»Sieben frühe Lieder«
Dutzende Lieder hatte Alban Berg in Jugendtagen komponiert, ehe einige dieser Werke Arnold Schönberg zu Gesicht kamen, der daraufhin den jungen Mann als Kompositionsstudenten akzeptierte - und ihn aufforderte, auch Instrumentalwerke in Angriff zu nehmen.
Zumindest sieben der Jugendlieder hat Berg später der Veröffentlichung f...
In diesen Liedern überträgt Berg die Ästhetik der äußersten zeitlichen Reduktion der Musik, die Arnold Schönberg in jenen Jahren in Klavier- und Orchesterstücken entwickelt hatte, auf die Gattung des Orchesterlieds. Die Uraufführung zweier der Lieder in einem von Schönberg dirigierten Konzert in Wien anno 1913 verursachte einen der größten Konzerts...
Alban Berg
Neue Musik mit menschlichem Antlitz
DIE WERKE KENNENLERNEN & BERGS MUSIK LIEBEN LERNEN
DIE BERG.CHRONOLOGIE
1885 (9. Februar) geboren als dritter Sohn von Conrad und Johanna Berg.
1900 Tod des Vaters. Erste Kompositionen (bis 1908 entstehen an die 140 Lieder). Sieben der Jugend-Leder werden später zu Bergs Lebzeiten veröffentlicht...
Egon Wellesz?Er galt schon seinen Zeitgenossen zuallererst als einer der bedeutendsten Musikwissenschaftler. Der große Wiener Kulturpublizist Max Graf nannte ihn
»den größten Kenner orientalischer und speziell byzantinischer Musik« und eine »Autorität ersten Ranges.«
KOMPONIST UND BYZANTINIST
Als Komponist war Wellesz aus der Schu...
Der gebürtige Leipziger Pianist hat seinen letzten Schliff nach Studien in seiner Heimatstadt noch beim Liszt-Schüler Eugen d'Albert erhalten. Musikfreunde, die sich das großen deutschen Pianisten erinnerten, hatten ihn als imponierende Gestalt eines alten Mannes vor sich, der als bedeutender Intepret der Werke Beethovens und Brahms'...
Der »Altösterreicher« Benatzky kam als Rudolph Josef František Benatzky in Mährisch-Budwitz zur Welt, studierte unter anderem bei Antonín Dvořák in Prag und Felix Mottl in München, inskribierte sich aber auch an der Universität Wien für Germanistik und Philosophie. Seine Doktorarbeit schrieb er über Goethe und das Volkslied.
1883 - 1965
Edgar Varèse galt bereits in jungen Jahren als interessanter Kopf unter den Komponisten seiner Zeit. Hugo von Hofmannsthal wurde auf den jungen Mann aufmerksam gemacht und enmpfahl ihn an Richard Strauss, mit dem Verèse in seiner Berliner Zeit tatsächlich in Kontakt stand, wenn er ihn damals auch nicht mehr als Vorbild in Sachen musikalischen Frotschritts empfinden konnte. Hofmannsthals Drama Œdipus und die Sphinx diente Varèse als Vorlage für ein Opern-Projekt, das nicht über das Skizzenstadium hinauskam.
Ein eigensinniges Talent
Jedenfalls redete man früh von dem Künstler, der sich als einer der großen Querköpfe der Neuen Musik entpuppen sollte und eine ganz eigene, unverwechselbare Sprache entwickelte.
In die Weige gelegt war ihm diese Karriere nicht. Der Vater wollte eine...
1912 – Kapellmeister in Stettin – Erstdrucke Webernscher Werke in de Zeitschriften Der Blaue Reiter und Der Ruf
1913 – Rückkehr nach Wien – das legendäre »Skandal-Konzert« mit der Uraufführung der Orchesterstücke op. 6 in Wien; Geburt der Tochter Maria. Komposition der Orchesterstücke op. 10.
1915 – Sohn Peter geboren – Webern Einjährig-Freiwilliger im Ersten Weltkrieg
1917 – Entlassung aus dem Militärdienst – Kapellmeister am Deutschen Theater Prag
1918 – Umzug nach Mödling – Vortragsmeister des »Vereins für musikalische Privataufführungen«
1919 – Tochter Christinegeboren – Tod des Vaters
1920 – Kapellmeistertätigkeit in Prag – Webern wird Komponiste der Universal Edition
1921 – Dirigent des Wiener Schubert-Bundes – Chormeister Männergesangverein Mödling
1922 – Webern dirigiert seine Passacaglia beim TonkünstlerfestDüsseldorf Aufführung der Stücke für Streichquartett op. 5 beim Festival der IGNM inSalzburg – Leiter der Wiener Arbeiter-Symphoniekonzerte – Dirigent der »Freien Typographia«
1923 – Gastkonzert in Berlin – Chormeister des sozialistischen »Arbeiter-Singvereins« Wien
1924 – Uraufführung der Bagatellen op. 9 und der Trakl-Lieder op. 14 beim Festival für Neue Musik in Donaueschingen – Wien verleiht Webern den Großen Musikpreis
1925 – Lehrer am Jüdischen Blindeninstitut
1926 – Ende der Tätigkeit beim Männergesangverein Mödling.
1927 – Dirigent des Österreichischen Rundfunks (»RAVAG«)
1928 – Die Symphonie op. 21 entsteht – Erkrankung an Magengeschwüren – Kompositionsauftrag der »League of Composers«
1929 – Konzerte in Frankfurt und London
1930 – Fachberater und Lektor der RAVAG
1931 – Konzerte in London – Musikpreis der Gemeinde Wien
1932 – Konzerte in London und Barcelona – Übersiedlung nach Wien, später nach Maria-Enzersdorf
1933 – Konzert in London – Feier des 50. Geburtstag
1934 – Nach dem Verbot der Sozialdemokratischen Partei verliert Webern seine Ämter in deren »Kunststelle« – Das Konzert op. 24 zur Feier von Arnold Schönbergs 60. Geburtstag
1935 – Konzert in London
1936 – Webern sagt seine Mitwirkung beim IGNM-Fest in Barcelona ab – die posthume Uraufführung von Alban Bergs Violinkonzert übernmmt Hermann Scherchen – Gastspiel in Winterthur
1938 – Elizabeth Sprague Coolidge erteilt den Kompositionsauftrag für ein Streichquartett. WebernsQuartett op. 28 ist in den Märztagen des Jahres vollendet. – Uraufführung der Kantate Das Augenlicht in London
1940 – Schweiz-Reise – die Variationen entstehen, Weberns letztes Orchesterwerk.
1941 – Webern beginnt an der Kantate Nr. 2 (nach Texten von Hildegard Jone) zu arbeiten. Sie wird sein letztes vollendetes Werk sein.
1943 – Erneute Schweiz-Reise – Feier des 60. Geburtstags
1945 – Sohn Peter stirbt am 11. – Flucht vor den herannahenen Sowjet-Truppen nach Mittersill – Am 15. September wird Anton von Webern von einem amerikanischen Besatzungssoldaten in Mittersill erschossen
Anton von Webern hatte schon als Teenager zu komponieren begonnen und spätromantisch-klangschwelgerische Orchesterwerke wie die »Idylle« Im Sommerwind (1904) komponiert, ehe er sich Arnold Schönberg zuwandte.