Kategoriearchiv: Rezensionen
Prêtre auf Reisen
Georges Prêtres Überraschungen Der Doyen führt die Philharmoniker auf Reisen – und demonstriert heute im Musikverein, wie scheinbar Altvertrautes enthusiasmieren kann. Jugendlicher Elan ist keine Eigenschaft, die sich nach dem Kalender orientiert. Kein anderer Dirigent unserer Zeit ist imstande, den Adrenalinspiegel unserer Philharmoniker auf eine ...
„Manon“ als Ballett
Wird Wien jetzt zur Ballett-Stadt? „Manon", vertanzt: Märchenhaft schön und mitreißend Staatsballett. Wiens Tanz-Compagnie im Aufwind: Kenneth MacMillans grandiose Massenet-Choreographie wurde neu einstudiert und fesselt im ausverkauften Haus am Ring dank exzellenter Solistenleistungen nicht nur eingefleischte Ballettomanen. Die Tanzkunst hat beim ...
Neujahrskonzert
Die heikelsten musikalischen Balanceübungen „Prosit 2013" wünschten die Philharmoniker erstmals auch mit Klängen von Wagner und Verdi. Mit Franz Welser-Möst scheint das Orchester in allen musikalischen Lebenslagen harmonisiert. Das war gewiss eines der abwechslungsreichsten Neujahrskonzerte in der mittlerweile 73-jährigen Geschichte dieser Wiener p...
Menahem Pressler
Schubert, ganz echt Menahem Pressler solo im Konzerthaus: Ein weltberühmter Kammermusiker, 1939 aus seiner Heimat vertrieben, bringt uns die deutsche Klaviertradition zurück. Es war mehr als die Ehrung eines großen alten Mannes, daß sich das Wiener Publikum im großen Konzerthaussaal nach Menahem Presslers Solo-Recital erhob. Wir haben das Comeback ...
Glucks »Telemaco«
Als Ritter Gluck nicht fertig wurde
Theater an der Wien. "Telemaco", drei Jahre nach dem "Orfeo" für Wien komponiert und nicht ganz fertiggestellt, entpuppt sich als Rückfall in veraltete Barock-Formen.
Rezension der Premiere vom Februar 2012
Natürlich, Christoph Willibald Gluck war ein wichtiger Mann. Was er mit seinem "Orpheus" angebahnt hat, das war nichts weniger als die gründliche Erneuerung der Gattung Oper. "Orpheus" gehört in Wahrheit seit seiner Uraufführung 1762 zu jenen Stücken im musealen Opernbestand, die immer wieder zu Sonderausstellungen aus den Archiven geholt werden. Noch ein paar Werke aus dem überreichen Katalog des Vielschreibers Gluck wären zu nennen, die jederzeit Gegenstand neuerlicher, eingehender Beschäftigung werden sollen, die beiden »Iphigenien« zum Beispiel, die »Alceste« oder auch »Armida«.
»Telemaco« gehört definitiv nicht dazu.
Die erste »Ariadne«
Salzburger Festspiele 2012
Emily Magee und Jonas Kaufmann
2012 erfüllt sich Hofmannsthals Theatertraum Als »kleines Öperchen« nach einer Bearbeitung von Molieres »Bürger als Edelmann« sollte »Ariadne auf Naxos« um die Welt gehen. Es mißlang. Doch den Festspielen gelang die Ehrenrettung.
Hundert Jahre nach der Uraufführung versuchen sich die Salz...
Harnoncourts »Zauberflöte«
Salzburger Festspiele 2012
Bernard Richter und Julia Kleiter
Diese »Zauberflöte« ruckelt Erstmals musiziert der Concentus Musicus eine Mozart-Oper in der Felsenreitschule. Damit hat Dirigent Nikolaus Harnoncourt die Möglichkeit, ohne passive Resistenz sein Mozartbild zu verwirklichen. Es hat, anders als die lahme Regie, Methode.
Mancher Musikfre...
Giulio Cesare
7. Mai 2012 Wettgesang um Kleopatra Bei Cecilia Bartolis Salzburger Pfingstfestspielen gerät Händels »Giulio Cesare« szenisch aus dem Ruder, wird aber zum Sängerfest. Mehr als ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Nikolaus Harnoncourt im Theater an der Wien einen szenischen Versuch mit einer "Originalklang"-Rekonstruktion des »Julius Caesar» gew...
Anna Prohaska 2012
MUSIKVEREIN Märchenkönigin der Lieder Ein Liederabend der außergewöhnlichen Sorte. Die junge Sopranistin begeistert, begleitet von Eric Schneider, mit poetischen, lyrischen und dramatischen Gesängen in fünf Sprachen.
Das ist schon auf der CD eine feine Sache - und live oft wirklich überwältigend: Anna Prohaska singt Lieder über Meeerjungfrauen und...