Künstlerin und Initiatorin gerade einmal 19 Jahre jung. Doch galt sie unter Wiener Musikfreunden bereits als Geheimtipp: So subtil und anrührend bringt nicht bald ein Cellist sein Instrument zum Klingen, hieß es – und wer die ersten Auftritte Harriet Krijghs in den „neuen Sälen“ des Wiener Musikvereins besuchte, fand die Vorauspropaganda bestätigt.

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Alfred Šramek

Nachruf -- 25. Juni 2016 Das treue Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper absolvierte seit seinem Debüt (1975) mehr als 2500 Abende im Haus am Ring. Schon von schwerer Krankheit gezeichnet, trat Šramek im April noch als Mesner in Tosca auf. Er starb am a, 24. Juni 2016, 66-jährig. Prägnante Musiktheater-Figurenen miniature und en gros Mehr als 40 Jahre lang war er immer da, ob italienisches Fach oder deutsches, französisches oder russisches, ob in einer Kleinstrolle wie als Zweiter Gefangener im Fidelio oder als Titelheld in Mozarts Figaro. Wie kaum ein anderer Sänger hat Alfred Šramek das Ensembletheater alten Stils repräsentiert, das ...

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

Anna Netrebko

Aus der Musik geboren Anna Netrebko absolvierte auch ihr zwölftes Rollendebüt im Haus triumphal. Angesichts völlig untauglicher Regie-Vorgaben inszeniert sie aus dem Geist der Musik Die Manon war einst eine der Glanzpartien der Anna Netrebko. Die Premiere der Massenet-Oper an der Seite von Roberto Alagna ist unvergessen, die Verführungsszene in St....

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Jonas Kaufmann

Ein Tenor im Alleingang Daß sich ein Sänger allein an die Soli seines „Liedes von der Erde“ wagt, hätte sich Mahler nie träumen lassen. Zur Genealogie einer ungewöhnlichen Symphonie. Seine Verehrer werden vor jedem Auftritt nervös. Diesmal aber steigt das Erwartungsbarometer auf ein selbst bei diesem Tenor ungewohntes Niveau: Jonas Kaufmann singt i...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Kavakos

Die pure Romantik und ihr meilenweiter Abstand zum Kitsch Musikverein: Leonidas Kavakos adelt das Violinkonzert von Korngold. Das Programm wäre im Musikvereinszkylus „Die große Symphonie“ früher undenkbar gewesen. Heute gibt es schon nach Rachmaninows „Toteninsel“ (nach Böcklin) lauten Applaus: Pure Romantik, gewiss, doch stammt das Werk, wie Alexa...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Glucks Alceste

Herkulische Taten in kindischem Regiegewand Glucks „Alceste“ wieder in Christof Loys Kindergartenregie, aber musikalisch grandios unter Christophe Rousset mit Véronique Gens. Die Lösung der Frage, wie man die einst richtungsweisenden, doch später als rettungslos verstaubt geltenden Opern eines Christoph Willibald Gluck zeitgemäß wiederbeleben könnt...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Sven-Eric Bechtolf

Kunst darf alles; vor allem, weil sie künstlich ist Sven-Eric Bechtolf, künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele, will im Festspielsommer 2016 träumerisch die Wirklichkeit entlarven. Ein paar Worte über die Grundzüge der Salzburger Festspiele 2016. Wie zieht man als „Festspielmacher“ einen roten Faden durch ein dermaßen reichhaltiges Programm? Braucht es überhaupt übergreifende „Konzepte“ von Jahr zu Jahr? Es fängt meist mit einem Titel an. Das war in unserem Fall „The Exterminating Angel“. Das Libretto dieses Auftragswerks an Thomas Adès, noch von Alexander Pereira erteilt, hat bekanntlich den Film des surrealistischen Regisseurs Luis Buñuel als Vorlage. Von da gingen unsere Gedanken hin zu den Träumen. Dem Traum als Metapher für die Irrealität unserer Existenz und dem Traum, den ...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN