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Thielemann, Kleiter und Krimmel – eine Sternstunde nachhören

RADIO-TIPP
Das Konzert der Berliner Staatskapelle unter Christian Thielemann, jüngst im Wiener Musikverein aufgezeichnet, war eine Sternstunde, nicht nur wegen der zeitlos schönen Beethoven-Interpretationen des Dirigenten, sondern auch wegen der Solisten Julia Kleiter und Konstantik Krimmel, die bei Richard-Strauss-Orchesterliedern einen kleinen Kosmos menschlicher Leidenschaften hörbar werden ließen.
Thielemann, Kleiter und Krimmel – eine Sternstunde nachhören weiterlesenDie Berliner in Eisenstadt
Was bleibt von Oleg Maisenberg
Zum Gedenken an den bedeutenden Musiker: Ein Podcast mit raren Aufnahmen – unter anderem auch Ausschnitte aus einem Interview aus dem Jahr 1999.
Von dem großen Pianisten verabschiedeten sich am 29. April 2026 in der Feuerhalle Wien Simmering Mitglieder der Familie, Wegbegleiter, Studenten. Rudolf Bretschneider erinnerte an den Menschen und Freund Maisenberg, Gidon Kremer sandte aus Japan eine berührende Grußbotschaft mit einem Violinsolo. Eine Aufnahme des langsamen Satzes aus Schuberts B-Dur-Sonate aus einem Konzert Maisenbergs erinnerte an seine unvergleichliche pianistische Kunst.
Was bleibt von Oleg Maisenberg weiterlesenGünter Pichler ist tot
Thielemann in Wien: »Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten«
Oleg Maisenberg: Der Meister des seelenvollen Klavierklangs
Heinrich Wiesmüller – Er war Salzburgs Fels in der Brandung

Nachruf. Der langjährige Salzburger Festspielpräsident und -kurator starb am 15. April 2026 im Alter von 89 Jahren.
Heinrich Wiesmüller – Er war Salzburgs Fels in der Brandung weiterlesenWas Karajan wirklich konnte!
NEUE CD
Vielfach hat man kritisiert, Herbert von Karajan hätte bei seinen Schallplattenaufnahmen allzusehr auf geglättete Oberfläche und klangliche Bügelfalte gesetzt. Man warf ihm Perfektionismus und Technokratentum vor. Vielleicht rücken Livemitschnitte diese Ansicht zurecht: Soeben hat das Label Pristine eine Aufnahme aus London veröffentlicht: Bruckners Siebente Symphonie, gespielt von den Wiener Philharmonikern anläßlich ihrer großen Tournee mit dem damaligen Direktor der Wiener Staatsoper – also damit ihrem de facto »Chefdirigenten« – im Jahr 1962. Und da kann man dank der fabelhaften akustischen Restaurationsarbeit von Andrew Rose hören, was das Faszinosum Karajan wirklich ausgemacht hat: Perfektionismus, schön und gut, natürlich wird hier auf allerhöchstem technischen Niveau Musik gemacht; aber was an formaler Beherrschung bei gleichzeitiger unausgesetzter Hochspannung und dramatischer Stringenz erreicht wird, erklärt, warum das Publikum gebannt lauschte und dann in Ovationen ausbrach.
Denen möchte man sich heute noch anschließen…
Mozarts »Kleine Nachtmusik«
Der jüngste Podcast
Die von Mozart selbst so genannte »Kleine Nachtmusik« ist nicht »klein«, sondern ein bedeutendes Werk aus Mozarts Reifeperiode, parallel zum »Don Giovanni« entstanden und eine der populärsten »Nummern« in den Klassik-Bestenlisten. Jeder kann die Eingangsmelodie nachsingen – aber hat jemand je genau zugehört, wie es weitergeht? Der Komponist bietet ein komplexes, intellektuell vergnügliches Hörerlebnis, gaukelt uns gleichzeitig aber so etwas wie musikalische Volkstümlichkeit vor: Das wunderbare Gemisch aus Einfachheit und Raffinement, das die »Zauberflöte« vier Jahre später zum singulären Opernerfolg gemacht hat, feiert hier bereits fröhliche Urständ‘.
Zum Jubiläum unserer »Presse«-Podcastreihe »Klassik für Taktlose« haben Katrin Nussmayr und der Sinkothekar die vielschichtigkeit dieser »großen« Serenade unter die Lupe genommen.
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