Kategoriearchiv: Feuilleton

»Salomé«

→ über »Salome« von R. Strauss Oscar Wilde

übersetzt von Hedwig Lachmann in der Fassung von Richard Strauss

Eine große Terrasse im Palast des Herodes, die an den Bankettsaal stößt. Einige Soldaten lehnen sich über die Brüstung. Rechts eine mächtige Treppe, links im Hintergrund eine alte Zisterne mit einer Einfassung aus grüner Bronze. Der Mond sc...

 

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Grigorij Ginzburg

1904-1961

Einer der herausragenden Pianisten der Sowjetunion in der Generation eines Emil Gileles und Swjatoslaw Richter, aber im Westen weitaus weniger bekannt, denn Ginzburg zählte zu jenen Musikern, die zwar hie und da ausreisen durften, um auf Tournee zu gehen, die im wesentlichen aber in ihrer Heimat blieben, um zu konzertieren und – vor allem – zu unterrichten.

Kenner schätzen Ginzburg nicht zuletzt, weil sein Repertoire auch Musik der Wiener Klassik und insbesondere Mozarts umfaßte, das er mit mehr Fantasie und Feingefühl behandelte als die meisten seiner russischen Kollegen. Überdies war Ginzburg ein glänzender Arrangeur, der nicht nur die hochvirtuosen Paraphrasen von Liszt oder Godowsky beherrschte, sondern selbst raffinierte Kavierbearbeitungen berühmter Kompositionen anfertigte und mit spürbarer Freude in seinen Konzerten spielte

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Luigi Dallpiccola

1904 - 1975 Luigi Dallapiccola war der Sohn eines Schuldirektors im damals österreichischen Istrien. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs und dem Wechsel der Italienier auf die Seite der Westmächte, wurde die Familie als »politisch unzuverlässig« nach Graz abgeschoben. Der Halbwüchsige erlebte im Grazer Opernhaus Wagners Fliegenden Holländer, eine Vorstellung, deren Eindruck in ihm den Entschluß reifen ließ, Komponisten zu werden.

Vom italienischen Faschismus war Dallapiccola, der nach dem Krieg ins nun italienische Triest zurückkehrte, zunächst gefesselt - sein Wandel zum Humanismus spiegelt sich gut im ersten seiner großen Musiktheaterwerke, → Volo di Notte (»Nachtflug«), einem Stück, das durchaus auch Elemente der Verherrlichung der Maschine und des Fortschritts nach faschist...

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Gregor Piatigorsky

1903 - 1976 Zäher Wille zeichnete diesen Musiker ebenso aus wie technische Perfektion und höchste Musikalität: Piatigorsky war sieben als er sein erstes Cello erhielt und acht als er die Aufnahmsprüfung ans Moskauer Konservatorium schaffte. Er spielte in Bars und Kaffeehäusern, um seinen Unterhalt zu verdienen, raß nach einem Streit mit seinem Vater im alter von 15 Jahren von zu Hause aus, um nach kurzer Zeit des Vagabundierens zum Solocellisten des Moskauer Bolschoitheaters zu avancieren.

Doch behagte ihm das Leben im postrevolutionären Rußland wenig. Piatigorsky flüchtete erneut und brachte sich in Berlin einige Zeit als Obdachloser durch, um das Probespiel für die Position des Solocellisten bei Wilhelm Furtwänglers Berliner Philharmonikern zu schaffen! Das eminente Können dieses Musike...

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Boris Blacher

1903 - 1975

AUFNAHMEN

Ein kuriose Biographie wie diese gibt es kein zweites Mal in der Musikgeschichte.

Boris Blacher kam als Sohn eines deutsch-baltischen Bank-Kaufmanns in der mandschurischen Hafenstadt Niuzhuang zur Welt. Seine gesamte Kindheit und Jugend verbrachte er (weit) östlich des Ural, im sibirischen Irkutsk oder in Harbin im Nordosten Chinas. Seine Schulbildung erhielt er auf Englisch, Deutsch, Italienisch oder Russisch, je nach Aufenthaltsort der Familie. Auch Chinesisch gehörte zu Blachers Sprachen. PUCCINIS »TOSCA« ORCHESTRIERT Musikalisch bestand sein Grundstock in Klavier- und Geigenspiel, im übrigen interessierte er sich brennend für das Theater. Da es in Harbin zwar Opernhaus gab, aber nicht genügend Aufführungsmaerial, übte sich er 16-jährige Blacher darin, Werke ...

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Vladimir Horowitz

1903 - 1989 Ein Jude aus Berditschew - das bedeutete im antisemtischen Jargon Rußlands den Ton der tiefsten Verachtung. Wladimir Horowitz hat immer behauptet, in Kiew geboren worden zu sein. Nachforschungen haben ergeben: Er stammt aus einer russischen Enklave in der unbedeutenden ukrainischen Stadt Berditschew - von dort wollte niemand herkommen...

Biographische Daten

1903     Geboren am 1. Oktober.

Mutter Amateurpianistin Vater Elektrotechniker. Schwester Regina (1900-84) wird ebenfalls Pianistin

Vladimir spielt bereits im Kindesalter mit Vorliebe Opernklavierauszüge und kann Symphonien, die er nur einmal gehört hat, am Klavier sofort nachspielen.

1912      Studium am Konservatorium Kiew

Wichtigster Lehrer wird Felix Blumenfeld. Interesse ...

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Rudolf Serkin

(1903 - 1991) 

Über mich muß man nicht schreiben,meinte Rudolf Serkin einmal, als man ihn nach seinen Memoiren fragte. Das einzige, was ich je gemacht habe, war: üben, üben, üben.

Seinen Beruf hat er ernst genommen, schon als er noch im kindlichen Alter über das Klavierspielen nachdachte:

Musik verschönert das LebenIhre Theorie ist wic...

 

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CLaudio ARRAU

* 1903 + 1991 Der aus Chile gebürtige Pianist Claudio Arrau, der als Wunderkind schon früher Noten als Bücher lesenkonnte, war pianistisch ein Sproß der deutschen Klavierschule. Ausgebildet beim Liszt-Schüler Martin Krause am Stern'schen Konservatorium in Berlin, gewann er den Ibach-Preis und den Genfer Grand prix international des pianistes.Schon ...

 

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Theodor Wiesengrund ADORNO

1903 - 1969 Als Philosoph eine der prägenden Figuren der Achtzundsechziger-Ära, übte der Kompositionsschüler Alban Bergs einen unheilvollen Einfluß auf die Musikgeschichtsschreibung und die Ästhetik der Neuen Musik nach 1945 aus. Adorno wetterte gegen alle seiner Meinung nach gegen jede musikalische Regung, die den Errungenschaften der sogenannten ...

 

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Emanuel Feuermann

1902 - 1942

Was für ein großer Künstler Emanuel Feuermann doch war! Sein früher Tod war ein großer Verlust für die Musik.

Pau Casals

Der berühmteste Cellist der Welt, Casals, hatte in den Ohren seiner Zeitgenossen lediglich einen wirklichen Konkurrenten. Ein englischer Kritiker formulierte es Anno 1938 so:

I do not think there can any longer be doubt that Feuermann is the greatest living cellist, Casals alone excepted...In Feuermann we have a spectacular virtuosic artist of the front rank, the Wieniawski, shall I say, of the cello.

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