Archiv der Kategorie: Glossen
Das soll der Wiener Opernball gewesen sein?
»Ähnlich wie der Feuerwehrball in Mürzsteg«, meinte der Herr Bundespräsident sinngemäß.
Eröffnungszeremonie – zu etwas anderen Klängen als gewohnt…
Da werden viele ihren Ohren nicht getraut haben. Der Kommentar von Bundespräsident Van der Bellen zum diesjährigen Opernball lautete – wenige Minuten vor der Eröffnung: »Aber ich erinnere mich auch, w...
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Das macht das Theater um Markus Hinterhäuser zur Drama
Was ein Intendant darf und kann – und die Frage, ob sich Salzburgs Politiker prinzipiell lächerlich machen möchten, sobald es um Kultur geht.

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Pannen in der Oper – und wie man sie behebt
APERÇU
Mit dem Taxi eingesprungen: So kam Figaro in der Staatsoper zu zwei Gräfinnen Bei „Figaros Hochzeit“ an der Staatsoper drohte Adriana González am Mittwochabend die Stimme zu versagen. Die herbeigeeilte Hanna-Elisabeth Müller sang als „Double“ im Orchestergraben. In höchster Not holen Opernhäuser ihre Einspringer sogar vom Würstelstand.
In...
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So schlittert Wiens Opernleben in die volle Krise
APERÇU
Wenn es so weitergeht, verlieren wir nicht nur die Kammeroper Eine Petition kämpft um den Erhalt von Wiens kleinstem Opernhaus. Auch die größeren kommen bald in Bedrängnis. Nicht nur wegen des Geldes. Eine Online-Petition kämpft dagegen an, aber es dürfte beschlossen sein: Die Kammeroper schließt in der Saison 2026/27. Daß sie je wieder auf...
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Zur Hochkultur in Salzburg paßt keine Unkultur im Umgang

Die Festspiele waren immer auch Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen. Aber anders, als es die Ex-Schauspielchefin nun vormacht.
4. November 2025
Kultur, das meint zweierlei. Da ist einmal alles, was mit Literatur, Musik, Malerei, Theater und ähnlichen wunderbaren Hervorbringungen der Menschen zu tun hat. Und andererseits wären da noch Dinge wie der kultivierte Umgang miteinander im täglichen Leben oder die schon vorsorglich so genannte Diskussionskultur.Das nimmt irgendwie ab, hat man das Gefühl. Dass es auch im Umfeld der erstgenannten Kulturerscheinungen so ist, stimmt traurig. Nehmen wir die jüngsten Äußerungen der wegen einer unerlaubten Nebenbeschäftigung gekündigten ehemaligen Schauspielchefin der Salzburger Festspiele als Beispiel. Sie freut sich nicht über ihre Entfernung aus den künstlerischen Entscheidungsgremien im Festspielbezirk, das glaubt man ihr gern. Sie führt allerhand Argumente ins Treffen, die für die Rechtsabteilung vielleicht von Belang sein könnten. Sie beruft sich im übrigen auf die Kultur in Sachen Umgangsformen.
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New York: Kritiker per Annonce gesucht
Die New York Times sucht fürs Getriebe ihres Newsrooms per Inserat einen vielseitigen, pointiert schreibenden Klassik-Rezensenten.

Weit haben wir's gebracht: Die New York Times sucht einen Musikkritiker - per Annonce.
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Schafft die Salzburger Festspiel-Eröffnung ab!

Bei der festlichen Eröffnung der Salzburger Festspiele gab es diesmal eine peinliche Panne. Offenbar geführt von Insidern, gelangten einige Personen, die gegen das Vorgehen der israelischen Regierung im Gaza-Streifen protestieren wollten, auf die Bühne und in die Arkaden der Felsenreitschule und störten dort die Rede des Vizekanzlers, Andreas Babler. Die Aufregung war nachher größer als während des Vorfalls: Wie konnte das passieren? Warum hat das Sicherheitssystem versagt?

Die Lehre daraus: Man kontrolliert nun die Eintrittskarten, die seit der Corona-Pandemie ohnehin personalisiert sind – was übrigens einen empfindlichen Eingriff in die Rechte der Kartenkäufer darstellt – noch rigoroser als zuvor. Als ob die prächtig geschmückten Festspieladabeis und die nach wie vor oft gut gekleideten Musikfreunde eine Gefährdung darstellen würden. Das ist so absurd, wie das jährliche Theater um die Festspieleröffnung. Diese stellt nämlich für noch halbwegs bei Sinnen befindliche Kultur-Konsumenten seit langem nur noch ein Ärgernis dar. Nicht wenn, wie diesmal, Protestaktionen gestartet werden, sondern wegen der unerträglichen hohlen Phrasen, die bei dieser Gelegenheit von den Politikern, aber meist auch von den Festrednern gedroschen werden.
Was die bis zum Überdruß wiedergekäuten Moralisierungen von allen Seiten mit der europäischen Kunst und ihrem Beitrag zu unserm Leben zu tun haben sollen, müssen sich die Berichterstatter jedesmal verkrampft aus den Fingern saugen und in weitere belanglose Worthülsen verpacken.
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Gergiev darf nicht in Italien dirigieren
… und was man dazu noch sagen könnte

Nach längerem Hin und Her ist das für 27. Juli im Schloss der süditalienischen Stadt Caserta geplante Konzert des russischen Dirigenten Valery Gergiev nun abgesagt worden. Nach der Ankündigung des Konzerts gingen die Wogen hoch, denn das wäre der erste Auftritt des Künstlers im Westen nach seiner eindeutigen Positionierung als Befürworter der aktuellen russischen Politik gewesen. Seit Beginn des Ukraine-Konflikts gilt Gergiev bei den Unterstützern der Ukraine als Persona non grata.
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Wie ich begriff, was das Wort „underdressed“ bedeutet.

Es war in den Siebzigerjahren, daß ich mich als Teenager im Festspielhaus geschämt habe.
Kleiderordnung? Ich erinnere mich noch gut, wie ich – ausstaffiert mit meinem dunklen Anzug – Mitte der Siebzigerjahre stolzgeschwellter Brust nach Salzburg fahren durfte, um abends Verdis „Don Carlos“ unter Karajan im Großen Festspielhaus zu erleben. Die Vorstellung war großartig. Der Programmzettel nannte die Namen von Superstars nicht nur für die Hauptrollen, sondern auch für den Pagen Tebaldo und die „Stimme vom Himmel“. Ganz zu schweigen von den Juwelen, die Mirella Freni als Elisabeth von Valois trug -- beinah wie die Dame in der Reihe vor mir neben jener Säule, die mir die Sicht auf die Szenerie ein wenig behinderte.
Heute trägt der spanische König einen schwarzen Anzug, wie ich ihn damals anhatte...
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