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Tetelmans Faust-Debüt

Tetelman und Kulchinska – Faust und Gretchen (Bayr. Staatsoper/G. Schied)
ZUM STREAM

Ö1 sendet den Mitschnitt der Premiere von Gounods „Faust“ im Münchner Nationaltheater, in der Jonathan Tetelman, einer der meistgesuchten Tenöre der jungen Generation, sein Debüt in der Titelrolle feierte.
Der Mann mit dem schon legendär sicheren hohen C punktete auch diesmal wieder mit Bombenhöhen, aber auch mit weit gespannten, elegant phrasierten Vokalbögen und – glaubt man den Rezensenten – mit umwerfend charmanter Bühnenpräsenz. Gerade recht, um das ebenso umjubelte Gretchen von Olga Kulchynska zu bezirzen.

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Christie dirigiert Haydn

Die Harmoniemesse und die Kleine Orgelsolomesse als faszinierendes Gespann auf einer neuen CD: William Christie und seine Arts florissents konfrontieren zwei herrliche Vertonungen des Ordinariums miteinander, die äußerlich nicht unterschiedlicher sein könnten: Die für Miniaturbesetzung gesetzte „Kleine Orgelsolomesse“ und die „Harmoniemesse“, in der der Meister 1802 sein letztes Wort in diesem Genre spricht: mit großer Orchester- und Chorbesetzung und als weltweit anerkannter Meister der Symphonie, die in jener Zeit bereits Haydns Schüler Beethoven zu neuen Dimensionen führt – und zwar, wie man gerade an der Harmoniemesse hören kann – genau in Haydns Sinn.

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Viotti im Philharmonischen: Drei »Novitäten«.

Philharmonische Raritäten präsentierte der 36-jährige Dirigent in seinem jüngsten Abonnementkonzert. Drei Erstaufführungen von Werken, die allesamt allerdings schon über 100 Jahre alt sind…

Auf dem Programm: Poulencs »Animaux modèles«, Debusss »Printemps« und Alexander von Zemlinskys »Seejungfrau«.

Der ORF hat den Livemitschnitt auf seiner Ö1-Plattform online gestellt. Dort ist er ein Monat lang abrufbar.

ZUM »MITLESEN«

Die verwirrende Geschichte um ein musikalisches Meisterwerk und die Märchenerzählung, die ihm als programmatische Grundlage diente – im Wortlaut von H. C. Andersen.

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Zum Tod des Komponisten und Stiftspropsts Ulrich Küchl

Der einstige Propst von Stift Eisgarn war auch ein bemerkenswerter Komponist. Er starb 83-jährig einen Unfalltod in Böhmen – auf der Fahrt in seine Heimat. Seine Gemeinde hat ihn geliebt und verabschiedete ihn mit Herzblut.

Die Pfarrkirche im Waldviertler Ort Eisgarn war gesteckt voll, zehn Geistliche zelebrierten die Totenmesse und das Waidhofener Kammerorchester musizierte mit einem eigens geformten Projektchor unter der Leitung des mittlerweile vor allem als Dirigent aktiven Wolfgang Sobotka – alles war außergewöhnlich an diesem Nachmittag, kündete von einer tiefen Zuneigung, die alle Beteiligten zu Ulrich Küchl empfanden, der viele Ja...

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»Onegin« mit der Grigorian in Wien

Kann eine Vorstellung mit Asmik Grigorian schiefgehen? Nein. Aber sie kann viele Fragen bezüglich des Zustands der Wiener Staatsoper aufwerfen...

Pikhasovich/Griogrian (Foto: Pöhn)

Was soll schiefgehen, fragt man sich, wenn man den Besetzungszettel studiert: Die Staatsoper präsentiert Tschaikowskys „Eugen Onegin“ mit Boris Pinkhasovich in der Titelpartie, Asmik Grigorian als Tatjana und Bogdan Volkov als Lenski. Alle drei bieten die guten, teils sogar außergewöhnlichen Leistungen, die man von ihnen erwartet. Doch wirklich künstlerisch entfalten können sie ihre Talente nicht, weil man ihnen weder szenisch noch musikalisch den nötigen Halt gibt. Man leidet an diesem Abend kaum mit Puschkins Unglücksfiguren, eher hadert man mit dem Schicksal, das dem Repertoirebetrieb im Haus am Ring offenbar beschieden ist.

 

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