Kategoriearchiv: Feuilleton

Gogo no eiko

Das verratene Meer Österreichische Erstaufführung in Salzburg 29. August 2008 Von der Kälte unseres Äons Das verratene Meer, in der Deutschen Oper Berlin 1990 uraufgeführt, war nicht die erfolgreichste Oper von Hans Werner Henze. Und doch ist sie irgendwie seine liebste, vielleicht, weil da - erstmals im reichhaltigen OEuvre - ein zeitgenössisches ...

 

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Horst Stein

Charakterkopf und Mann zwingender Gesten Zum Tod des bedeutenden Opernkapellmeisters Horst Stein, der 80-jährig in Genf starb. Seine Erscheinung war von rarer Prägnanz: Kein großer, charismatischer Maestro mit eleganter Zeichensprache, eher gedrungen und mit dem charakteristischen runden Kopf waltete er mit eigenwillig tremolierenden, doch eindeutigen Bewegungen am Pult. Wenn er dasaß, war ein reibungsloser Ablauf auch der kompliziertesten Partitur garantiert. Enorme Spannweite des Repertoires Ob "Don Giovanni" oder "Die Walküre", ob "Elektra" oder "Wozzeck", Horst Stein beherrschte das Opernrepertoire wie seine Westentasche. Mehr als 500 Mal...

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Günter Pichler 2008

Abschied von einem Welt-Ensemble Alban Berg Quartett. Gespräch mit Primgeiger Günter Pichler, der das legendäre Ensemble mitbegründete und dieser Tage auf die unwiderruflich letzte Tournee führt.

Eine Ära geht zu Ende. Die letzten Wiener Auftritte des Alban Berg Quartetts sind Geschichte. Anfang der Siebzigerjahre gegründet, hatte das Ensemble bald Epitheta wie "bestes Streichquartett der Welt" geerntet. Nach zwei Wechseln in den Mittelstimmen hieß die Besetzung seit 1981 Günter Pichler (Violine 1), Gerhard Schulz (Violine 2), Thomas Kakuska (Bratsche) und Valentin Erben (Cello). Konzertzyklen in aller Welt setzten Standards in Sachen Klassiker-Interpretation ebenso wie in den konsequent aufgenommenen Werken der musikalischen Moderne. Von den Begegnungen mit den führenden Komponisten de...

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Daniela Fally

Kein Leben ohne Bühne! Daniela Fally. Die Sopranistin vor der heutigen Volksopernpremiere, Rossinis "Barbier von Sevilla", im Gespräch über ihren bemerkenswerten Karrierestart.

Für's Wiener Musikleben hat sie Franz Welser-Möst, der künftige Generalmusikdirektor der Staatsoper, entdeckt - bei den Operettenfestspielen Bad Ischl. "Es ging die Mär", erinnert sich Daniela Fally, "dass er da ist. Dann ging aber auch die Mär, er sei in der Pause schon wieder gegangen. Und dann, viel später, kam die Einladung zum Vorsingen." Was die Sopranistin selber kaum glauben konnte, trat ein: Über Nacht war sie zur Premierenbesetzung der Fiakermilli in Richard Strauss' "Arabella" geworden - und damit zum Begriff für viele Musikfreunde. Denn der Auftritt, den die junge Künstlerin in dieser kurzen, aber aufse...

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Peter Matic

DER SCHAUSPIELE ÜBER VOLKSOPERN-PLÄNE Ja, hätte ich eine Tenorstimme gehabt!"

Schauspieler von Rang werde er beschäftigen, so verkündete Robert Meyer bei Antritt seines Amtes als Volksoperndirektor. Liest man die Besetzungsliste der heutigen Premiere der Neueinstudierung von Robert Herzls "Ma Fair Lady"-Inszenierung, dann schlägt das Herz des Schauspielfreundes tatsächlich höher: Senkrechtstarterin Katherina Straßer findet sich bei ihrem Debüt als Eliza Doolittle inmitten eines Ensembles, das man beim Film als "All Star Cast" bezeichnen würde: Louise Martini gibt die Mrs. Higgins, Herbert Föttinger den Henry Higgins, Meyer selbst spielt den Alfred P. Doolittle und als Pickering ist Peter Matic angesetzt, der sich im Gespräch schon sehr auf die neue Aufgabe freut. Einen Oberst zu mimen wi...

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Iano Tamar

»Vor allem: Sie ist Georgierin!« Iano Tamar. Wiens neue Medea vor der Premiere im Theater an der Wien im Gespräch.

Mein Lehrer", sagt sie, "hat mir gleich gesagt: ,Du wirst eine große Sängerin'." Die Karriere begann denn auch nicht irgendwo in der sogenannten Provinz. Nach einem fulminanten Debüt beim Rossini-Festival in Pesaro wurde Riccardo Muti auf die junge Frau aus Georgien aufmerksam und holte sie - die an die professorale Prophezeiung gar nicht glauben wollte - an die Mailänder Scala. Der Erfolg der neuen Lady Macbeth in Verdis düster-kühner Shakespeare-Vertonung war durchschlagend. Tamar sang bald an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt. An der Wiener Staatsoper war sie vor allem die Königin Elisabeth in der fünfaktigen Version von Verdis "Don Carlos". Die in ein seelisches Fia...

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Robert Meyer 2008

»Ist ein Schauspieler krank, krächzt er« Robert Meyer im Gespräch. Der Volksopernchef über die Unterschiede zwischen dem Sprechtheater und der Oper, die speziellen Probleme eines Operettenhauses und seine Bilanz nach einem halben Jahr Direktorendaseins.

Na, gut geht's mir", sagt Robert Meyer mit gewohntem Bühnenelan und nach theatralischer Pause auf die Frage, wie er sich nach dem ersten Halbjahr seiner Zeit als Direktor der Wiener Volksoper fühle. "Es ist", ergänzt er, gleich wieder direktorial zurückgenommen, "eine Freude, wenn man sieht, wie die Auslastung steigt - was sich logischerweise auch auf die Einnahmen auswirkt! Das Wichtigste für mich ist aber, dass sich das Publikum begeistern kann. Ich bin vor der Vorstellung oft im Foyer und werde natürlich angesprochen. Ich glaube, dass a...

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