Kategoriearchiv: Feuilleton
Maria Callas
1923 - 1977
DER CALLAS-KALENDER SCHALLPLATTEN-DIVA
Die Primadonna assoluta Sie war die Tochter eines griechischen Apothekers und kam in New York zur Welt. Eigentlich hieß sie Maria Anna Cecilia Sophia Kalogeropoulos.Als sie 13 war, ging die Familie nach Griechenland zurück. Ihre erste Gesanglehrerin war Maria Trivella, danach und als Vertraue...
Ettore BASTIANINI
1922 - 1967 Einer der prägenden Baritone der Nachkriegsära. Bastinini hatte im Baß-Fach debütiert id auch sein Debüt an der Mailänder Scala gegeben: 1948 sang er den Tiresias in der Erstaufführung von Igor Strawinskys Oedipus Rex.Nach einer kurzen Lehrzeit bei Rucciana Betarini stellte er sich 1951 in Bologna erstmals als Bariton vor. Innerhalb wen...
Arthur Grumiaux

1921 - 1986
Ein Mann fürs Grobe war er nie. Der flämische Geiger, der seine erste Geige vom Großpapa erhalten hatte und der, statt eine Wunderkindkarriere zu starten, mit sechs ein solides Musikstudium begann, galt vor allem als dezenter Meister, der mit Geschmack und Stilgefühl agierte. Zwar verfügte er über eminente Virtuosität, aber er stellte sie niemals zur Schau, arbeitet eher mit Understatement - und vor allem: er stellte sie grundsätzlich in den Dienst des großen Ganzen. Wo die Kollegen gern Kraft und Verve walten lassen, wirkt Grumiaux meist besonnen, oft sogar zurückhaltend.
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Phyllis Curtin
Geboren am 3. Dezember 1921 im amerikanischen Clarksburg (West-Virginia) als Phyllis Smith, studierte sie am Wellesley College, bei OlgaAvierino und bei Boris Goldovsky in Boston und debütierte 1946 als Tatjana in Tschaikowskys »Eugen Onegin« bei derNew England Opera Company.
Curtin wurde vor allem als Interpretin Neuer und zeitgenössischer Musik bekannt. Legendär ihre Aufnahme der »Wozzeck«-Bruchstücke von Alban Berg unter Erich Leinsdorf. In den Fünfzigerjahren sang sie Jahr für Jahr (später hie und da noch als Gast bis 1976) in der New York City Opera, wo unter anderem die Uraufführung von Carlisle Floyds Opern »Susannah« (1956) und »The Passion of Jonathan Wade« (1962) ganz auf sie zugeschnitten waren.
Curtin sang auch in der amerikanischen Erstaufführung von Gottfried von E...
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Inge Borkh
1921- 2018
Fast ein halbes Jahrhundert war Inge Borkh nicht mehr auf der Opernbühne gestanden, als sie im August 2018 im Alter von 97 Jahren starb. Mehr als eine Generation von Musikfreunden konnte schon damals nur auf Tonaufnahmen zurückgreifen, um halbwegs ermessen zu können, worauf der Weltruhm dieser Künstlerin basierte. Borkh war offenkundig ein Phänomen, das sich mit musikalischen Vokabeln nicht annähernd umschreiben läßt. Sie muß auf der Bühne von umwerfender darstellerischer Überzeugungskraft gewesen sein. Anders ist kaum zu erklären, daß nach ihrem Debüt als Salome an der New Yorker Metropolitan Opera der Eiserne Vorhang wieder hochgezogen werden mußte. Das Publikum jubelte lang weiter. Eine Bühnenfigur von außerordentlichem Rang also, eine, die durch schiere Präsenz auf der Sz...
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Die Salzburger Festspiele
Kleine (Intrigen-)Geschichte Alljährlich verlagert sich zur Sommerszeit der österreichische Hochkultur-Schwerpunkt an die Salzach. Anlaß zu vielerlei ästhetischen, politischen und historischen Überlegungen. Zunächst ein kleiner geschichtlicher Abriß:
1. Wie es zuFestspielen kam 2. Zwischen Kunst-Blüteund Pleite 3. Die Festspielewerden politisch 4....
Géza Anda
1921 - 1976 In Budapest geboren und in den Klassen Ernst von Dohnányis und Zoltán Kodálys ausgebildet, ließ sich der Pianist 1942 in Zürich nieder. Im Alter von 19 Jahren hatte unter Willem Mengelberg sein Debüt mit Orchester gefeiert.Als Nachfolger von Edwin Fischer leitete Anda ab 1959 die Meisterkurse am Konservatorium von Luzern, ehe er 1969 eine Professur in Zürich übernahm.
Weltberühmt wurde Anda dank seiner Aufnahme des langsamen Satzes aus Mozarts Klavierkonzert in C-Dur, KV 467, für den Soundtrack des Films Elvira Madigan. Der Filmtitel wurde nicht für Andas Aufnahmen auf unzähligen Schallplattencovers mit Aufnahmen dieses Werks in den Siebzigerjahren verwendet und sorgte für reißenden Absatz. Viel beachtet wurde danach die erste Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte Mozarts...
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Arturo Benedetti-Michelangeli
1920 - 1995 Der Mann mit dem glasklaren, ebenmäßigen Anschlag - Benedetti-Michelangeli wurde in Brescia als Sohn eines Pianisten-Ehepaares geboren und wollte Geiger werden. Bronislav Hubermann war sein Vorbild.Eine Verletzung zwang ihn zum Wechsel ans Klavier.
WETTBEWERBS-SIEG IN GENF 1939 gewann Benedetti-Michelangeli den Klavierwettbewerb in Genf. Jurymitglied Alfred Cortot nannte den jungen Kollegen einen »neuen Liszt«. Doch der Ausbruch des Kriegs verhinderte zunächst die sich anbahnende Welt-Karriere.In Deutschland kam es aber zu aufsehenerregenden Debüts, etwa 1943 bei den Berliner Philharmonikern unter Ernest Ansermet.Mit seinem ersten Aufreten in London, 1946, war Benedetti-Michelangeli ein gemachter Mann. Er galt als scheu und zurückgezogen, arbeitete besessen an seiner legendäre...
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Lisa della Casa
1919 - 2012
»Arabellissima«
Bezaubernd war alles an dieser Künstlerin, da waren sich Publikum und Kritik sogleich einig: Sie sah nicht nur blendend aus, sondern verfügte über alle stimmlichen Mittel, strahlenden Glanz musikalisch zu vermitteln. Ihr Sopran konnte herrlich aufblühen, sich aber auch mit einem melancholischen Schleier bedecken, wenn der Ausdruck das gerade erforderte. Die Fin-de-siècle-Stimmung, wie sie Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss so unvergleichlich zu beschwören wußten, fand in Lisa della Casas Gestaltungsvermögen den kongenialen Ausdruck.
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