Kategoriearchiv: Feuilleton

Festspiel-Wurzeln

Des Kaisers Tafeldecker erklärt die Festspiele ORF-Dokumentation. Beate Thalbergs hintergründiger Salzburg-Film ist noch drei Tage online abrufbar. Dieser Tage ist viel über die Salzburger Festspiele zu lesen, zu hören, zu sehen. Dass der Veranstaltungsreigen überhaupt stattfinden kann, wird allenthalben gebührend gefeiert. Dass die Geschichte des ...

 

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Salzburger Festspiele

Was kann Salzburg, was Bayreuth nicht kann? Richard Wagners Festspiele waren die ersten in Europa. Dass die Salzburger den Bayreuthern so erfolgreich Konkurrenz gemacht haben, liegt vor allem an Arturo Toscanini und Herbert von Karajan. Festspiele? Es gibt nur zwei, die in der ersten Liga spielen: Bayreuth und Salzburg. Richard Wagners egomanisches...

 

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Prokofieff entecken

Das ist erst der ganze Prokofieff Klaviermusik und Lieder. Pianist Vadym Kholodenko und Mezzosopranistin Margarita Gritskova zeigen den russischen Meister der Moderne auch von ganz ungewohnten Seiten. Sergej Prokofieff gehört unzweifelhaft zu den bedeutendsten Vertretern der musikalischen Moderne. Doch ragt nur die sprichwörtliche Spitze des Eisber...

 

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Joseph Strauß

Er war der sensibelste der Walzer-Brüder Heute vor 150 Jahren starb Joseph Strauß. Der Ingenieur, der zur Musik quasi genötigt worden war, beschwor "Delirien" im Dreivierteltakt und dirigierte zündende Offenbach'sche Operettenklänge so gern wie Wagners "Tristan".

Joseph Strauß? Man weiß, der mittlere der Wiener Walzer-Brüder war studierter Ingenie...

 

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Hat die Volksoper Zukunft?

Identität gesucht - liebevoller Prinzipal ersehnt Die Bewerbungsfrist für die Nachfolge Robert Meyers ist zu Ende. Ob in diesem Lande jemand erkannt hat, was die Frage einer Neubestellung des Direktorenpostens in Wiens Haus am Gürtel für das Musikland bedeutet?

Die Frist ist um. Bis zum Wochenende konnten sich Interessenten für die Leitung der Wie...

 

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Abschieds-Interview

"Don Quixotes Tod, das vergesse ich nie" Interview. Nach 32 Jahren verlässt Thomas Angyan den Musikverein. Im Gespräch erinnert er sich an emotionale Momente. Zweiunddreißig Jahre lang hat Thomas Angyan als Generalsekretär, später als Intendant die Geschicke der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien geleitet. Geht man mit ihm noch einmal durchs Haus, erinnert er sich an seinen allerersten Eindruck vom "Goldenen Saal". Er war noch ein Kind, als ihn die Eltern in ein Konzert mitnahmen - und es waren nicht die Karyatiden, die Klein Thomas besonderen Eindruck machten, sondern die Musik. Und das gar nicht plangemäß: "Es gab damals", erzählt Angyan, "eine Programmänderung. Man spielte Bruckners Neunte." Gerade kindergerecht war das nicht. Aber das sagt man ja auch von der Märchenoper "Hänsel und...

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Picknick-Klassik

Oper und Konzert, am liebsten mit Picknick Der österreichische Festspielbetrieb kommt wieder in Gang. Veranstalter, die Freiluftspektakel anbieten können, sind heuer eindeutig im Vorteil. Unter freiem Himmel dürfen sich schon wieder weitaus mehr Leute zu kulturellen Veranstaltungen zusammenfinden als zuletzt. Damit wird auch ein Festspielbetrieb im...

 

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Lore Krainer

Die perfekte Guglhupf-Bäckerin Nachruf. Kabarett-Legende und Nestroy-Preisträgerin Lore Krainer ist Freitagfrüh im 90. Lebensjahr in Oberwaltersdorf gestorben. Sie beherrschte den Sprachwitz nach Noten.

Zunächst einmal war sie eine singende Wirtin. Die geborene Steirerin betrieb mit ihrem Mann, einem Buffo-Tenor, den Grazer Girardi-Keller und trug dort ihre ersten kritischen Lieder vor. Und zwar so, dass Kabarett-Urgestein Gerhard Bronner an ihr nicht vorbeigehen konnte. Er wusste, was es heißt, gute Texte musikalisch griffig zu unterlegen, also wusste er auch, dass er mit Lore Krainer den dramaturgischen Motor seiner Sonntagmorgensendung "G...

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Abschieds-Interview

"In Wien liebt man vor allem große Stimmen" Dominique Meyer hat zehn Jahre lang die Wiener Staatsoper geleitet. Im "Presse"-Gespräch erinnert er sich an große und dramatische Momente mit Beczaa, Netrebko und Keenlyside - und erklärt, wie er "sein" Ensemble geführt hat. Die Presse: Wenn Ihre Direktionszeit Revue passieren lassen, erinnern Sie sich an einen besonderen Glücksmoment? Dominique Meyer: Was mir sofort einfällt, ist zum Beispiel der Applaus nach der Premiere von Berlioz' "Trojanern". Das war nicht selbstverständlich - und ein Moment, in dem ich meine Leidenschaft für ein Stück mit dem Publikum teilen konnte. Beglückend war auch der Beifallssturm, der nach der Premiere von Janaceks "schlauem Füchslein" über Otto Schenk hereinbrach, der nach Jahren zurückkehrte. Und im Repertoire?

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Virtuoses Adieu

Meyers Abschieds-Gala Staatsoper. Dominique Meyer musste fürs Abschiedskonzert keine Weltstars importieren. Er hat in zehn Jahren Spitzensänger für das ganze Repertoire im Ensemble vereinigt. Wie sich die Bilder doch so gar nicht gleichen. Erinnern wir uns des Aufgebots an Weltstars, mit dem sich der vorletzte Operndirektor verabschiedet hat? Domin...

 

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