kam am 12. Oktober 1886 in Berlin zur Welt
In Berlin ausgebildet, debütierte die Sopranistin 1910an der Berliner Sommer-Oper als Elsa in Wagners »Lohengrin«. Engagements in Würzburg und Köln führten sie 1923 an die Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie bis 1939 war.
Schon in Köln hatte sie sich für Novitäten und Raritäten engageiert, sang in den Ur- und Erstaufführungen von Humperdincks »Königskinder« und Liszts »Die heilige Elisabeth«, aber auch dem »Der Rosenkavalier« von Richard Strauss.
In Wien war sie die Titelheldin in Franz Schmidts zweiter Oper, »Fredegundis«, die viel beachtet 1923 zur Uraufführung kam, aber auf Grund des dramaturgisch und sprachlich unzulänglichen Librettos trotz bedeutender Musik wieder von der Bühne verschwand. Bei denFestspielen von Salzburg war A...
Das XX. Jahrhundert hat zwei Sänger-Legenden hervorgebracht, die alle anderen überstrahlten. Die andere war Maria Callas.
Wir werden ihn nicht wieder hören ... Sie sind uns für immer verloren, diese einzige Tenorstimme, diese einzige Gesangsorganisation, diese einzige Spielbegabung. Ein ähnlicher Verein singulärer Veranlagunge...
Glucks »Orpheus«
Der Kastrat Gaetano Guadagni (1728–1792)
Guadagni war eine der prägenden Sänger-Gestalten seiner Zeit - und anders als die meisten seiner prominenten Kollegen spielte er eine entscheidende Rolle im Übergang vom brillanten - mehrheitlich sinnbefreiten, inhaltleer nur-virtuosen - Primadonnenwesen zur modernen, psychologisierenden Oper. In die Geschichte eingegangen ist der Kastrat, für den auch Händel in London etliche Partien komponierten, als erster Interpret des »Orfeo« von Christoph Willibald Gluck, dessen Uraufführung in Wien 1762 den Startschuß zu einer weitreichenden Opernreform gab.
In den 1760er und 1770er-Jahren war Guadagni ein Weltstar. Er stammte aus einer musikalischen Familie und war im Vergleich zu den meisten Interpreten von ungewöhnlicher Intellektualit...