Kategoriearchiv: Feuilleton
Zemlinsky-Jubiläum
Nicht nur "Ludwig van", auch "Alexander von"feiert Geburtstag Saison 2020/21. Intendant Thomas Angyan hat nach 32 Jahren seine letzte Spielzeit für die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien geplant. Er sorgte für das gewohnte internationale Star-Aufgebot, aber auch für einen eigenen Zyklus zum Geburtstag des großen Fin-de-Siecle-Meisters Zemlinsky....
Opernliebe in Zeiten des Virus
Klassik-Streaming. Freie Gruppen tun es längst, die großen Musen-Tempel ziehen nun mit kostenlosen Angeboten nach. Geschlossen, heißt es auf den Programmen der großen Hochkultur-Tempel; und das beinahe weltweit. Die meisten der wichtigen internationalen Konzert- und Opernhäuser mussten wegen der Corona-Krise ihre Pforten schließen. Das heißt aber n...
Oper in Zeiten der Pandemie
Geschlossen, heißt es auf den Programmen der großen Hochkultur-Tempel; und das beinahe weltweit. Die meisten der wichtigen internationalen Konzert- und Opernhäuser mussten wegen der Corona-Krise ihre Pforten schließen. Das heißt aber nicht, dass sie untätig sind. Jene, die den Spielbetrieb wirklich komplett einstellen mussten, kramen in ihren Archi...
Margarita Gritskova
Da fangen Komponisten Feuer Im Gespräch. Margarita Gritskova über ihre Arbeit mit Peter Eötvös, der nach der Premiere seiner "Tri Sestri" an der Staatsoper für die Mezzosopranistin ein neues Stück komponierte. 11. März 2020 Mit voller Energie hat man an der Staatsoper in den vergangenen Wochen an der Wiederaufnahme von Peter Eötvös' Tschechow-Oper "Die drei Schwestern" gearbeitet, die nun nicht stattfinden kann. Die Premiere der Inszenierung Yuval Sharons war ja eine kleine Sensation. Das Publikum jubelte, nachdem es während der "Sequenzen", wie die Akte in diesem Werk heißen, den Atem angehalten hatte.
Der Erfolg bestätigte die These, dass es für ein bedeutendes Opernhaus weniger wichtig ist, viele Uraufführungen herauszubringen, als zeitgenössische Werke, die sich als besonders eindruck...
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Interview Rudolf Buchbinder
"Wir leben in einer Zeit der Schubladen" Im Gespräch. Rudolf Buchbinder über seine Projekte zum Beethoven-Jahr und die aufregende Beschäftigung mit neuen "Diabelli-Variationen", die er bei zeitgenössischen Komponisten in Auftrag gegeben hat. Am 3. März stellt er sie in Wien vor. 10. Februar 2020 Dass Rudolf Buchbinder im Beethoven-Jahr besonders häufig auf den Wiener Konzertpodien erscheinen würde, war klar. Aber der Pianist hat sich besondere Projekte ausgedacht, um seine Leidenschaft für diesen Komponisten aufs Neue zu dokumentieren. Eine der buchbinderschen Konzertserien beginnt kommenden Samstag und ist zwei Tage später auch schon wieder zu Ende. Im Verein mit Nikolaj Szeps-Znaider spielt Buchbinder sämtliche Violinsonaten des Meisters an drei aufeinanderfolgenden Abenden im großen Mus...
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Turandot vor dem Lockdown
Turandot mit Mut zur Leichtigkeit Staatsoper. Elena Pankratova und Roberto Alagna geraten in Puccinis letzter Oper kräftig aneinander, um im Verein mit Golda Schultz auch sanftere Töne anzuschlagen. 29. Februar 2020 Puccinis "Turandot" zählt im italienischen Repertoire zur gefährdeten Spezies. Die dramatische Anlage des Mittelakts mit seiner Rätsel...
„Die weiße Dame“
In Paris darf die Oper noch wirklich "comique" sein Salle Favart. Im zauberhaften kleineren der beiden historischen Pariser Opernhäuser gibt man dieser Tage Boieldieus "Weiße Dame" und weiß, was man dem heiklen Genre "komische Oper" schuldig ist. Die Geschichten sind kurios genug, um keine Regieverdrehungen mehr zu brauchen. 28. Februar 2020 Für Fr...
Zum Tod von Christian Strauss
Wenn ein Komponist eine Jugendsünde zweimal begeht Was Richard Strauss einst von seinem Enkel lernen konnte und was man in seinem Nachlass noch alles an musikalischen Juwelen finden kann. 10. Februar 2020 Am vergangenen Wochenende ist nach langer Krankheit Christian Strauss gestorben, der jüngere der beiden Enkelsöhne von Richard Strauss. Seines Zeichens Mediziner, in Wien aufgewachsen, hat er sich als Oberhaupt der Familie doch lange Zeit um die Verwaltung des künstlerischen Erbes gekümmert.
Die Strauss-Gesellschaft bewahrt nicht nur die berühmte Villa in Garmisch, sondern in einem eigenen Gebäude auch den musikalischen Nachlass, Partituren...
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Mirella Freni
Sie sang. Und das genügte. Unter Karajans Fittichen war die Sopranistin mit der Engelsstimme zum Weltstar geworden. Nachruf vom 11. Februar 2020 »La Boheme« ist gewiss das Erste, was Opernfreunde mit dem Namen Mirella Freni assoziieren. Die Sopranistin mit der Engelsstimme aus Modena war für Generationen der Inbegriff der Mimi, deren Schicksal sie erlebbar zu machen wusste wie keine Zweite. Mit der legendären Doppelpremiere der bis heute geliebten Zeffirelli-Inszenierung des Werks - Herbert von Karajan dirigierte an der Mailänder Scala und an der Wiener Staatsoper - war die Weltkarriere der jungen Künstlerin gestartet.
Kenner wussten schon ...
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