Kategoriearchiv: Interviews, Portraits

Maurice André

Zu Zeiten der vielleicht berühmteste "klassische" Trompeter der Welt. André studierte am Pariser Conservatoire und war Solotrompeter der Concerts Lamoureux der Opéra Comique in Paris. Vor allem die Bach-Aufnahmen unter der Leitung von Karl Richter mit dem Münchner Bach Orchester wurden berühmt

Mit Herbert von Karajan nahm André einige der beliebtesten klassischen Trompetenkonzerte jenseits von Haydn auf.

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Dmitri Bashkirov

1931 - 2021

Von Dmitri Bashkirov wissen interessierte Musikfreunde, daß er eine der großen Lehrerpersönlichkeiten der zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts war und Pianisten wie Arkadi Volodos oder Alexander Demidenko ausgebildet hat. Daß er selbst ein herausragender Gestalter war, haben die wenigsten Musikfreunde live erfahren können. Zu Zeiten der Sowjetunion waren die Reisemöglichkeiten für diesen Künstler äußerst eingeschränkt. Und auch danach hat er sich rar gemacht.

Viel mehr als 20, vielleicht 30 Konzerte hat kaum pro Jahr gegeben. Wenn er kam, reagierte das Publikum stets enthusiasmiert - wie bei seinen Wiener Live-Auftritten Anfang der Neunzigerjahre. Konzert 1993 Konzert 1994 Goldenweisers Nachfolger Immerhin hatte der 24-Jährige den Marguérite-Long-Wettbewerb in Genf ge...

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Barry Tuckwell

Hornist

1931 - 2020

Neben Denis Brain war der Australier Barry Tuckwell vermutlich der berühmteste Hornist des XX. Jahrhunderts. Die Liebe zur Musik hatte er schon als Mitglied eines Kinderchors entdeckt. Das Klavierspiel aber befriedigte ihn damals nicht. Nach einem Versuch mit der Geige begann er 13-jährig Horn zu spielen.Mit diesem Instrument verband ihn, wie er oft sagte, »vom ersten Moment an eine Liebesbeziehung«.

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Fritz Wunderlich

Bildnis-Arie (Zauberflöte) Fritz Wunderlich (Carl Schuricht)

Ja, nun laß das Schicksal wüten (Zaide) Fritz Wunderlich

Mein Sohn, sei Allahs Frieden (Barbier von Bagdad) Fritz Wunderlich, Kurt Böhme

Lied des Veit (Undine) Fritz Wunderlich

Man wird ja einmal nur geboren (Waffenschmied) Fritz Wunderlich

War einst ein junger Springinsfeld (Waffenschmied) Fritz Wunderlich

Lug, Dursel ... Zu Straßburg (Kuhreigen) Fritz Wunderlich

Beschlossen Ist...

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Karlheinz Zöller

Flötist (1928 - 2005)

Karlheinz Zöller war während der Sechzigerjahre der Solo-Flötist der Berliner Philharmoniker und prägte mit seinem unverwechlbaren Ton den Klang vieler früher Aufnahmen des Orchesters unter Herbert von Karajans Leitung. Mit seinem Orchester und dem prominentesten Harfenisten jener Ära, Nicanor Zabaleta, geht Zoeller ins Studio, um Mozarts Konzert für Flöte und Harfe aufzunehmen, dirigiert von Ernst Märzendorfer dessen energischer Zugriff der Aufnahme bis heute Kultstatus sichert - nach wie vor eine der erfrischendsten Klassiker-Interpretationen im Katalog.

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Cathy Berberian

1928 - 1983

Legendäre Wergo-Produktion mit der Sängerin

Sie war zunächst einmal eine begnadete Schauspielerin, ausgebildet an der Columbia University, New York, die dann auch Tanz, sowie in Mailand und Paris Gesang studierte.Ihr Bühnentemperament und ihr interpretatorisches Talent sicherte vor allem Werken der musikalischen Avantgarde mediale Beachtung.Berberian war dabei, als Henri Pousseurs Votre Faust erstmals über die Bühne ging. Sie brachte John Cages Aria, und Sylvano Bussotti Voix de femme und La passion selon Sade zur Uraufführung.

