Alle Beiträge von sinkothekar
Regina Resnik
Knapp vor ihrem 91. Geburtstag starb eine Operndiva, die vom vielversprechenden Sopran zum weltweit gefeierten Mezzo geworden war. Aus einem armen Einwandererhaushalt gebürtig, wurde Regina Resnik zum Weltstar, zur gefeierten Carmen - und zuletzt zur Lehrerin und Regisseurin. Was bleibt von einer Opernlegende? In der Vorwoche starb, wenige Wochen vor ihrem 91. Geburtstag, Regina Resnik in ihrer Heimatstadt New York. Die Resnik war eine der bedeutendsten Gestalterinnen im Opernleben der Fünfziger- und Sechzigerjahre. Das wissen Kenner, doch lebt die "Legende Resnik" im Publikumsgedächtnis kaum in einer Stadt wie die mancher Kollegin. Denn die...
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Lorenzo da Ponte
Mozarts psychologischer Opernzwilling Am 17. August gilt es, des 175. Todestages von Lorenzo da Ponte zu gedenken. Ohne diesen Mann wäre das moderne Musiktheater garantiert um vieles zu spät gekommen. Lorenzo da Ponte, so hieß der Bischof von Ceneda. Ceneda war die Heimatgemeinde des Dichters gleichen Namens, der als Librettist dreier Mozart-Opern ...
Meisterkurse
Wer im Waldviertel musikalische Wurzeln schlägt . . . Jahrzehntelange Aufbauarbeit hat aus einem pädagogischen Versuch eine Institution werden lassen, die ihrem Namen alle Ehre macht. „Sehr lebhaft", hätte Robert Schumann einen Satz über schrieben, der von jenen Kollegen, die sich der althergebrachten italienischen Nomenklatur bedienen, als ,,Alleg...
Bayreuth
Wagners Adoptivkind heißt Christian Die Chancen stehen gut, daß die Bayreuther Festspiele fest in der Hand der Wagner-Familie und des Dirigenten Thielemann bleiben. Christian Thielemann ist unter den Dirigenten im Bayreuther Festspielhaus schon vertragsgemäß der Primus inter Pares. Wie die Dinge liegen, wird man dem Berliner Maestro demnächst noch ...
Salzburg
Wozu denn Festspiele? Salzburg. Wer über die Festspiele redet, redet über Geld. Die Gründerväter dachten an Europa. Festspiele in Salzburg – aus dem Österreich-Image, das weltweit verbreitet wird, ist die sommerliche musikalisch- theatralische Veranstaltungsakkumulation nicht mehr wegzudenken. Zahlenspiele rund um die Frage, wie viel diese Festspie...
Peter Minich
Sein Stimmfach hieß Charmeur Zum Tod des von Publikum und Kollegen geliebten Volksopern- Tenors, der in seinem Haus tausende Abende veredelt hat. 2700 Vorstellungen. Das schreibt sich leichthin. Doch sollte man kurz innehalten, um auszurechnen, was das in Lebenstagen, - monaten, in Lebensjahren bedeutet, die Peter Minich auf der Bühne seiner Volksoper stand. Das Haus war, wenn sein Name auf dem Programmzettel stand, garantiert voll, die Damen schmolzen dahin, die Herren wurden eifersüchtig. Und beides sprach für das Theatertemperament dieses Mannes. Minich war der Charmeur vom Dienst, Eisenstein, Danilo, „Graf von Luxemburg“, Mister Higgins u...
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Martin Winkler
Unser Mann in Bayreuth IMartin Winkler avancierte vom Volksopern-Alberich in der Loriot-Version des "Rings" zum echten Bayreuther Bühnenbösewicht. Der österreichische Bassbariton erzählt, wie er vom Knabenchor im vorarlbergischen Lochau in die große, weite Opernwelt - bis nach New York - kam.
Der Bösewicht kommt aus Wien. Oder genau genommen, aus Bregenz. Und noch genauer genommen, ist er so böse nicht. Martin Winkler, Ensemblemitglied der Wiener Volksoper und eben noch in der Loriot-Kurzvariante des "Rings des Nibelungen" als Alberich auf der Bühne, wird auch das Nibelungen-Original in der Neuinszenierung zu Richard Wagners 200. Geburtstag bei den Bayreuther Festspielen verkörpern. Das Wort verkörpern ist mit Bedacht gewählt, denn die Körperlichkeit, das Ganz-in-eine-Rolle-Schlüpfen, is...
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Unser Mann in Bayreuth
Der neue Festspiel-Alberich stammt aus Wien Im Gespräch. Martin Winkler avancierte vom Volksopern-Alberich in der Loriot- Version des ,,Rings" zum echten Bayreuther Bühnenbösewicht. Der österreichische Bassbariton erzählt, wie er vom Knabenchor im vorarlbergischen Lochau in die große, weite Opernwelt – bis nach New York – kam. Der Bösewicht kommt aus Wien. Oder genau genommen, aus Bregenz. Und noch genauer genommen, ist er so böse nicht. Martin Winkler, Ensemblemitglied der Wiener Volksoper und eben noch in der Loriot-Kurzvariante des ,,Rings des Nibelungen" als Alberich auf der Bühne, wird auch das Nibelungen-Original in der Neuinszenierung zu Richard Wagners 200. Geburtstag bei den Bayreuther Festspielen verkörpern. Das Wort verkörpern ist mit Bedacht gewählt, denn die Körperlichkeit, da...
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Bayreuth
Der neue ,,Ring": Castorfs Einjahresfliege? Bayreuther Geschichte(n). Zum 200. Geburtstag inszeniert das deutsche Theater- Enfant-terrible ab 26. Juli die Nibelungen- Tetralogie und mag nicht von einem ,,Jahrhundert-Ring", sondern eher von einem ,,Jahres-Ring" sprechen. Daß es nicht ohne Donner grollen abgehen würde, war klar: Frank Castorf ist sei...