Kann eine Vorstellung mit Asmik Grigorian schiefgehen? Nein. Aber sie kann viele Fragen bezüglich des Zustands der Wiener Staatsoper aufwerfen...
Pikhasovich/Griogrian (Foto: Pöhn)
Was soll schiefgehen, fragt man sich, wenn man den Besetzungszettel studiert: Die Staatsoper präsentiert Tschaikowskys „Eugen Onegin“ mit Boris Pinkhasovich in der Titelpartie, Asmik Grigorian als Tatjana und Bogdan Volkov als Lenski. Alle drei bieten die guten, teils sogar außergewöhnlichen Leistungen, die man von ihnen erwartet. Doch wirklich künstlerisch entfalten können sie ihre Talente nicht, weil man ihnen weder szenisch noch musikalisch den nötigen Halt gibt. Man leidet an diesem Abend kaum mit Puschkins Unglücksfiguren, eher hadert man mit dem Schicksal, das dem Repertoirebetrieb im Haus am Ring offenbar beschieden ist.
Die Philharmoniker und die drei letzten Londoner Symphonien im Musikverein: eine Abenteuerreise.
Ein reines Haydn-Programm? Im Philharmonischen? Man erinnert sich: Zum Jubiläum 1983 fand sich keiner der ständigen philharmonischen Dirigenten dazu bereit.
Kirill Petrenko und Gautier Capuçon mit den Berliner Philharmonikern erstmals im Haydn-Saal von Schloss Esterházy.
Einen Tag vor ihrem Gastspiel im Wiener Musikverein konzertierten die Berliner Philharmoniker unter der Leitung ihres Chefdirigenten erstmals im Haydn-Saal von Schloß Esterházy. Mit von der Partie war Cellist Gautier Capuçon.. Wer aber angenommen hätte, angesichts einer Verbeugung vor dem Genius loci hätte man eines seiner Cellokonzerte einstudiert, der irrte. Man gab Tschaikowskys Rokokovariationen und setzte vor das für die Tournee längst geplante Programm lediglich eine kurze Haydn-Ouvertüre (Hob. 1a/7).
Der legendäre Primarius des Alban Berg Quartetts und bedeutende Lehrer starb im 86. Lebensjahr bei einem Autounfall. Seit 1970 hat er mit drei Professorenkollegen Interpretationsgeschichte geschrieben.
Die Staatskapelle Berlin gastierte mit Beethovens »Pastorale« und Richard-Strauss-Liedern, vollendet gesungen von Julia Kleiter und Konstantin Krimmel.
Der Jurist, Musikwissenschaftler und langjährige Präsident der „Opernfreunde“ starb 84-jährig nach langer Krankheit.
Zuallererst war Heinz Irrgeher einer der gesuchten Gesprächspartner für den Pausentratsch in den Foyers der Wiener Staatsoper. Man kannte ihn. Er war als Präsident des Vereins der Freunde der Wiener Staatsoper (1981-1994) einer der umtriebigsten Musikkenner der Stadt.
Und einer, der dank seiner Kontakte nicht nur über Spitzen- und Misstöne auf der Bühne, sondern auch über die hinter der Szene bestens informiert war. Seine Interviews mit Sängerstars von Birgit Nilsson oder Renata Tebaldi bis Franco Co...
INTERVIEWDer Wiener Pianist feiert nicht nur seinen Geburtstag sondern auch den 70. Jahrestag seines Debüts im Konzerthaus – und spielt in aller Welt.
Jede Sonate ist ein eigenes Monstrum!
Im Dezember feiern Sie Ihren Achtziger. Im Wiener Konzerthaus schenken Sie sich selbst und Ihrem Publikum den Zyklus der 32 Beethoven-Sonaten an sieben Abenden.Es ist mein 62. Beethoven-Zyklus!
Das dürfte ein Rekord sein. Nicht Ihr einziger, im übrigen. In welchem Zeitraum ist Ihnen das gelungen?
Persönliche Chronik. Ein halbes Salzburger Jahrhundert an Höhenflügen und kulturpolitischen Katastrophen. Mangelndes „Wohlverhalten“ wurde aber bisher keinem Intendanten zum Verhängnis.
Es ist ja nicht so, dass man über die Salzburger Kulturpolitik das erste Mal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen muss. Aber die aktuellen Vorgänge übertreffen vieles, was man bisher erlebt hat.
Emily d'Angelo als Sextus (Foto: Staatsioer/Marcella Ruiz-Cruz)
NACHHÖREN IN Ö1
Mittlerweile lautet das Motto bei Premieren der Wiener Staatsoper nur noch: Wird es nur etwas schlimmer als bei der alten Produktion oder wird auch dieses Werk für die kommende Generation vollständig ruiniert. Im Fall von Mozarts Clemenza di Tito darf man Entwarnung ...