Bayreuth. Der Dirigent über die Verschiebung eines Gedenkkonzerts für ermordete jüdische Musiker mit einer Rede von Michel Friedman.
Das ist doch ein Sturm im Wasserglas“, kommentiert Christian Thielemann die mediale Aufregung um die Absage – oder vielleicht Verschiebung – einer Veranstaltung zum Gedenken an ermordete jüdische Musiker. In den verga...
Eines der feinsten Kammermusik-Festivals hat die wunderbare Cellistin Harriet Krijgh im Schloss Feistritz am Wechsel etabliert. Sie ist in der Burg groß geworden – und freut sich, hier auch unbekanntes Repertoire erkunden zu können.
„So wird die Oper nicht überleben“, GK v. Ioan Holender, 10.6.
Ioan Holender ist in allen Punkten recht zu geben. Auch in der Wiener Staatsoper erleben wir seit Jahren nur selten Neuinszenierungen, die den Vorgaben des Komponisten und seines Textdichters gerecht werden. Die Genialität vieler Werke und deren zu Herzen gehenden Kompositionen werden d...
Sommernachtsgala. Das Wunschkonzert der Tonkünstler trotzt ungeniert jedem Wetter und jedem Geschmacksgebot.
Ein Freiluftkonzert mit buntem, ja knallbuntem Programm zum Auftakt der Sommersaison am Freitagabend im Schlosspark von Grafenegg: Erlaubt ist, was gefällt. Wunschkonzert nannte man dergleichen früher. In Ermangelung eines Chors musste man d...
Film. „Schönberg pfeifen“ erzählt allerhand über Wien, wie es zugeht auf Märkten und Bahnhofsvorplätzen – und wie dort Menschen auf Schönbergs Musik reagieren.
Schönbergpfeifen“ nennt sich dieser Film, der es doppelt schwer haben wird: Da sind einmal jene Menschen, die beim Namen Schönberg sofort zu lesen aufhören, also bis zum Wort „pfeifen“ gar n...
Klassik für Taktlose.
„Also sprach Zarathustra“: Klingt so das Weltall? Ein Sonnenaufgang? Philosophie zum Hören? Katrin Nussmayr und sprechen über dieses „musikalische Naturereignis“. In allen Podcast-Apps und auf diepresse.com/podcast....
Wiener Staatsoper. Ein wenig Mitleid mit „Eugen Onegins“ traurigem Mädchen, gesungen von Asmik Grigorian, ein wenig Sorge um das Wiener Opernrepertoire.
Was hätte schiefgehen sollen, fragt man sich: „Eugen Onegin“ mit Boris Pinkhasovich, Asmik Grigorian, Bogdan Volkov. Alle drei boten die von ihnen erwarteten, teils außergewöhnlichen Leistungen. Do...
Der einstige Propst von Stift Eisgarn war auch ein bemerkenswerter Komponist. Er starb 83-jährig einen Unfalltod in Böhmen – auf der Fahrt in seine Heimat. Seine Gemeinde hat ihn geliebt und verabschiedete ihn mit Herzblut.
Die Pfarrkirche im Waldviertler Ort Eisgarn war gesteckt voll, zehn Geistliche zelebrierten die Totenmesse und das Waidhofener Kammerorchester musizierte mit einem eigens geformten Projektchor unter der Leitung des mittlerweile vor allem als Dirigent aktiven Wolfgang Sobotka – alles war außergewöhnlich an diesem Nachmittag, kündete von einer tiefen Zuneigung, die alle Beteiligten zu Ulrich Küchl empfanden, der viele Ja...
Kann eine Vorstellung mit Asmik Grigorian schiefgehen? Nein. Aber sie kann viele Fragen bezüglich des Zustands der Wiener Staatsoper aufwerfen...
Pikhasovich/Griogrian (Foto: Pöhn)
Was soll schiefgehen, fragt man sich, wenn man den Besetzungszettel studiert: Die Staatsoper präsentiert Tschaikowskys „Eugen Onegin“ mit Boris Pinkhasovich in der Titelpartie, Asmik Grigorian als Tatjana und Bogdan Volkov als Lenski. Alle drei bieten die guten, teils sogar außergewöhnlichen Leistungen, die man von ihnen erwartet. Doch wirklich künstlerisch entfalten können sie ihre Talente nicht, weil man ihnen weder szenisch noch musikalisch den nötigen Halt gibt. Man leidet an diesem Abend kaum mit Puschkins Unglücksfiguren, eher hadert man mit dem Schicksal, das dem Repertoirebetrieb im Haus am Ring offenbar beschieden ist.
Die Philharmoniker und die drei letzten Londoner Symphonien im Musikverein: eine Abenteuerreise.
Ein reines Haydn-Programm? Im Philharmonischen? Man erinnert sich: Zum Jubiläum 1983 fand sich keiner der ständigen philharmonischen Dirigenten dazu bereit.