Archiv der Kategorie: Rezensionen

Petrenko und die Berliner in Wien

Auf Karajans Spuren

Zum Musikvereinsgastspiel der Berliner Philharmoniker im Februar 2024

Petrenko und die Berliner im Wiener Musikverein (Foto: MV/Lena Laine)

Wenn die Berliner Philharmoniker unter ihrem Chef gastieren, werden Erinnerungen wach. Mit ganz anderem Repertoire knüpft man an eine große Ära an.

Die »Tragische Ouvertüre« von ...

 

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Franz Schmidts »Buch« zum 150er

„Das Buch mit sieben Siegeln“, was sonst? Der gelernte Wiener Konzertbesucher konnte voraussagen, mit welchem Werk in dieser Stadt der 150. Geburtstag Franz Schmidts zelebriert werden würde.

Der Festtag ist erst im Dezember, unsere Veranstalter haben also noch kommende Saison Gelegenheit, etwas vom Symphoniker oder Kammermusiker Schmidt zu pro...

 

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Alban Berg Unbekannte Fotos

Ein neuer Bildband über den Meister der Wiener Moderne

Daniel EnderAlban Berg im Bild

280 Seiten. Böhlau-Verlag

€ 45,-

Vier Jahrzehnte hat Helene Berg ihren Mann Alban, den Komponisten des »Wozzeck« und der »Lulu« überlebt. Nach ihrem Tod, 1976, sind etliche Publikationen erschienen, die zuvor unbekannte, oft pikante Details a...

 

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Neujahrskonzert 2024

Zum zweiten Mal stand mit Christian Thielemann der Lieblingsdirigent der Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert am Pult. Dieser Mann ist nicht nur bei Richard Wagner und Anton Bruckner zu Hause – er führt als aufmerksamer Zuhörer auch das Wiener Orchester an seine Klang-Wurzeln.

Klang, Klang und wieder Klang!

Das Neujahrskonzert 2024 war...

 

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Die neue »Turandot«

Wiener Staatsoper: Premiere am 7. Dezember 2023Claus Guth – Marco Armiliato; Asmik Grigorian, Jonas Kaufmann

Asmik Grigorian könnte die Turandot unserer Tage sein. An der Seite des recht blässlichen Jonas Kaufmann durfte sie freilich nur in einem Zweipersonenstück zu Puccinis Musik agieren. Die Oper bleibt unsichtbar.

Die Dokument...

 

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Thielemann schreibt Interpretations-Geschichte

»DIE FRAU OHNE SCHATTEN«, OKTOBER 2023

Elsa van den Heever und Tanja A. Baumgartner in der ersten Szene (Pöhn)

Der Dirigent kehrte anläßlich der Wiederaufnahme von Strauss’ „Frau ohne Schatten“ umjubelt in die Staatsoper zurück – und wurde im Beisein dreier Direktoren Ehrenmitglied des Hauses.

Das kommt nicht alle Tage vor: der Staatsopern...

 

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»Daphne« wiederaufgenommen

Hanna -Elisabeth Müller als Daphne (© Wiener Staatsoper / Michael Pöhn)

Die Wiener Staatsoper bietet heuer einen Richard-Strauss-Zyklus – und hat ihn mit einer der heikelsten Herausforderungen gestartet: »Daphne«.

Auch wenn das Werk einige der schönsten Passagen aus dem Spätwerk dieses Komponisten enthält, gehört es nicht zu seinen viel gesp...

 

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Wiener Saisonstart

Das sogenannte neue Wiener Mozartensemble der Staatsoper scheitert kläglich an »Titus«.

Einen spannenden Opernmoment gab es. Beinahe. Die Konfrontation zwischen dem guten Kaiser Titus und seinem Freund, der aus Liebe zum Verräter geworden war. Der Kaiser will den abgefallenen Sextus verstehen, die beiden ringen verzweifelt nach Worten. Allein, ...

 

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Levit und Hrusa in Salzburg

Jakub Hrůša - (c) Deutsche Grammophon/Dvořákova

Die Philharmoniker auf musikalischem Sprachkurs im Festspielhaus - mit Brahms' B-Dur-Konzert und Dvořáks Achter Symphonie.

„Ein zweites soll schon anders lauten“, meinte Brahms nach der Premiere seines d-Moll-Konzerts, das die Zeitgenossen dank seines stürmischen Gehabes irritiert hatte. Tatsäch...

 

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Igor Levit in Salzburg, 2023

Klavierabend mit Musik von Beethoven, Brahms, Schubert und Liszt am 31. Juli 2023 im Großen Festspielhaus

Die große Sonate gleich zu Beginn. Was heißt Sonate? So möchte man fragen, angesichts des Tempos, das Igor Levit im ersten Satz der sogenannten „Waldsteinsonate“ anschlägt. Wie ein Hochgeschwindigkeitszug prescht er durch das Allegro con brio, als wär es ein Prestissimo. Nur vor ein paar Ampeln muss die Fahrt jäh abbremsen. Aber die einzelnen Abschnitte der Komposition zischen am Fenster vorbei - und nur, wer die Landschaft genau kennt, weiß, wo Beethoven hier nach E-Dur moduliert. Er ahnt auch, mit welch unglaublicher Virtuosität der Pianist die Details artikuliert. Wirklich auszunehmen sind sie im einzelnen nicht.

KEINE "LIEDER OHNE WORTE"

Im großen Ganzen findet die Musik ihren Gegenpol erst im Adagio molto, das laut Formplan die „Introduktion“ zum Finale ist - und hier stockt man das erste Mal, quasi gleichzeitig mit den Klängen. An dieser Stelle stand ein wohl geformtes, hübsches Andante, das Beethoven aus dem Werk herauslöste und gesondert publizierte. Kein wohlproportioniertes „Lied ohne Worte“ also. Die Musik tastet, erwägt, probiert, beschwört vorsichtig ahnungsvoll das Folgende herauf. Was heißt Sonate?

 

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