Was die Barockmusik betrifft, kann und will die Sinkothek nur mit Aufnahmen dienen, die vor der Landnahme der sogenannten Originalklang-Pioniere entstanden – oder diese Pioniere in ihren frühen Versuchen hören lassen. Das dürfte aufschlußreich genug sein – und relativiert nicht im geringsten die Kunst jener Musiker, die vor dieser Ära Bach, Händel oder Vivaldi gespielt und gesungen haben; man sollte sie nicht vergessen…
Hier finden sich auch viele technisch exzellente Aufnahmen, gewiß. Darum geht es allerdings nicht vorrangig. Vor allem erwarten den Hörer hier interpretatorisch herausragende Einspielungen, die man gehört haben muß, wenn man mitreden möchte. Da kann es des öfteren vorkommen , daß die Tonqualität bescheideneren Zuschnitts ist, hie und da vielleicht sogar schwer erträglich – aufs erste. Es lohnt sich in jedem Fall, dranzubleiben! Der künstlerische Gewinn wird den vordergründigen „Verlust“ aufwiegen….
Arcangelo Corellis Concerti grossi waren die maßstabsetzenden Kompositionen der barocken Instrumentalmusik für die Komponistengeneration um 1700, stilbildend bis hin zu Johann Sebastian Bachs Gipfelwerken für das Genre Konzert.
Zum 300. Geburtstag des Komponisten formierte sich unter der Leitung von Dean Eckertsen das Tri Centenary String-Orchestra, um eine Einspielung der Konzert-Serie op. 6 zu machen. In ihrer Kraft und Klangsinnlichkeit sind diese Einspielungen von den folgenden Originalklang-Ensembles, die auch geflissentlich ignorieren, daß der Komponist groß besetzte Ensembles favorisierte, kaum je egalisiert worden.
Für die Symphonien Anton Bruckners haben sich nicht von ungefähr die großen Wagner-Dirigenten engagiert – oft nach längeren inneren Widerständen wie im Fall von Bruno Walter – immer aber mit gewaltigen Ergebnissen.
In der Kammermusik umfaßt Beethoven die gesamte Bandbreite der musikalischen Möglichkeiten, vom Hitparaden-Stück (das ihm später selbst ob seiner Popularität verdächtig schien) bis zum hieroglyphischen Spätwerk für Streichquartett.
Beethoven Septett (Wr. Oktett, 1959)
Septett op. 20Mitglieder des Wiener Oktetts
- Cantabile
- Tempo di Minuetto
Variationen
Allegro molto vivace
Con moto, alla marcia - PrestoAufnahme: Sophiensäle, März 1959
VIOLINSONATEN
STREICHQUARTETTE
Wiener Spielkultur der 1950er-Jahre
Quartett cis-Moll op. 131Busch Quartett Frankfurt live 1951
Andante ma non troppo e molto cantabile
Scherzo
Adagio quasi un poco Andante - Allegro
»Fidelio«
»Fidelio« Bruno Walter. Erster Akt ––New York 1941
–– Terzett - 2. Bild
– Finale I
Zweiter Akt. Kerkerszene
Leonoren-OuvertüreBruno Walter – Metropolitan-Orchester