Kategoriearchiv: Meldungen

Salzburgs neuer Festspiel-Chef heißt — wie bitte?

Wieder einmal kommt ein Salzburger Intendant vom Brüsseler Theatre de la Monnaie: Peter de Caluwe übernimmt 2027 die Führung der Festspiele. Den Namen des 1963 geborenen Belgiers kannten bis dato nur Insider. Es war ein Schnellschuß des Entscheidungsgremiums, wohl unter dem Druck der Salzburger Politik, die nach der unsagbaren Posse um die Abberufung des Intendanten Markus Hinterhäuser die unliebsame Angelegenheit nun wohl vom Tisch haben wollte. Waren doch im letzten Moment die Verhandlungen mit dem Regisseur Barrie Kosky, der als Favorit für die Hinterhäuser-Nachfolge galt, gescheitert. Er hätte Sophie de Lint als Co-Direktorin mitgebracht. Am Mittwoch platzten die Gespräche. Wenige Stunden später stand de Caluwe als neuer Festspielchef fest.

APERÇU

Man muß nicht erst einen Blick auf die glanzvolle Festspielgeschichte der ersten 60 Festspieljahre seit 1920 werfen, um diese Entscheidungsfindung für problematisch zu halten.

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Wie das internationale Opern-System versagt: Ein Sänger packt aus…

Auf dem Onlineportal Operawire hat der Baßist Andrew Potter einen Offenen Brief veröffentlicht, der auf die Mißstände im internationalen Opernbetrieb verweist und verzweifelt Alarm schlägt. Der gesamte Brief ist hier abrufbar. In Auszügen geben wir hier, sinngemäß übersetzt, den Inhalt des Schreibens wieder, mit dem sich der Künstler von seinem Beruf – schweren Herzens – verabschiedet.

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Puccinis »Turandot«, wieder einmal »vollendet«.

Christopher Tin, aus Hongkong stammender, amerikanischer Komponist, hat ein neues Finale für Giacomo Puccinis unvollendete Oper »Turandot« komponiert. Die Uraufführung in Washington, 2024, wurde viel beachtet und großteils positiv kommentiert. Nun liegt Tins Arbeit auf CD vor und ist auf verschiedenen Streaming-Diensten abrufbar.

 

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Osterfestspiele wieder mit den Berlinern

So finden Salzburgs Osterfestspiele zu ihrem Ursprung zurück

In der Karwoche kehren die Berliner Philharmoniker in Salzburgs Festspielbezirk zurück. Wie einst Karajan dirigiert Kirill Petrenko Wagners »Ring«.

RÜCKKEHR DER BERLINER PHILHARMONIKER

Mit dem »Ring des Nibelungen« hatte 1967 alles begonnen. Wie immer waren die Salzburger dagegen. Aber sie fanden sich bald damit ab, dass nunmehr nicht nur im Sommer, sondern auch in der Karwoche die betuchte Klientel des Dirigenten Herbert von Karajan in die Stadt pilgern würde, um ihr Idol zu bestaunen. Zwar stimmte nicht ganz, was ursprünglich angedacht war, dass nämlich die neuen Osterfestspiele ganz ohne öffentliche Zuwendungen auskommen würden. Karajan hatte das versprochen. Doch was seither an Steuern in die Salzburger und Wiener Finanztöpfe zurückfloss und wie großzügig die Gäste den Fremdenverkehr anreicherten, sah man auch an der Salzach gern.

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Hamburg bekommt ein neues Opernhaus

Seinesgleichen geschieht heutzutage nicht oft: Ein deutscher Milliardär »schenkt« der Stadt Hamburg ein neues Opernhaus. Es soll in der Hafencity – als in der Nähe der längst zum Wahrzeichen gewordenen »Elbphilharmonie« errichtet werden. Für das alte Opernhaus der Stadt, errichtet 1955, das sanierungsbedürftig ist, aber unter Denkmalschutz steht, wird ein neuer Verwendungszweck gesucht.

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Neue Orchesterakademie

JUNGE MUSIKER – MUSIK IN SCHULEN UND ALTERSHEIMEN – FÜHRUNGSPOSITIONEN IM ORCHESTER – PRIVAT FINANZIERT

Humanistische und pädagogische Ziele verfolgt der ungarische Dirigent Ivan Fischer mit der Neugründung einer Orchesterakademie im Verband seines Budapest Festival Orchestra. 16 Spieler wurden aus über 400 Bewerbern ausgewählt und werden neben ihrer Arbeit im Orchester auch in ganz Europa kammermusikalisch aufspielen – auch und vor allem in Spitälern und Altersheimen oder bei Jugendprojekten in Schulen.

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Österreicher gewinnt Eurovisions-Wettbewerb

LEONHARD BAUMGARTNER SIEGT BEIM EUROVISIONS-WETTBEWERB – 17-JÄHRIGER ÖSTERREICHER – SCHÜLER VON DORA SCHWARZBERG

Seit 1982 kürzt eine internationale Jury jedes zweite Jahr die besten jungen Musiker im Rahmen des »Eurovisions Wettbewerbs«. Aus Österreich haben bis dato unter anderem Julian Rachlin (1988) und Lidia Baich im Fach Violine Gold gewonnen. 2024 heißt der Sieger Leonhard Baumgartner. Jahrgang 2007, hat der Geiger seit 2019 an der Kunstuni Graz, dann in Wien bei Dora Schwarzberg studiert.

Den Sieg beim Wettbewerb im norwegischen Bodø fuhr er mit einer Wiedergabe von Henri Vieuxtemps Fünftem Violinkonzert ein. Die Aufführung wird von ORF2 heute, Sonntag, um 22.15 Uhr gesendet..

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Bychkov hört in Prag auf

Nach zehn Jahren Amtszeit wird Semyon Bychkov seinen Vertrag als Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie nicht mehr verlängern. Das wurde jüngst bekannt. Die Ära Bychkov in Prag geht als im Sommer 2028 zu Ende. Sie hat dem Orchester zu neuer internationaler Reputation verholfen und einige herausragende CD-Produktionen hervorgebracht. Zuletzt haben die Tschechen unter Bychkovs Leitung eindrucksvoll Smetanas Zyklus »Mein Vaterland« aufgenommen. Die CD (Pentatone) wurde vom Magazin Gramophone sogleich in ihre monatliche Bestenliste aufgenommen.

Pentatone, 2024
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