Archiv der Kategorie: Rezensionen

Mussorgsky im Repertoire

Sorgloser Umgang mit den Russen "Boris Godunow" mit Ferruccio Furlanetto im Wiener Repertoire.

Und das in Zeiten allseits geübter "Originaltreue"! Schon zur Premiere der harmlos-faden Yannis-Kokkos-Inszenierung des "Boris Godunow" hatte man in den verschiedenen Versionen brutal herumgefuhrwerkt. Seither wird von Aufführungsserie zu Aufführungsseri...

 

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Neujahr 2009

Überrumpelung durch die Subtilität Neujahrskonzert. Daniel Barenboim als Walzer-Debütant führte die Philharmoniker auf klingenden Spuren zurück in die wienerische Musizier-Tradition, die mit Schlamperei gar nichts zu tun hat.

Wie war das noch mit den Wiener Musikern, der Tradition und der Schlamperei? Gustav Mahler hat sich dazu einmal unmissverst...

 

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„Intermezzo“

Aber die Musik!

Theater an der Wien. Neuversuch mit Richard Strauss' gern vernachlässigtem "Intermezzo".

Pauline Strauss war eine der prägnantesten Künstlerehefrauen der Geschichte. Schon Hofmannsthal kam auf den Gedanken, sie für eine Bühnenfigur Modell stehen zu lassen: "Eine bizarre Frau mit einer sehr guten Seele im Grund, unbegreiflich, launisch, herrisch und dabei doch sympathisch", so formulierte es der Dichter. Richard Strauss ließ der Gedanke nicht mehr los. Nur notdürftig getarnt, wurde ein Ehekrach im Hause Strauss zum Opernsujet. Aus Richard wurde der Kapellmeister Robert Storch, aus Pauline dessen Frau Christine - und diese wiederum zu einer der umfangreichsten Sopranrollen der Operngeschichte. Hofmannsthal und Hermann Bahr winkten ab: Dieses Sujet, dessen Intrige auf einer allzu harmlosen Verwechslung basiert, schien den Poeten zu hausbacken. Strauss dichtete selbst.