Archiv der Kategorie: Uncategorized

Taktlos!

»Klassik für Taktlose«

Podcast-Serie mit Katrin Nussmayr

Katrin Nussmayr, die »Presse«-Redakteurin, erfand den Podcast »Klassik für Taktlose«, weil sie dem langgedienten Musikkritiker des Blattes »taktlose« Fragen stellen wollte: Dinge, die eine neugierige Musikfreundin, die im Klassik-Jargon aber nicht firm ist, über den Musikbetrieb in Oper und Konzert immer schon wissen wollte, aber bisher nie zu fragen wagte.

bei der Aufnahme in den »Presse»-Studios

Die ersten Folgen dieser Serie sind bereits online: Alle vier Wochen erscheinen sie im Rahmen des »Musiksalon«-Podcasts auf der »Presse Play«-Webseite und überall, wo es Podcasts gibt.

Bisher erschienene Folgen:

Nr. 1 Ist das noch Klassik

Nr. 2 Richard Wagner war ein Scheusal! Was fasziniert uns an ihm?

Nr. 3: Wie funktioniert ein Orchester?

Netrebko zur Ukraine-Krise

Künstler appellieren lieber an die völkerverbindende Kraft ihrer Arbeit. Kann man sie zu Brandreden gegen ihre Brötchengeber zwingen?

Nun hat sich auch Anna Netrebko zum Ukraine-Krieg zu Wort gemeldet. Die Diva beginnt ihr Statement mit einem beherzigenswerten Satz: „Ich habe mir etwas Zeit genommen, um nachzudenken. Denn ich glaube, die Lage ist zu ernst für unbedachte Kommentare.“

Vielleicht ist es dieser Satz, der ins Stammbuch manch westlicher Politiker und Kulturveranstalter gehört, die zuletzt in seltener Einigkeit Netrebkos künstlerischen Mentor Valery Gergiev unter Druck ges...

für PREMIUM-ABONNENTEN

Upgrade unter MEIN ABONNEMENT/Subscriptions

Johan Botha

1965 – 2016

Portrait, Dezember 2005

Das Ende aller Notlösungen fürs Helden-Fach

Mit dem südafrikanischen Tenor Johan Botha erschien mehr als nur ein strahlender Gralsritter im internationalen Opern-Business.

Es war Staunen erregend. Nach drei Stunden Aufführungsdauer stützte die mächtige Erscheinung des Schwanenritters die Hände aufs Schwert und begann die berüchtigte Gralserzählung zu singen, als gälte es, ein zartes Schubertlied zum Klingen zu bringen. Es war Johan Bothas Debüt als Lohengrin in der Wiener Staatsoper und die Musikfreunde der Stadt waren sich hernach einig: Einen solchen strahlenden Helden hatte man seit Menschengedenken nicht mehr erlebt. So sicher, so mühelos, in allen Lagen belkantesk klangen Wagnersche Heldenpartien nur auf historischen Aufnahmen.

Johan Botha weiterlesen

Michael Haydn

1737 – 1806

Was sich Mozart von Joseph Haydns Bruder abgeschaut hat


Für die Zeitgenossen galt Michael Haydn durchaus als Großmeister wie sein nachmals viel berühmterer Bruder.
Erzbischof Sigismund von Schrattenbach holte Michael Haydn aus Großwardein nach Salzburg und machte ihn zu seinem Hofkomponisten, der 1771 auch die große Totenmesse für seinen Dienstherrn zu schreiben hatte. Der 15-jährige Wolfgang Amadé Mozart war an der Uraufführung dieses sogenannten »Schrattenbach-Requiems« beteiligt. Von den subjektiven Ausdrucksmitteln, die das Schaffen des »Salzburger Haydn« hoch über die Massenproduktion handwerklich ähnlich geschickter geistlicher Musik dieser Epoche heraushob, schaute sich der junge Mozart allerhand ab.
Nicht nur im 20 Jahre später komponierten »Requiem«-Fragment klingt manche harmonische Wendung, manch melodische Passage aus Haydns Werk nach. Dem lakonischen Ernst des einleitenden Kondukts mit seinem unerbittlichen Marschrhythmus begegnen wir – in derselben Tonart – in der viel bewunderten Szene der Geharnischten im »Zauberflöten«-Finale wieder . . .


Leopold Mozart

Der geplagte Vater eines Genies (1719 – 1787)

Ungehorsam, Insubordination und die Verabschiedung durch einen Fußtritt: Wir kennen die Geschichte von Wolfgang Amadé Mozart – und die Bestürzung von Vater Leopold, der sich viele Jahre um die Karriere seines Sohnes gekümmert hat.
Doch auch Leopold selbst war ein Heißsporn und in seiner Jugend vom der Salzburger Universität geflogen – wegen „schlechten Benehmens“. Er hatte sein Lehrgeld gezahlt – und wußte, reifer geworden, „sich in die Welt zu schicken“, wie Hugo von Hofmannsthal das einmal
für Seinesgleichen gefordert hat . . .

Leopold Mozart weiterlesen