Jetzt reicht es sogar schon den Intendanten

Kaspar Holten, Intendant des Königlichen Opernhauses in Kopenhagen, verzichtet auf eine Vertragsverlängerungen und verläßt das Opern-Business kommende Saison.

Holten ist 53 Jahre alt und schreibt:

Ich bin nun schon mehr als die Hälfte meines Erwachsenenlebens mit dem Theater verbunden – 20 Jahre lang. Das ist eine lange Zeit. Vielleicht ist es also an der Zeit, etwas anderes zu versuchen und zu sehen, welche Aufgaben dieses Leben sonst noch für mich bereithält. Es ist zwar ein großes Privileg, an der Spitze dieses Theaters zu stehen, doch ich empfinde es auch als Verpflichtung, das Amt irgendwann wieder abzugeben – und die Staffete an jemanden weiterzureichen, der die Rolle und die Entwicklung der Nationalbühne aus neuer Perspektive anschaut. Ich bin stolz auf die Ergebnisse, die wir erzielt haben, und auf die geordneten Verhältnisse, die ich meinem Nachfolger – oder meiner Nachfolgerin – hinterlasse.
Doch noch ist es nicht so weit … Zunächst freue ich mich auf alles, was das kommende Jahr mit sich bringt: auf die großartigen Aufführungen der Spielzeit und auf die Eröffnung unserer Kinderwelt »Hurlumhuset« am Jahresende.

In Wien ist Holten kein Unbekannter. Als Regisseur brachte er an der Staatsoper Mozart »Idomeneo« heraus (2014), im Theater an der Wien 2010 die Uraufführung von »Die Besessenen« (Johannes Kalitzke) und 2018 Berlioz‘ »Béatrice et Bénédict«.