Opernlektüre. Gregor Hauser hat die führenden „österreichischen Tenöre der Nachkriegszeit“ auf bemerkenswert dramatische Weise porträtiert.
Tenöre kommen aus Italien. Zumindest laut Klischee müsste das so sein. Dass die Muttersprache der allerberühmtesten Tenöre in der jüngeren Vergangenheit eher Spanisch als Italienisch war, steht auf einem anderen Blatt. Und auf noch ganz anderen Blättern, exakt auf den 254 Seiten eines neuen Buchs aus dem Wiener „Verlag der Apfel“, stehen die Namen und Lebensläufe von Tenören aus Österreich.
Sie sang. Und das genügte.
Unter Karajans Fittichen war die Sopranistin mit der Engelsstimme zum Weltstar geworden.
Nachruf vom 11. Februar 2020
»La Boheme« ist gewiss das Erste, was Opernfreunde mit dem Namen Mirella Freni assoziieren. Die Sopranistin mit der Engelsstimme aus Modena war für Generationen der Inbegriff der Mimi, deren Schicksal sie erlebbar zu machen wusste wie keine Zweite. Mit der legendären Doppelpremiere der bis heute geliebten Zeffirelli-Inszenierung des Werks - Herbert von Karajan dirigierte an der Mailänder Scala und an der Wiener Staatsoper - war die Weltkarriere der jungen Künstlerin gestartet.
Aus dem Dresdner Kreuzchor in die große Opernwelt
Nachruf. Peter Schreier, einer der führenden lyrischen Tenöre des 20. Jahrhunderts, starb 84-jährig am Stephanitag. Als Aushängeschild der Kulturpolitik der DDR war er dennoch herausragender Interpret geistlicher Oratorienliteratur, außerdem Meister des Liedes und internationaler Opernstar.
Wie viele Musikfreunde haben seine Stimme wohl in den vergangenen Tagen in einer seiner Aufnahmen von Bachs "Weihnachtsoratorium" gehört? Vielleicht gerade am Stephanitag, als die Meldung vom Tod des deutschen Tenors bekannt wurde . . .
Aufnahmen des "Weihnachtsoratoriums" dokumentieren Peter Schreiers kü...
Singen zwischen Himmel und Erde
Im Gespräch. Olga Bezsmertna, Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper, über ihre Karriere und Verdis Desdemona, die sie in der morgigen "Otello"-Premiere verkörpern wird.
Die Desdemona im neuen Wiener "Otello" zwischen Generalprobe und Premiere: "Zwei Tage kann ich jetzt Ruhe haben. Ich fühle mich ganz leer. Man kann und will in den Proben ja nicht ununterbrochen sparen. Wir haben wirklich alles gegeben." Verdi, so weiß die Sopranistin zu berichten, reißt seine Interpreten auch mit, wenn es nur um die Vorbereitung einer Aufführung geht.
Olga Bezsmertna ist Mitglied des Ensembles der Staatsoper - und eine herausragende Sopranistin, die bedeutende Partien nicht nur im Repertoire, sondern auch bei Premieren interpretiert. Das erinnert ...
Macht der Ton die Musik, oder doch der Gesang?
Vielleicht kommt es in der Oper doch nicht auf Einzeltöne an, sondern darauf, wie man sie miteinander verbindet.
Da kann ein Tenor "Ah si, ben mio" noch so schön gesungen haben, wenn er dreieinhalb Minuten später am Ende der "Stretta" das hohe C nicht singt, ist das Publikum enttäuscht. Vielleicht mac...