Kategoriearchiv: Feuilleton

Enescu in Salzburg

Der Boxer Oedipus Achim Freyer setzt den Figuren von Enescus „Œdipe“ antikisierend-fantastische Masken auf und schafft damit den stimmungsvollen Hintergrund für Christopher Maltmans grandiose Gestaltung eines Heroenschicksals. Wer George Enescus „Œdipe“ schon kannte, für den war der Erfolg dieser Festspielpremiere keine Überraschung: Das Werk gehör...

 

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Salzburg: Medea

Medeas Rosenkrieg und das Festspiel-Highlife Luigi Cherubini hat die antike Tragödie 1797 in eine Opera comique verwandelt. Regisseur Simon Stone passt diese nun im Großen Festspielhaus der Ästhetik und dem Anspruch zeitgenössischer TV-Serien an. Sage keiner, unsere Opernregisseure agierten willkürlich. Ihre Probleme haben sie schon von den Komponi...

 

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Salzburg: Idomeneo

Liebesspiele im Plastikmüll-Dekor Salzburger Festspiele. Teodor Currentzis will "Idomeneo" durch Beseitigung der Rezitative spannender machen. Doch sollte dann die Regie die Handlung verdeutlichen. Ob Peter Sellars das überhaupt versucht hat, ist nicht auszumachen. Und Rezitative«, ruft der Graf, wenn in Richard Strauss' Capriccio über die Oper dis...

 

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Ivan Eröd

Ein musikalischer Romantiker in unseren Tagen Nachruf. Zum Tod von Ivan Eröd, der als Schüler Zoltan Kodalys 1956 aus seiner ungarischen Heimat nach Österreich flüchtete und hier zu einem der gefragtesten Lehrer wurde. Seine Musik empfanden auch konservative Konzertabonnenten stets als höchst eingängig und liebenswert.

Romantik, gradlinige, an Dur und Moll orientierte Texturen - die Musik Ivan Eröds stellt man gern in die neo-tonale Ecke der sogenannten Postmoderne. Doch tut man dem Meister der Konstruktivität damit unrecht. Was sanftmütig und geradezu altvertraut klingt, nur mit einigen zeitgemäßen Ingredienzien gewürzt, basiert auf klug...

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Olga Bezsmertna

Singen zwischen Himmel und Erde Im Gespräch. Olga Bezsmertna, Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper, über ihre Karriere und Verdis Desdemona, die sie in der morgigen "Otello"-Premiere verkörpern wird.

Die Desdemona im neuen Wiener "Otello" zwischen Generalprobe und Premiere: "Zwei Tage kann ich jetzt Ruhe haben. Ich fühle mich ganz leer. Man kann und will in den Proben ja nicht ununterbrochen sparen. Wir haben wirklich alles gegeben." Verdi, so weiß die Sopranistin zu berichten, reißt seine Interpreten auch mit, wenn es nur um die Vorbereitung einer Aufführung geht. Olga Bezsmertna ist Mitglied des Ensembles der Staatsoper - und eine herausragende Sopranistin, die bedeutende Partien nicht nur im Repertoire, sondern auch bei Premieren interpretiert. Das erinnert ...

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Frau ohne Schatten

Auferstehung eines Opernmärchens Staatsoper. Christian Thielemann hat "Die Frau ohne Schatten" von Hofmannsthal und Strauss völlig ungekürzt einstudiert. Das als schwer verständlich geltende Werk hielt in der klaren Regie Vincent Huguets dank Glanzbesetzung alle in Atem. Opernpremieren von solchem musikalischen Zuschnitt verzeichnet die Chronik nur...

 

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