Kategoriearchiv: Feuilleton
Álvaret als Rigoletto
Der Premierenfluch ist gewichen Neu besetzt, erlebte Verdis Rigoletto mit Carlos Álvarez an der Staatsoper eine umjubelte Sternstunde. Mit Olga Peretyatko und Juan Diego Flórez. Der Schock der Premiere dieser Produktion sitzt den Wiener Opernfreunden noch in den Knochen. Nach gutem Beginn befiel den Titelhelden im zweiten Akt damals eine schwere In...
Clemens Krauss
Zur Ehrenrettung eines Maestros Auch wiederholte Attacken von notorischen Querulanten können künstlerische Exzellenz nicht aus der Interpretationsgeschichte tilgen. Nachdem notorische Querulanten nun schon seit Jahren das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, den gewiss besten Imagefaktor dieses Landes in der großen, weiten Welt, als eine Art ...
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Beethovens Neunte
Die Frage, wie der Götterfunken zünden kann Pablo Heras-Casado debütierte anlässlich der traditionellen Silvester- Aufführung von Beethovens Neunter am Pult der Wiener Symphoniker und gestaltete eine ebenso zügige wie klar strukturierte Wiedergabe. Pablo Heras-Casado ist einer der meistbeschäftigten Dirigenten der jüngeren Generation. Spanier des J...
Neujahr 2016
Dreivierteltakt zwischen Paris und Petersburg Mariss Jansons stand zum dritten Mal am 1. Jänner am Pult der Philharmoniker. In einem bunten Programm führte er das Orchester auf symphonisch-differenzierte Weise durch die vielfältigen Gefilde der Tanzmusik. Bei Mariss Jansons springt der Funke sofort über: Die Wiener Philharmoniker lieben ihn. Man hö...
Hänsel und Gretel
Als sich die Meistersinger im Wald verliefen Staatsoper. Erstmals seit der Wiedereröffnung im Haus am Ring: Engelbert Humperdincks "Hänsel und Gretel". Dank Christian Thielemann am Dirigentenpult und Regisseur Adrian Noble eine ganz und gar märchenhafte Wiederbegegnung.
Es klingt nach Richard Wagner - über weite Strecken ist es, als mündeten die r...
»Die Sache Makropulos«
Wer möchte 300 Jahre lang leben? Staatsoper. Erstmals im Haus am Ring: Leos Janaceks vorletzte Oper, »Die Sache Makropulos«, und die Frage, warum unsere Sterblichkeit wünschenswert ist. Peter Stein inszenierte das Werk detailversessen wie ein Tschechow-Stück.
Musiktheater, richtig verstanden: Ein Regisseur bringt ein exzellentes Sänger-Ensemble da...
Laura Aikin
Die rechte Frau für alle Extremfälle in der Oper Im Gespräch. Laura Aikin über die Partie der Emilia Marty, eine Figur, die skrupellos und über Leichen gehend durch die Jahrhunderte wandert. Eine der fesselndsten Aufgaben, die das jüngere Musiktheater für eine Sängerin bereithält. Es ist faszinierend", sagt Laura Aikin, nachdem sie versucht hat, einige Merkwürdigkeiten des Tschechischen zu schildern. "Es ist meine erste Erfahrung mit einer slawischen Sprache", fährt sie fort. Die zentrale Rolle in Leos Janaceks Oper "Die Sache Makropulos" markiert unter den vielen extremen Herausforderungen, die diese Künstlerin in ihrem reichen Musiktheaterleben schon angenommen hat, zumindest in sprachlicher Hinsicht ein Extrem.
Was die musikalischen Parameter betrifft, ist die Emilia Marty alias Elena ...
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War Goethe unmusikalisch?
FEUILLETON Das Genie Goethe: Malträtiert oder unmusikalisch? Der Dichterfürst hat mittelmäßige Talente einem Genie wie Schubert vorgezogen. Doch Mozart hat er verehrt. Eine Bestandsaufnahme nach Noten. Wer reitet so spät durch Nacht und Wind - diesen Rhythmus kann ja wohl nicht einmal verfehlen, wer Chinesisch als Muttersprache hat. Außerdem besteh...
Knappertsbusch
Das kommt von den Sch. . .proben" Gedenktag. Vor 50 Jahren starb der Dirigent Hans Knappertsbusch. Sein Name blieb das Synonym für den deutschen Kapellmeister. Erinnerung an einen großen Unangepassten.
Um ein deftiges Bonmot war er nie verlegen: "Das kommt von euren Sch. . .proben", soll er während eines Konzerts ausgerufen haben, als die eine Häl...