Kategoriearchiv: Kalender

Menahem Pressler und das Beaux Arts Trio

(1923-2023)

Jahrzehntelang war Menahem Pressler der Pianist des weltberümten Beaux Arts Trios und setzte mit den Kollegen Daniel Guilet (1955 – 1968) sowie Isidore Cohen (Violine) und Bernard Greenhouse (Cello) Maßstäbe – auch in zahlreichen Schallplattenaufnahmen.

Im Jahr 2013 kehrte Pressler als Solist aufs Podium des Wiener Konzerthauses zurück. Als Einspringer bescherte er dem Publikum eine veritable Sensation. (ZUR REZENSENSION)
In der Folge nahm der hochbetagte Künstler noch einige Solo-CDs auf, die seinen Rang als Interpret eindrucksvoll unter Beweis stellten, sowohl bei Mozart als auch im impressionistischen Repertoire.

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Helmut Walcha

1907 – 1991

Walcha war vielleicht der berühmteste deutsche Organist des XX. Jahrhunderts. Für die Deutsche Grammophon hat er zweimal das Gesamtwerk Johann Sebastian Bachs für sein Instrument aufgenommen, von 1947 bis 1952 in mono, ab Ende der Fünfzigerjahre noch einmal in Stereo.

Walcha war als Sohn eines Postbeamten in Leipzig zur Welt gekommen und erblindete als Sechzehnhjähriger. Dennoch wurde er einer der Meisterschüler Günther Ramins und avancierte zum Organisten der Frankfurter Friedenskirche, ehe er 1938 die Orgelprofessur an der Frankfurter Musikhochschule übernahm, wo er nach 1945 das Institut für Kirchenmusik aufbaute.

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Paul Hindemith

1895 – 1963

SINKOPHON

Paul Hindemith stammte aus Hanau, studierte am Hoch’schen Konservatorium, Frankfurt/Main Violine und Komposition und wurde 20jährig Konzertmeister des Frankfurter Opernorchesters. Ab 1922 spielte er sieben Spielzeiten lang Bratsche im von ihm selbst mitbegründeten »Amar-Quartett«. Ab 1923 engagierte sich Hindemith im Organisationsausschuss der Donaueschinger Musiktage, die zum Schauplatz der Uraufführung seines Streichquartetts op. 16 wurden, die ihn schlagartig als eine der zentralen schöpferischen Persönlichkeit der Neuen Musik in Deutschland erscheinen ließ.

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Rudi Stephan

1887 – 1915

Am 29. September 1915 fiel der deutsche Soldat Rudi Stephan bei Tarnopol in Galizien (heute Ukraine) auf dem Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs. Er war 28 Jahre alt – und galt trotz seiner Jugend in Friedenszeiten als einer der Hoffnungsträger der deutschen Musik, Seine Oper → Die ersten Menschen, seine symphonischen Werke, die (zweite) Musik für Orchester, die Musik für Geige und Orchester hatten ihn in die erste Riege der jungen Komponisten katapultiert.

In einem Nachruf, den Kasimir Edelschmid 1915 in der »Frankfurter Zeitung« publizierte hieß es:

Sein Gerechtigkeitssinn war von solch glasharter Schärfe und Durchsichtigkeit, dass es das Auskommen mit ihm erschwerte. Er war weniger impulsiv als abwägend. Kleinigkeiten, über die andere, auch vornehme Menschen, lächelnd weggingen, beschäftigten sein moralisches Bewusstsein lange … In all seinen Handlungen, selbst in seinem Lachen, das er gern und tief lachte, war ein besonderer Ernst. Sein Urteil war gerecht und radikal wie bei Menschen, die, von innerer Berufung schlicht überzeugt, für eine Sache leben. Ich glaube nicht, dass seinem Wesen die große Güte fehlte, die die Grundlage einer großen Leistung ist. Er war ohne Aufheben von sich überzeugt mit der inneren Bescheidenheit der mittelalterlichen Meister.

Prägungen

Studiert hatte Stephan, der sich schon in seiner Gymnasialzeit vor allem für die musischen Dinge interessiert hatte und daher ein schlechter Schüler war, bei Bernhard Sekles (1872-1934). Dieser wiederum war einer der profiliertesten Kompositionsprofessoren seiner Generation. Zu seinen Schülern zählten – nach Staphen – Paul Hindemith, Hans Rosbaud (1895-1962) und Theodor W. Adorno (1903-69).

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Leo Schützendorf

1886-1931

Alban Bergs erster Wozzeck – und einer der großen Komödianten der Berliner Opernszene in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg. Aber in die Bassbuffo-Ecke konnte man Leo Schützendorf nicht so einfach abdrängen, auch wenn er spät in seiner Karriere vor allem in Operetten auftrat.
Der 14. Dezember 1925 markierte für den Nachruhm dieses Sängers jedenfalls das entscheidende Datum: Es war die Uraufführung von Alban Bergs »Wozzeck« in der Berliner Lindenoper unter Erich Kleibers Leitung. Schützendorf war der Interpret der Titelpartie – und er hat nach übereinstimmender Aussage der Zeitgenossen den heiklen Balanceakt zwischen Gesang, Deklamation und allen dazwischen liegenden vokalen Möglichkeiten bravourös bewältigt – und das Schicksal des getriebenen, geknechteten Soldaten ebenso vielschichtig als Schauspieler erlebbar gemacht.

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Maurice Ravel

1875 – 1937

Einen »schweizerischen Uhrmacher« hat ihn Igor Strawinsky genannt. Und tatsächlich haben die Werke Maurice Ravels etwas von musikalischem Fein-Handwerk, sind bis in kleinste Detail formal ausgefeilt und mit ebensolcher Liebe instrumentiert. Selbst aus kammermusikalischen Besetzungen holt Ravel undenkliche Farbkombinationen – und sein Orchester klingt reicher, differenzierter als das jedes anderen Komponisten jener Zeit; selbst Instrumentations-Genies wie Richard Strauss oder Erich W. Korngold inkludiert!

Die Klavierwerke

Das Streichquartett

Das Klaviertrio

Ma mere l’oye

AKTUELL

AM PULS DER KLASSIK-WELT …

… auch im Wohnzimmer: Tipps für Live-Streams, TV- und Rundfunk-Übertragungen, aktuelle CD-Neuerscheinungen und Internet-Links.

straussopern

  • Arabella      UA: 1933 – Dresden

  • Ariadne auf Naxos      UA: 1912 – Stuttgart/1916 – Wien

  • Capriccio      UA: 1942 – München

  • Daphne      UA: 1938 – Dresden

  • Der Rosenkavalier      UA: 1911 – Dresden

  • Die ägyptische Helena      UA: 1928 – Dresden

  • Die Frau ohne Schatten      UA: 1919 – Wien

  • Die Liebe der Danae      UA: 1944 – Salzburg

  • Die schweigsame Frau      UA: 1935 – Dresden

  • Elektra      UA: 1909 – Dresden

  • Feuersnot      UA: 1901 – Dresden

  • Friedenstag      UA: 1938 – München

  • Guntram      UA: 1894 – Weimar

  • Intermezzo      UA: 1924 – Dresden

  • Salome      UA: 1905 – Dresden