Das verratene Meer
Österreichische Erstaufführung in Salzburg
29. August 2008
Von der Kälte unseres Äons
Das verratene Meer, in der Deutschen Oper Berlin 1990 uraufgeführt, war nicht die erfolgreichste Oper von Hans Werner Henze. Und doch ist sie irgendwie seine liebste, vielleicht, weil da - erstmals im reichhaltigen OEuvre - ein zeitgenössisches ...
STAATSOPER 2008
Ein Fest, nehmt alles nur in allem
DVD-Mitschnitt (Unitel)
Staatsoper. Grandios trotz Umbesetzungen: Christian Thielemann dirigierte erstmals die "Meistersinger" in Wien.
Auch wenn es sich um keine Premiere, sondern die Neueinstudierung einer 33 Jahre alten Inszenierung handelte und manche Besetzungsänderung in letzter Minute i...
Zum 50. Todestag des Operettenmeisters – Eine Würdigung im Zuge einer Rezension der Volksopern-Gala vom November 2007
20.11.2007
Und doch ein Unglücklicher
Benatzky in der Volksoper. Gäste, Publikumslieblinge, Ensemblemitglieder am Werk.
Im Oktober 1957 ist Ralph Benatzky gestorben, einer der erfolgreichsten Operetten- und Filmkomponisten der Geschichte – und doch ein Unglücklicher. Die Tantiemen für den Welterfolg namens „Das weiße Rössl“ strömten, mancher Schlager (von „Yes, Sir“ bis zum „Mädel, das nur eine Verkäuferin“ war) blieb unausgesetzt in den Wunschkonzerten. Doch wurmte den Komponisten, dass just das „Rössl“ mit Liedern anderer Komponisten angereichert wurde – und was er sonst schuf, das intime Genre Kammeroperette zum Beispiel, links liegen blieb.
Eine selbst von Karl Kraus geschätzte Diseuse war Benatzkys erste Ehefrau und Interpretin, eine hübsche Tänzerin die zweite – weshalb die erste, Josma Selim, an gebrochenem Herzen starb. „Kirschi“, die neue Flamme, war Jüdin, weshalb der Komponist – zum zweiten Mal in seiner Karriere – nach Amerika gehen musste, in ein Land, dessen Mentalität ihm fremd war und das seine Musik nicht so schätzte wie das Publikum in der Alten Welt.