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Franz Bauer- Theußl

1928 - 2010

Ein wienerischer Kapellmeister und Wissender des Musiktheaters, der allein an der Volksoper 3000 Mal dirigiert hat. DIE PRESSE, 2010 Er konnte furchtbar böse dreinschauen und dabei in scheinbar mürrischem Redefluss eine so hintergründig witzige Bemerkung machen, daß eine ganze Abendgesellschaft in spontanes Gelächter ausbrechen mußte. Dann hat er fast unmerklich in sich hinein gelächelt: Diese Pose konnte mancher Wiener Musikfreund bei Franz Bauer-Theußl auch beobachten, wenn er am Dirigentenpult stand und einem Sänger gerade eine Passage besonders gut gelungen war - sonst blieb er beim „Pokerface”, denn er wußte, wie viele Asse der Komponist seinen Interpreten jeweils in die Ärmel gesteckt hatte; und er freute sich, wenn eines souverän ausgespielt wurde.

SOUVERÄN IM REPERTOI...

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Byron Janis

Eine Pianistenlegende aus den USA mit russischen Wurzeln. Geboren als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer in der Nähe von Pittsburgh/Pennsylvania, wurde Janis von Landsleuten ausgebildet: Sein erster Lehrer stammte aus Moskau, sein größter Förderer wurde Wladimir Horowitz, der ihn nach einem Konzert unter seine Fittiche nahm, das Janis in Pittsburgh unter der Leitung des damals 14-jährigen Dirigier-Wunderkinds Lorin Maazel gab.

Zu Grundsteinen von Janis' Ruhm wurden seine Tourneen in die Sowjetunion Anfang der Sechzigerjahre, die Furore machten ...

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Ida Haendel

1928 - 2020

Ein reiches Erbean Aufnahmen(documents)

Aus Polen gebürtig, war Ida Haendel eine Meisterschülerin von Carl Flesch und George Enescu. Ihre Familie erkannte die Zeichen der Zeit früh genug: 1936 verließen die Haendels ihre polnische Heimat in Richtung Paris, um später in die Neue Welt zu fliehen: Von Kanada aus eroberte Ida Haendel buchstäblich die gesamte Musikwelt.

Selbst Jean Sibelius schwärmte von der → Interpretation seines Violinkonzerts durch die sensible Virtuosin.

Die → Live-Aufnahme des Sibelius-Konzerts unter Karel Ancerl gehört tatsächlich zu den besonderen Einspielungen dieses Stücks, vor allem im völlig unsentimental gespielten Mittelsatz eher die gern überhörten »modernen« Aspekte als die Romantik betonend: Schon das scharf geschliffene, rhythmisch...

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Martin Lovett

Der Cellist des Amadeus-Quartetts Martin Lovett war so etwas wie der Lordsiegelbewahrer der großen europäischen Streichquartettkultur. Der Cellist war der einzige Nicht-Wiener im legendären Amadeus-Quartett, das im Internierungslager für »Enemy Aliens« im englischen Exil zueinander gefunden hatte: Vierzig Jahre lang konnte sich das Spiel von Norbert Brainin, Siegmund Nissel und Peter Schidlof über dem profunden Cellofundament Lovetts frei und partnerschaftlich entfalten.

Seit ihrem Debüt in der Londoner Wigmore Hall, 1948, feierte die Welt die Symbiose dieser vier Musiker, die – wiewohl aufgrund der Grausamkeiten der Zeitläufte in London basiert – die Feinsinnigkeit und Geschmeidigkeit der von Ignaz Schuppanzighs Zeiten ererbten wienerischen Spielkultur auf professionellstem Niveau hochhi...

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