Kategoriearchiv: Rezensionen
„Sylvia“
Der goldene Traum von einem Ballett Staatsoper. Mit seiner zweiten Eigenkreation schuf Manuel Legris das ideale Demonstrationsobjekt für die Perfektion und Ausdruckskraft seiner Compagnie: Nikisha Fogo ertanzte sich am Premierenabend den Status der Ersten Solotänzerin.
Gewiss, man wird Ausstatterin Luisa Spinatelli nicht den Vorwurf ersparen, ...
Les Troyens
Stille Seelenlaute und große Gefühle Staatsoper. Ehrenrettung für Hector Berlioz' "Les Troyens", ein Werk, das zu des Komponisten Zeiten als unspielbar galt und dessen enormen Anforderungen heute das Ensemble des Hauses am Ring mit nur drei Gästen fulminant gerecht wird.
Der große, unverlierbare Theatermoment kam knapp vor Schluss: Königin Dido, ...
Musik-Uni
Die Jugend beweist, wie wenig Regie Oper braucht Konzerthaus. Studenten der MUK-Uni und Musiker der Prokopp-Stiftung brillierten mit Mozarts "Clemenza di Tito".
Wie wenig es zu einer stimmigen, fesselnden Opernaufführung braucht, demonstrierten Studierende des Wiener Konservatoriums (jetzt Universität MUK) und der Angelika-Prokopp-Sommerakademie ...
Neuenfels : Pique Dame
Salzburger Festspiele. Der Regietheater-Ahnvater kehrte zurück, um Tschaikowskys "Pique Dame" recht harmlos zu bebildern. Das Publikum feierte an dem stimmlich wenig glanzvollen Opernabend die Philharmoniker und Mariss Jansons. Das hat manchen Besucher im Vorfeld irritiert: Regietheater-Pionier Hans Neuenfels kehrte zurück und inszenierte bei den S...
Die Bassariden
Salzburger Zweitversuch mit einem Meisterwerk Hans Werner Henzes Antiken-Tragödie »Die Bassariden«, 1966 bei den Festspielen uraufgeführt, wird beim Zweitversuch 2018 von der Regie auf TV-Krimi-Niveau reduziert. August 2018 Die Wiederaufführung einer Oper des XX. Jahrhunderts in konzertanter Form sei in Regietheater-Zeiten wie diesen sinnvoller als...
Salome – Grigorian
Kein Schleiertanz, dafür ein Pferdeschädel Salzburger Festspiele. Die Musik von Richard Strauss schimmert und strahlt im Spiel der Philharmoniker unter Franz Welser-Möst. Das Stück "Salome" bleibt im kargen Bilderfluss Romeo Castelluccis in der Felsenreitschule auf der Strecke.
Etwas Ratlosigkeit zuletzt, Applaus hebt an und flaut wieder ab - soll...
Lohengrin in Bayreuth
Einspringer Piotr Beczala triumphierte als Belcanto-Lohengrin, Christian Thielemann absolvierte sein zehntes und letztes Debüt auf dem Grünen Hügel, und das Publikum rätselte über Yuval Sharons Regie-Ideen. Der Gral blitzt im Umspannwerk Es war selbstverständlich der Abend von Christian Thielemann. Zehn seiner Musikdramen hat Richard Wagner für sei...
Einems »Dantons Tod« wieder in Wien
Andre Cheniers rhythmischer Bruder

Staatsoper. Gottfried von Einems jugendliche Genieprobe, die Büchner-Oper "Dantons Tod", kehrte zum 100. Geburtstag des Komponisten zurück. Das ist ein effektsicheres Repertoirestück, in dem endlich auch der Chor eine Hauptrolle spielt.

Es ist ein großer Abend des Chors. Zu Recht bekamen die Damen und Herren des singenden Personals der Staatsoper nach dieser Premiere ihre »Solovorhänge«. Nicht viele Opern integrieren die Vox populi so zwingend in die Handlung wie Gottfried von Einems »Dantons Tod«. Wer einen Chor hat, der sich – unterstützt von einer exquisiten Komparserie – mit der Spiellaune einer Ballettcompagnie darauf einlässt, der es versteht, seinen Part mit Durchschlagskraft und Differenzierungskunst zu einer Hauptrolle zu machen, hat schon gewonnen.
Ariadne auf Naxos
Auftakt der Strauss-Tage Das kleine »Festival« der Staatsoper begann mit einer feinsinnigen Aufführung der »Ariadne auf Naxos«. Spannende Haus- und Rollendebüts gibt es bei den Richard-Strauss-Tagen der Staatsoper. Zum Einstand stand Sven-Eric Bechtolfs Produktion der "Ariadne auf Naxos" wieder auf dem Programm. Lise Davidsen präsentierte sich dem ...