Kategoriearchiv: Feuilleton
Neuer Musikvereins-Intendant
Musik aus der Dynamik des Dialogs Stephan Pauly. Der neue Intendant des Musikvereins über die Saison 2020/21 in Zeiten von Corona, die einzigartige Geschichte des Hauses und seine Konzepte für die Zukunft. Was für ein Gefühl muss es sein, Herr in diesem Haus zu sein? Stephan Pauly, seit Beginn des Sommers Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, meint auf die Frage, ob er sich noch an sein erstes Musikverein-Erlebnis erinnern könne: "Das war bei mir wie bei den meisten anderen Musikfreunden auch: Ich habe das Neujahrskonzert im Fernsehen gesehen! Es war also eine virtuelle Begegnung." Eine kostbare Situation Es war erst in seiner Zeit am Mozarteum in Salzburg, dass Pauly den sogenannten Goldenen Saal das erste Mal in natura zu Gesicht bekam. Und das Erstaunen war groß: "Wenn ic...
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Günter Pichler ist 80
Ein Botschafter unserer Kultur von Weltformat Dem Geiger, Gründer des Alban Berg Quartetts und großen Lehrer Günter Pichler zum Achtzigsten. Es war für uns einst nicht schwer, einen Salzburger zu musikalischen Zwecken einzuwienern. Selbst bei dem Mann aus Bonn ist es uns ja gelungen. Jetzt aber wird es heikel, denn es geht um einen Tiroler. Das ist...
Philippe Jordan
"Das wäre in Paris nicht realisierbar" Der neue Staatsopern-Musikchef Philippe Jordan im Gespräch: Warum Schönklang ein Muss ist, wie er mit Operndirektor Roscic redet, wer ihn die richtigen Fragen lehrte und wie man in Paris heute noch für Wagner kämpfen muss. Die Presse: Die Staatsoper bekommt einen Musikdirektor, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat: Sie waren, wie Karajan, mit 22 Kapellmeister in Ulm, Assistent bei Barenboim und Jeffrey Tate, dann Chefdirigent in Graz, sind bis Ende der Saison Musikchef an der Pariser Oper. Sie sind der Sohn eines Dirigenten, war diese Ochsentour vorgezeichnet? Philippe Jordan: Tatsächlich sagte mein Vater: Wenn du Dirigent werden willst, rate ich dir, diesen Weg zu gehen. Er ist nicht angenehm, aber der beste. Und ich dachte: warum nicht? Op...
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Symphoniker, verfilmt
Musik, das heißt Ekstase - Musik, das heißt auch Angst! Musikfilm. Für die Wiener Symphoniker wurde die Kinoleinwand zu Sigmund Freuds Couch: Was geht in einem "Klangkörper" vor sich? Wie es hinter den Kulissen internationaler Konzerthäuser zugeht, das wissen mittlerweile alle. Unzählige Filmdokumentationen über große Orchester sind gedreht worden....
Hoffnung für die Volksoper?
So kommt Wiens Musiktheater wieder in Fahrt Robert Meyer hat sich nicht mehr für die Volksoper beworben - für den neuen Direktor gäbe es ein klares Erfolgsrezept. Andrea Mayer gegen Robert Meyer - so ließe sich bündig zusammenfassen, was der amtierende Volksoperndirektor dem "Kurier" anvertraut hat: Die Kultur-Staatssekretärin wünscht sich für das ...
Kunst und Pandemie
Neujahrskonzert vor leerem Saal? Philharmonische Sorgen. Der Orchestervorstand von Wiens Meisterorchester blickt besorgt in die nähere Zukunft. Er möchte Salzburger Erfahrungen auch in Wien nutzen. Die neue Normalität im Kulturbereich? Die Philharmoniker machen sich Sorgen. Sie haben zwar als wichtigstes Orchester der Salzburger Festspiele den Bann...
Kaufmann in Grafenegg
Kein Regen, nur der Bach rauschte für Schuberts Müllerin Festival Grafenegg. Nach Startschwierigkeiten musiziert man nun doch im Wolkenturm: Jubel um Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch. Da konnten sogar Erinnerungen wach werden. Das Festival in Grafenegg blickt nun schon auf eine gute Tradition zurück, und gerade Franz Schuberts "schöne Müllerin" sp...
Festspiel-Geschichte
Kronprinzen sind oft nicht die Thronfolger, auch nicht in Salzburg Mariä Himmelfahrt! Das war für Musikfreunde viele Jahre lang ein Feiertag, der zu einer Wallfahrt verlockte. Da dirigierte nämlich Herbert von Karajan die Wiener Philharmoniker in Salzburg. Riccardo Muti galt als Karajans logischer Nachfolger in Salzburg. Doch er "erbte" vom Salzbur...
Leon Fleisher
Pianist 1929 - 2020 Freunde der Klaviermusik nennen in Zusammenhang mit dem Namen dieses Pianisten sofort die legendäre Aufnahme der beiden Brahms-Klavierkonzerte unter George Szell. Sie entstand auf dem Höhepunkt einer Karriere, die dann jäh zu Ende ging, weil der Künstler, der als Student von Artur Schnabel 1952 den Königin-Elisabeth-Wettbewerb gewonnen hatte, aufgrund einer fokalen Dystonie nur noch mit der linken Hand spielen konnte. Eine Botox-Behandlung hat es möglich gemacht, daß Fleisher wie durch ein Wunder in den Neunzigerjahren seine Rechte wieder verwenden konnte und seine Laufbahn wieder in vollem Umfang aufnehmen konnte.
Als Kind hatte er im Alter von vier Jahren Klavier zu spielen beginnen. Er war neun, als ihn Schnabel als Studenten akzeptierte und 16, als er mit New York...
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