Archiv der Kategorie: Feuilleton

Zum Tod des Komponisten und Stiftspropsts Ulrich Küchl

Der einstige Propst von Stift Eisgarn war auch ein bemerkenswerter Komponist. Er starb 83-jährig einen Unfalltod in Böhmen – auf der Fahrt in seine Heimat. Seine Gemeinde hat ihn geliebt und verabschiedete ihn mit Herzblut.

Die Pfarrkirche im Waldviertler Ort Eisgarn war gesteckt voll, zehn Geistliche zelebrierten die Totenmesse und das Waidhofener Kammerorchester musizierte mit einem eigens geformten Projektchor unter der Leitung des mittlerweile vor allem als Dirigent aktiven Wolfgang Sobotka – alles war außergewöhnlich an diesem Nachmittag, kündete von einer tiefen Zuneigung, die alle Beteiligten zu Ulrich Küchl empfanden, der viele Ja...

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»Onegin« mit der Grigorian in Wien

Kann eine Vorstellung mit Asmik Grigorian schiefgehen? Nein. Aber sie kann viele Fragen bezüglich des Zustands der Wiener Staatsoper aufwerfen...

Pikhasovich/Griogrian (Foto: Pöhn)

Was soll schiefgehen, fragt man sich, wenn man den Besetzungszettel studiert: Die Staatsoper präsentiert Tschaikowskys „Eugen Onegin“ mit Boris Pinkhasovich in der Titelpartie, Asmik Grigorian als Tatjana und Bogdan Volkov als Lenski. Alle drei bieten die guten, teils sogar außergewöhnlichen Leistungen, die man von ihnen erwartet. Doch wirklich künstlerisch entfalten können sie ihre Talente nicht, weil man ihnen weder szenisch noch musikalisch den nötigen Halt gibt. Man leidet an diesem Abend kaum mit Puschkins Unglücksfiguren, eher hadert man mit dem Schicksal, das dem Repertoirebetrieb im Haus am Ring offenbar beschieden ist.

 

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Die Berliner in Eisenstadt

Kirill Petrenko und Gautier Capuçon mit den Berliner Philharmonikern erstmals im Haydn-Saal von Schloss Esterházy.

Einen Tag vor ihrem Gastspiel im Wiener Musikverein konzertierten die Berliner Philharmoniker unter der Leitung ihres Chefdirigenten erstmals im Haydn-Saal von Schloß Esterházy. Mit von der Partie war Cellist Gautier Capuçon.. Wer aber angenommen hätte, angesichts einer Verbeugung vor dem Genius loci hätte man eines seiner Cellokonzerte einstudiert, der irrte. Man gab Tschaikowskys Rokokovariationen und setzte vor das für die Tournee längst geplante Programm lediglich eine kurze Haydn-Ouvertüre (Hob. 1a/7).

 

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