Kategoriearchiv: Feuilleton
Demus zum 90er
Der Poeta doctus unter den österreichischen Pianisten Am Wochenende feierte Jörg Demus seinen 90. Geburtstag. Die Welt gratuliert einem der vielseitigsten Musiker unserer Zeit.
Am gestrigen Sonntag feierte einer der berühmtesten österreichischen Musiker seinen Neunziger: Jörg Demus, unter Pianistenkollegen ehrfürchtig ob seiner immensen Repertoire...
Das Totenschiff
Fesselndes Musiktheater auf tristem Schiff Wien Modern. In einer ehemaligen Fabrikshalle in Hernals zeigt das Sirene Operntheater Oskar Aichingers Opernversion von B. Travens Roman "Das Totenschiff". Zeitkritik von 1926 nach Kurt-Weill-Manier in die Gegenwart transferiert.
Das muss man "Wien Modern" lassen: Ästhetische Grenzmarken setzen die Veran...
»Totenschiff«
Fesselndes Musiktheater auf tristem Schiff Wien Modern. In einer ehemaligen Fabrikshalle in Hernals zeigt das Sirene Operntheater Oskar Aichingers Opernversion von B. Travens Roman "Das Totenschiff". Zeitkritik von 1926 nach Kurt-Weill-Manier in die Gegenwart transferiert.
Das muss man "Wien Modern" lassen: Ästhetische Grenzmarken setzen die Ve...
Einems „Prozess“
Ein veritables Festspielprojekt Konzerthaus. Zum Gedenkjahr transferierte man die konzertante Produktion der Kafka-Oper "Der Prozess" von Gottfried von Einem aus Salzburg nach Wien - das Publikum jubelte.
Für manch einen Sommergast war es heuer die musikalisch überzeugendste Opernproduktion der Salzburger Festspiele. Nicht nur, weil keine unpassen...
Lokalaugenschein Mailand
Der Anfang vom Endspiel der Operntradition? Mailänder Scala. Intendant Alexander Pereira glaubte daran, dass György Kurtag, Doyen der internationalen Komponistenszene, seinen Opernplan realisieren würde, und sicherte seinem Haus damit die Uraufführung von "Fin de partie".
Das sind Abende wie ein Begleitprogramm zu einem Musikkritikerkongress. Die ...
Thielemanns Ausbootung
Kommentar Das österliche Waterloo der Kulturpolitik Salzburg hätte allerhand nötig, nur nicht einen Nikolaus Bachler als Intendanten der Osterfestspiele.
Wer da meint, die heimische Kulturpolitik hätte mit dem einstigen sozialdemokratischen Kulturminister Thomas Drozda den Gipfelpunkt an Entscheidungsarroganz erreicht gehabt, irrt. Während deren l...
„Sylvia“
Der goldene Traum von einem Ballett Staatsoper. Mit seiner zweiten Eigenkreation schuf Manuel Legris das ideale Demonstrationsobjekt für die Perfektion und Ausdruckskraft seiner Compagnie: Nikisha Fogo ertanzte sich am Premierenabend den Status der Ersten Solotänzerin.
Gewiss, man wird Ausstatterin Luisa Spinatelli nicht den Vorwurf ersparen, ...
Les Troyens
Stille Seelenlaute und große Gefühle Staatsoper. Ehrenrettung für Hector Berlioz' "Les Troyens", ein Werk, das zu des Komponisten Zeiten als unspielbar galt und dessen enormen Anforderungen heute das Ensemble des Hauses am Ring mit nur drei Gästen fulminant gerecht wird.
Der große, unverlierbare Theatermoment kam knapp vor Schluss: Königin Dido, ...
Montserrat Caballe
Eine Stimme, ätherisch zart, aber volltönend Zum Tod der Operndiva Montserrat Caballe, die in der Nacht auf Samstag 85-jährig in ihrer Heimatstadt Barcelona starb. Durch die harte Schule des deutschen Repertoiretheaters gegangen, wurde die Katalanin zum Inbegriff der Primadonna. Gewiss, es sind große Interpretinnen im Sopranfach nachgerückt, es gibt sie, die Diven, die Primadonnen des angehenden 21. Jahrhunderts. Und doch wird man dieser Tage allenthalben lesen, dass "die letzte Primadonna", Montserrat Caballe, 85-jährig in ihrer Heimatstadt Barcelona nach langer Krankheit gestorben ist.
Denn das ist wahr: Die Caballe war die letzte jener B...
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