12. April 2015
Königin Anna regiert weiterhin beinah völlig absolutistisch
In der Staatsoper hat man für Donizettis «Anna Bolena» erneut eine edle Widersacherin für die Netrebko gefunden.
Anna Netrebko ist und bleibt eines der großen Phänomene der Interpretationsgeschichte. Das Opernreich vermag sie scheinbar absolutistisch zu regieren. Wenn sie si...
Die Rettung, an die keiner mehr glaubte
In einer Marathon-Sitzung einigten sich der General Manager der Metropolitan Opera, Peter Gelb, und die Vertreter der Gewerkschaften von Chor und Orchester des wichtigsten amerikanischen Opernhauses auf Gagen- Kürzungen. 2014/15 wird wie geplant gespielt.
Zuletzt hat es nicht mehr nach Einigung ausgesehen, ...
LEITARTIKEL
Wer hat die Antwort auf die Frage: Wozu gibt es in Salzburg Festspiele?
Das sommerliche Kulturangebot an der Salzach ist so aufgebläht wie nie zuvor. Damit ist es auch verwechselbar geworden - zu unverwechselbaren Preisen.
Vergangenen Freitag haben die Salzburger Festspiele begonnen. Der gelernte österreichische Kulturkonsument reibt si...
Am meisten verstören Kritiken, wenn sie schlicht beschreiben, was auf der Bühne passiert.
Muss ich mich wirklich für jeden Regiefehler begeistern?
Immer dann, wenn man relativ ungeschminkt zu beschreiben versucht hat, was auf der Bühne vorgegangen ist, wird nach Objektivität gerufen.
Als Musikkritiker ist man hie und da recht einsam - zumindest bis...
Absagen schockieren die Opernfreunde, und die Frage stellt sich: Wie früh müssen Stars wissen, welche Partien sie wann wo singen möchten?
Wenn Netrebko und Beczala sich's noch einmal überlegen
Das hat es in der Wiener Operngeschichte noch nicht gegeben. Gleich zwei Stars sagen Vorstellungen ab, weil sie sich's überlegt haben. So flapsig, wie diese ...
ERSTAUFFÜHRUNG
Ein Östrogen-Konflikt, wie gemacht für Primadonnen
Die Staatsoper spielt Francesco Cileas Oper zum ersten Mal: durchaus eine Bereicherung des Spielplans.
Zuletzt gab es nebst anhalten dem Jubel ein paar Buhrufe für das Regieteam. Man fragt sich, was die kritischen Geister von einer Inszenierung der "Adriana Lecouvreur" erwarten? Soll...
Schon wieder einer weg. Ja, wo sind sie denn bloß alle?
Intendant zu sein ist schwer. Man hat viel damit zu tun, darüber nachzudenken, was geschehen wird, wenn man einmal nicht mehr da sein wird.
Ich bin dann mal weg", titelte einer, der auf den Jakobsweg ging. Keiner wusste etwas davon, und plötzlich war der Mann zum Pilger geworden. ,,Ich bin dann mal weg", alles andere als ein frommer Pilgerspruch, könnte auch das Leitmotiv der internationalen Opern- und Festspielintendanten sein. Diese Leute haben ja, man weiß es, enorm lange Vorlaufzeiten für ihre Planungsarbeit zu gewärtigen. Und sie arbeiten und arbeiten und arbeiten, bis dann zum Beis...
Die CD bleibt uns gut und teuer
Das Ende des Aufnahme zeitalters proklamieren Kassandrarufe seit Langem. Doch bleiben Tonträger und DVDs wichtig, sie machen die beste Werbung für die Klassik.
Das ,,Ende der Schallplatte", das ,,Ende der CD", das ,,Ende des Tonträgermark tes" – die regelmäßig wiederkehrenden Kassandrarufe betreffen das gesamte Reper...
Es gibt Wochen, da kommt der Musikfreund aus der Oper gar nicht mehr heraus. Er will überall dabei sein. Sogar die Münchner reisen an! Und haben allen Grund dazu.
Alle Opernzugvögel sind schon da. Alle Vöglein, alle. Das wirkt!
Man kann sagen, was man will über den wienerischen Musikbetrieb, aber in jüngster Zeit darf festgestellt werden, daß die O...
Ich möchte wieder klatschen dürfen
Die Rekonstruktion des sogenannten Watschenkonzerts kam ohne Ohrfeigen aus. Heute wird »moderner« Musik brav applaudiert. Dafür herrschen neue Tabus im Kultur-betrieb. Wo darf man hinschauen? Darf man Musik nicht mögen – und das auch zugeben?
Watschen sind 2013 nicht verteilt worden. Um das ,,Skandalkonzert" von a...