Die Salzburger Festspiele schicken Ariadne auf den Mars

In der Raumstation des „reichsten Mannes der Welt“ spielt die neue Richard-Strauss-Produktion der Festspiele – und implodiert, bevor sie vorgeblich explodiert.

Einmal darf sich Johannes Silberschneider als souveräner Haushofmeister versprechen, um beinah ein Geheimnis zu verraten. Nach dem Fest im Theater seines gnädigen Herrn soll eine „Eplos…“ – doch schon korrigiert sich der strenge Mann: „ein Feuerwerk“, findet er zu Hugo von Hofmannsthals originalem (und im kleinen Festspielhaus diesmal wider Erwarten nur marginal verändertem) Text zurück. Aber eine kleine Andeutung, wie diese Salzburger „Ariadne auf Naxos“ enden könnte, hat er damit gemacht. Das wäre ja auch verwunderlich gewesen, wenn es bei Regisseur Ersan Mondtag plötzlich opernführermäßig korrekt zugegangen wäre.

 

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