Kategoriearchiv: Feuilleton
Liebe der Danae
Und dann und wann ein weißer Elefant... Die "Liebe der Danae" bei den Salzburger Festspielen oder: Wie man ein unspielbares Stück spielt. Richard Strauss' vorletzte Oper, "Die Liebe der Danae" spielt in der Salzburger Festspielgeschichte eine besondere Rolle. Die "öffentliche Generalprobe", die 1944 dem "totalen Krieg" zum Trotz stattfinden durfte,...
Bechtolfs Mozart
Ist Salzburgs Mozartstil neu zu definieren? Sven-Eric Bechtolf brachte Così fan tutte in der Felsenreitschule heraus. Ottavio Dantone dirigierte. Kaum ein Werk ist mit der Salzburger Festspielgeschichte inniger verbunden als die dritte von Mozarts Da-Ponte-Opern. Sie galt lang als Stiefkind neben „Figaro“ und „Don Giovanni“; und es war Festspielgrü...
Rose von Stambul
Ohrwürmer und sinniger Unfug
Leo Falls Operette „Die Rose von Stambul“ wird in Bad Ischl wunderbar wiederbelebt. Auch „Die Fledermaus“ bietet Schwung und sichere Pointen. Michael Lakner, Intendant des Lehár-Festivals, übersiedelt im kommenden Jahr nach Baden – und wenn es ihm gelingt, etwas von dem frischen Wind, den er in Ischl wehen ließ, Richtu...
The Exterminating Angel
Thomas Adès Uraufführung in Salzburg, 23. Juli 2016 Oper als Spiegel unserer Angstgesellschaft Der erfolgreiche Musiktheaterkomponist Thomas Adès hat aus einem Film Luis Bunuels ein fesselndes szenisches Vexierspiel gemacht: Angenehme Musik umfließt ein böses Spiel vom Zerfall der Zivilisation. Luis Bunuels "Würgeengel", ein surrealistischer Film,...
Über die Danae
Luxus – oder große Liebe Krassimira Stoyanova im Gespräch über Richard Strauss’ „Die Liebe der Danae“: Die Umstände der Uraufführung waren dramatisch. Unter den Opernpremieren der diesjährigen Salzburger Festspiele nimmt die Neuinszenierung von Richard Strauss’ „Die Liebe der Danae“ eine herausragende Stellung ein: Das Werk ist innig mit der Geschichte der Festspiele verknüpft. Richard Strauss kommt als Mitbegründer des Festivals ja seit jeher – neben Mozart, dessen Da-Ponte-Zyklus heuer geschlossen zu erleben sein wird – die Position des Genius Loci zu. Und die „Danae“ war als vorletzte vollendete Oper des Meisters für eine Uraufführung im Rahmen der Festspiele ausersehen. Allerdings konnten die Vorbereitungen dazu in den Wirren des Zweiten Weltkriegs nur langsam Formen annehmen; „Capricc...
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Haydns Bild
Das wahre Antlitz des Klassik-„Papas“ Ein bisher unbekanntes Porträt Joseph Haydns ist ab sofort im Haydn- Haus Eisenstadt zu sehen.
Dieses Bild hat zwei Reisen über den Atlantik überstanden:Das lang verschollene Haydn-Porträt von Christian Ludwig Seehas.
Papa Haydn“ nannte man ihn liebevoll schon in seinen späten Tagen als hoch geehrtes lebendes...
El Juez
Politdrama zu plätschernder Kaufhausmusik Wien feiert das Comeback von José Carreras: Angelika Messner und Christian Kolonovits haben ihm "El Juez" auf den Leib geschneidert, eine Oper über die Kindesentführungen zur Zeit der spanischen Franco- Diktatur . Das könnte sogar ein packender Theaterabend sein. Die Umerziehung von Sprösslingen politisch m...
Dreimäderlhaus
Schubert wirbt wieder um drei junge Damen „Das Dreimäderlhaus“ wurde vor 100 Jahren uraufgeführt und avancierte zur meistgespielten Operette nach der „Fledermaus“. Dieses Stück hat das Schubert-Bild nachhaltig geprägt. In Baden wagt man sich zum Jubiläum daran. Dieses Stück aufs Programm zu setzen, erfordert heute Mut. Unsere Zeit gibt sich ja unna...
Angelika Messner
Dichten für José Carreras Zur Premiere von „El Juez“ im Theater an der Wien: Librettistin Angelika Messner über das Wort-Ton-Verhältnis sowie die Frage, wie Opernaufträge für berühmte Tenöre und Kinder am effektivsten erledigt werden können. „El Juez“ heißt die Oper, mit der am Samstag im Theater an der Wien José Carreras sein Wien-Comeback feiert. Das Stück ist dem Publikumsliebling auf den Leib geschneidert worden; und zwar von Christian Kolonovits, der die Stimme des Sängers genau kennt. Dergleichen erinnert an die Vorgangsweise in Hochzeiten des Belcanto, als Komponisten Novitäten genau den stimmlichen Möglichkeiten von Primadonnen und Tenören anzupassen wussten.
Im Fall des „Juez“ ist auch der Text für José Carreras maßgeschneidert und – wie die Musik – ein österreichisches Produkt. ...
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