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William Steinberg Edition

William Steinbergs Pittsburgher Aufnahmen

Geboren in Berlin, 1936 emigriert, wurde Wilhelm Steinberg im amerikanischen Exil zu einem der wichtigsten Garanten für den Aufstieg der US-Orchester zur Weltspitze. Für Toscanini hat er das legendäre NBC-Orchester vorbereitet, mit Bronislaw Huberman Israel Philharmonic begründet.

In seinen amerikanischen Jahren hat Steinberg einige viel gerühmte Aufnahmen mit dem Piettsburgh Orchestra gemacht, die von der Deutschen Grammophon nun in exzellenten Digitalisierungen gesammelt herausgebracht wurden. Erinnerungen an einen deutschen Kapellmeister, der die Tugenden seines Handwerks zum Ruhm der amerikanischen Orchestergeschichte einzusetzen wußte.

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Schon vor einigen Wochen kamen einige der einstigen Aufnahmen, die Steinberg in Boston für die Deutsche Grammophon gemacht hat, als liebevoll edierte LP-Versionen auf (rein analog produzierten) 180-Gramm-Vinyl-Pressungen heraus – für Audiophile eine Trouvaille, die dank der exquisiten Aufnahmetechnik jener Ära das Orchester in allen Farben und in ungeheurer dynamischer Bandbreite hören läßt – ein idealer Testballon für Hi-Fi-Anlagen. Der Klang ist bei effektvollen Stücken wie Hindemiths »Konzertmusik für Streicher und Blechbläser« oder Holsts »Planten« überwältigend!

Erich J. Wolff

Und noch ein »Jahresregent«

Einen großen Liedkomponisten namens Wolf können alle Musikfreunde identifizieren. Allerdings gab es – 14 Jahre jünger als Hugo Wolf – noch einen Erich J. Wolff, ein Jahrgangskollege Arnold Schönbergs. Sein Andenken wird mit einer Lied-Edition gewürdigt.

In seiner Ära war der Wiener Erich J. Wolff (1874-1913...

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Die bittere Komödie

Richard Strauss‘ »Schweigsame Frau«, eine neue CD in Luxusbesetzung und ein Wermutstropfen.

Der Bayerische Rundfunk zelebriert seinen 75. Geburtstag und öffnet die Archive: Zum Vorschein kommen dabei auch musikalische Kostbarkeiten, zum Beispiel die Studioproduktion von Ausschnitten aus Richard Strauss‘ Komödie »Die schweigsame Frau« in Luxusbesetzung aus dem Jahr 1960.

Die Besetzung liest sich wie das Who is Who der damaligen deutschsprachigen Opernszene, Hans Hotter ist der Sir Morosus, Fritz Wunderlich sein Neffe, Hermann Prey der schlaue Barbier und Ingeborg Hallstein die kleine Timidia, die sich in einen fürchterlichen Drachen verwandelt, sobald der alte Sir sie geehelicht hat – bekannt aus Donizettis »Don Pasquale« – und wer nun sagt, das sei ihm bekannt, denn in ähnlicher Besetzung seit die Oper ja ein Jahr zuvor bei den Salzburger Festspielen mitgeschnitten worden, der sollte dennoch die CD-Neuerscheinung nicht verachten: Der Rundfunkmitschnitt aus dem Salzburger Festspielhaus ist durch Bühnengeräusche ebenso beeinträchtigt wie durch die alte Aufnahmetechnik und den Zustand der Bandkopie, von der die Deutsche Grammophon den CD-Umschnitt herstellen mußte.

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Tschaikowsky Korngold Kammermusik

The Nash Ensemble

Rauh, wild, dramatisch, aufwühlend: Die Streichsextette von Tschaikowsky und Korngold einmal nicht auf romantisch weichgespült, sondern auf ihre »moderne« Qualität hin abgefragt: Ein Hörerlebnis für alle, die da meinen, die beiden Komponisten als Filmmusik-Lieferanten abtun zu dürfen!

Tschaikowsky »Souvenir de Florence«
Korngold Streichsextett op. 10

Hyperion, 2024

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Mariss Jansons‘ Vater

Aufnahmen von Arvid Jansons verraten, daß der populäre Chefdirigent von Oslo, Amsterdam und München, Mariss Jansons, wie der legendäre Carlos Kleiber einen prägenden Dirigenten-Vater hatte!

Jüngst kam eine CD des britischen Labels ica in den Handel, die aufhorchen läßt: Am Pult der Leningrader Philharmoniker in Livemitschnitten von Tscha...

 

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Maurizio Pollini zum Gedenken

Das Publikum hat den Mailänder Pianisten geliebt, auch wenn er es mit seiner Programmwahl oft vor den Kopf gestoßen hat. Am Ende blieb immer die Verehrung für einen klugen, kühl-analytischen Gestalter, der auch bei Romantik jeglichen Gefühlsüberschwang vermied.

Kurz nachdem er 18-jährig den Chopin-Wettbewerb gewonnen hatte, bat die EMI Pollini ...

 

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Prokofieff-Nachlese

Das abgelaufene Jahr war auch dem Gedenken an Sergej Prokofieffs 70. Todestag gewidmet – der Komponist starb am selben Tag wie Josef Stalin; so hat ihm nicht einmal seine Heimat würdig die letzte Ehre erwiesen, denn alles drehte sich um den toten Diktator. Für die Nachwelt ist Prokofieff freilich einer der Sympathieträger der musikalischen Modern...

 

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Frühe Prokofieff-Interpreationen

NACHLESE ZUM PROKOFIEFF-JAHR

Leopold Stokowski dirigiert Prokofieff

Der exzentrische Dirigent Leopold Stokowski hat sich zeitlebens für die jeweils neue Musik interessiert, wenn sie von bedeutenden Komponisten stammte. Er hat sie dann mit derselben Leidenschaft für den Konzertsaal klanglich "inszeniert", wie er das mit Musik von Bach bis Tsc...

 

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