Klassik. Der aufstrebende Dirigent Christoph Koncz ist der designierte Chef des Linzer Brucknerorchesters. Im Gespräch erzählt der einstige Vorgeiger über seinen Weg ans Pult.
Der Mutterschutz zwang Joana Mallwitz die letzten beiden Aufführungen von Mozarts „Così fan tutte“ bei den diesjährigen Salzburger Festspielen abzusagen. Christoph Koncz spra...
Bekäme jemand nur den Schluß zu sehen (und zu hören), er könnte glauben, da habe sich eine musiktheatralische Sternstunde im Großen Festspielhaus ereignet: Asmik Grigorian - trotz Todesahnung kalt bis ins Herz - und Jonathan Tetelman- am Rande des Irrsinns - geben Carmen und Don José wie exzellente Filmschauspieler, die auch noch hoch expressiv singen können. Nur: Wer das erleben wollte, mußte mehr als drei Stunden lang durch ein jämmerliches szenisches Spektakel, in dem eine Ballett-Compagnie noch in den intimsten Szenen fortwährend um die Sänger herumhüpfte, während sich Dirigent Teodor Currentzis am Pult seines Utopia-Orchesters um alle Details von Georges Bizets kümmerte, worüber er das große Ganze vollständig aus den Augen verlor.
Am Schluß liegt sein Leichnam, ein Häuflein Elend, nackt an der Steinmauer. Die Schafe – im Text zuvor immer wieder genannt – weiden auf der Bühne. Durchs geöffnete Dach der Felsenreitschule strahlt »Bruder Sonne«, der Abglanz eines Bühnenscheinwerfers, es ist kurz nach elf Uhr nachts. Auch das Salzburger Glockengeläute ist nicht echt, es muß natürlich zugespielt werden, pünktlich zum Finale des Saint François d'Assise. Mit dieser Oper krönte Olivier Messiaen 1983 sein Lebenswerk, das auf zwei Säulen ruhte: der lebenslangen Beschäftigung des Musikers mit dem rätselhaft vielgestaltigen Gesang der Vögel und einem unerschütterlichen Katholizismus.
In der Raumstation des „reichsten Mannes der Welt“ spielt die neue Richard-Strauss-Produktion der Festspiele – und implodiert, bevor sie vorgeblich explodiert.
Einmal darf sich Johannes Silberschneider als souveräner Haushofmeister versprechen, um beinah ein Geheimnis zu verraten. Nach dem Fest im Theater seines gnädigen Herrn soll eine „Eplos…“ – doch schon korrigiert sich der strenge Mann: „ein Feuerwerk“, findet er zu Hugo von Hofmannsthals originalem (und im kleinen Festspielhaus diesmal wider Erwarten nur marginal verändertem) Text zurück. Aber eine kleine Andeutung, wie diese Salzburger „Ariadne auf Naxos“ enden könnte, hat er damit gemacht. Das wäre ja auch verwunderlich gewesen, wenn es bei Regisseur Ersan Mondtag plötzlich opernführermäßig korrekt zugegangen wäre.
Klassik für Taktlose.
Katrin Nussmayr und analysieren Wagners Fantasy-Saga in Opernform. Teil 5 von 5 unserer Reihe zu 150 Jahren „Ring“. Auf allen Streaming-Plattformen und auf diepresse.com/podcast....
Nachruf. Die ehemalige Kultur-Chefin der „Presse“ und unverwechselbare Theaterkritikerin kämpfte für Thomas Bernhard und Claus Peymann, engagierte sich auch für den Nachwuchs. Fairness war die Richtschnur ihrer profunden Texte. Sie starb nun 88-jährig in Wien.
Ihr Einsatz für Thomas Bernhard, aber auch ihr Engagement für eine Erneuerung des Burgthe...
präsentiert den ganzen „Ring“ in 160 Minuten – und Katrin Nussmayr stellt (am kommenden Samstag) taktlose Fragen dazu. „Klassik für Taktlose“ gibt‘s auf allen Podcast-Plattformen und auf
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Heinz Zednik, der Loge und Mime der Bayreuther Festspiele 1976, erinnert sich an Regisseur Patrice Chéreau, Dirigent Pierre Boulez und daran, wie sich der anfängliche Skandal in den »Jahrhundert-Ring« verwandelte, dessen Videoaufzeichnung zur Opernfilmlegende wurde und bis heute weltweit abrufbar ist.
Der sogenannte „Jahrhundertring“ bei den Bayreu...
Seit der Uraufführung vor 150 Jahren raunt man sich Geschichten vom treudeutschem Heldenkult der Tetralogie zu. Obwohl bei Richard Wagner davon keine Rede ist. Ganz im Gegenteil.
Wagner und seine Bayreuther Festspiele, eröffnet 1876 mit der ersten Gesamtaufführung des auf vier Abende verteilten „Rings des Nibelungen“ – ein Hort des Konservativismus...
„Hans W. Henze: ,Wie spät ist es denn überhaupt?‘“, v. W. Sinkovicz, 1.7.
Eine unüberschaubare Menge von Literatur überschwemmt uns gerade anlässlich des 100. Geburtstages von Ingeborg Bachmann. In diesem Zusammenhang fand ich einen sehr interessanten Artikel :die Beschreibung des gemeinsamen Lebensabschnittes des Komponisten Hans Werner Henze und ...