Archiv der Kategorie: SinkoCHARTS

Bizet am Klavier – eine neue CD lüftet ein Geheimnis

Georges BizetDie Klavierwerke

Roberto Prosseda

hyperion (2026)

Er war einer der vielseitigsten Komponisten der französischen Romantik, hätte als brillanter Pianist durch die Welt touren können, wäre er nicht des vielen Übens überdrüssig geworden und überdies viel zu jung gestorben - er durfte ja nicht einmal den Welterfolg seiner "Carmen" miterleben.

Eine Neuerscheinung bringt uns die Klaviermusik von Georges Bizet näher, einen vergessenen Schatz, von dem wir zumindest hätten ahnen können, was er alles in sich birgt, war doch niemand Geringerer als der strenge Glenn Gould Bizets Zeuge...

 

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Puccinis »Turandot«, wieder einmal »vollendet«.

Christopher Tin, aus Hongkong stammender, amerikanischer Komponist, hat ein neues Finale für Giacomo Puccinis unvollendete Oper »Turandot« komponiert. Die Uraufführung in Washington, 2024, wurde viel beachtet und großteils positiv kommentiert. Nun liegt Tins Arbeit auf CD vor und ist auf verschiedenen Streaming-Diensten abrufbar.

 

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Mahler im Originalklang – ein »Lied von der Erde«, das aufhorchen läßt.

François-Xavier Roth und sein Ensemble Les Siècles haben haben die Grenzen, die der sogenannten Originalklang-Bewegung gesetzt zu sein scheinen, besonders nachhaltig gesprengt. Bis zu Igor Strawinsky sind sie bereits vorgedrungen und haben sich auch schon ins Allerheiligste der Wiener Fin-de-siècle-Region vorgewagt: Aufnahmen der Ersten und Vierten Symphonie von Gustav Mahler folgte nun »Das Lied von der Erde« – und das sollte gehört haben, auch wer sich von den klassischen Einspielungen unter Bruno Walter oder Otto Klemperer nicht trennen mag. Das wird er auch künftig nicht tun müssen – die beiden Vertrauten des Komponisten waren – neben Willem Mengelberg – immer seine wichtigsten Anwälte; und werden es bleiben.

Und doch...

 

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Ernnerungen an Franz Bartolomey

Eine neue CD und die Präsentation im ORF-Sendesaal

Supreme classics 2025

Matthias Bartolomey hat nach einem Vierteljahrhundert ein CD-Programm seines Vaters, des legendären Solocellisten der Wiener Philharmoniker, noch einmal aufgenommen. Im Verein mit seiner Klavierpartnerin Ariane Haering präsentierte er das Programm mit Werken von Brahms und Richard Strauss, ergänzt um ein Schubert-Arrangement, im Wiener Sendesaal und tauschte in der Pause mit dem Sinkothekar Erinnerungen aus.

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Die Eroica – Ein Hörabenteuer

sinkocharts. DIE AUFREGENDSTEN AUFNAHMEN VON BEETHOVENS »NAPOLEON«-SYMPHONIE. GLEICH HÖREN…

Beethovens Eroica darf man mit einigem Recht als die erste wirklich große Symphonie der Musikgeschichte nennen - ab diesem Moment, so hat es der Wiener Kulturphilosoph Hans Weigel einmal formuliert, durfte kein Komponist mehr eine Symphonie Nummer soundsoviel schreiben, sondern es mußte jede Symphonie eine ganz bestimmte Symphonie sein.

Die Widmung an Napoleon hat Beethoven anläßlich der Kaiserkrönung ausgekratzt.

In der Sinkothek finden sich zwei herausragende Aufnahmen dieses Werks, die aus unterschiedlichen, ja einander entgegengesetzten Position die formalen und inhaltlichen Dimensionen des Werks ausloten: Aus der "Romantischen Perspektive" Wilhelm Furtwängler, dessen Interpretation von bewegendem Zuschnitt ist, aus der "modernen" Hermann Scherchen, der ein neues Zeitalter einläutete: Brisanter hat dieses ja durch und durch politische Musik wahrscheinlich nie geklungen. Die beiden Versionen setzen Wegmarken - wer sie gehört hat, wird, dessen Ansprüche an Dirigenten bleiben künftig hoch...

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Das war und bleibt das beste »Neujahrskonzert«

Clemens Krauss (1893-1954)

Clemens Krauss dirigiert die Wiener Philharmoniker – Livemitschnitt vom 1. Jänner 1954

Von den legendären Auftritten des Neujahrskonzert-Gründers, Clemens Krauss zum wienerischen Jahresbeginn, ist leider nur ein einziger Livemitschnitt erhalten. Der hat es aber in sich. Es handelt sich um das letzte der von Krauss dirigierten Walzerkonzerte. Der schlechten Tonqualität des alten Rundfunkbandes zum Trotz: Man sollte das gehört haben, bevor man bei der Frage mitredet, wer am 1. Jänner in Wien Walzer dirigieren darf, wer nicht – und was es mit der Wiener Spieltradition auf sich hat…

 

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Carl Loewes »Palestrina« erstmals aufgenommen

Man lernt nie aus! Giovanni Pierluigi da Palestrina war der führende Komponist der Renaissance, das hat man früher in der Schule erfahren und die jüngere Generation kennt den Namen, weil auch die Musik dieses Meisters dank der Originalklang-Spurensuche wieder öfter erklingt. Für unsereins war »Palestrina« eine Oper, oder besser: eine »Musikalische Legende« aus der Feder von Hans Pfitzner, Musiktheater für Kenner – zuletzt dank Christian Thielemann wieder im Fokus.

Aber jetzt erschien im CD-Handel und bei Streaming-Diensten eine weitere künstlerische Auseinandersetzung mit dem bedeutenden Komponisten: Carl Loewe, Freunden des Liedgesangs vielleicht wegen seiner Balladen noch namentlich bekannt, hat ein Oratorium über Palestrina geschrieben.

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Humperdincks »Mirakel« als CD-Premiere

Die Schauspielmusik zu Max Reinhardts Riesenspektakel von 1911 – erstmals auf CD. Aufarbeitung eines bemerkenswerten Moments der deutschen Theatergeschichte.

Im Zuge einer Berliner Rundfunk-Serie von Aufnahmen von Werken des »Hänsel und Gretel«-Komponisten Engelbert Humperdinck auf dem Label Capriccio erschien als Ersteinspielung die komplette Bühnenmusik zu Max Reinhardts legendärem, für eine Zirkusarena geschaffenem Spektakel »Das Mirakel«. Die Produktion kam 1911 in Berlin heraus und ging dann auf Tournee. Reinhardt bewegte Massen auf der Szene, Karl Vollmöllers Szenarium kam ohne Text aus – die Klänge zu der gigantomanischen Pantomime schuf Engelbert Humperdinck, der seinen an der nachwagnerisch-romantischen Märchenoper geschulten Stil unter Einbindung von religiösen Gesängen und Kinderliedern der bunten Theaterästhetik Reinhardts kongenial anpaßte. Die Zeitgenossen waren fasziniert, die Rezensenten amüsiert. Es fehlte nicht an zynischen Kommentaren. Die Wiener »Bombe« ätzte nach der Erstaufführung in der Rotunde auf dem Gelände des Wiener Praters:

 

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