Kategoriearchiv: Interviews, Portraits

Albrecht Mayer

Oboist, * 1965

Der Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker hat es geschafft, international auch als Solist begehrt zu sein. Auf der Onlineplattform der Berliner Philharmoniker (digitalconcerthall.de) findet sich der Livemitschnitte einer fantastischen Aufführung des Oboenkonzerts von Richard Strauss, wobei ihm seine Kollegen unter Christian Thielemanns behutsamer Führung einen zauberisch-schönen Klangteppich bereiteten. Das Strauss-Konzert hat Mayer mit den Bamberger Symphoniker unter Jakob Hrůša auch für CD eingespielt. (DG)

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Guarneri String Quartet

(1964 - 2009)

  • 1. Vl. Arnold Steinhardt.
  • 2. Vl. John Dalley.
  • Br.: Michael Tree.
  • Vc.: David Soyer
    • Peter Wiley (ab 2000)

Das Guarneri-Quartett ist eine Gründung des Kammermusik-Festivals von Marlboro. Arnold Steinhardt war damals Konzertmeister des Cleveland Orchestra und als Solist beim Festival tätig, Sekundgeiger John Dalley Mitglied des Oberlin-Quartetts. Auch Michael Tree und David Soyer waren zuvor in kammermusikalischen Ensembles tätig. Von seiner Gründung an musizierte das Guarneri-Quartett live und im Plattenstudio immer wieder mit dem Pianistn Artur Rubinstein. In New York werden die Musiker zu einer Art Haus-Quartett in Carnegie Hall, wo sie ab 1975 einen eigenen Konzertzyklus bestreiten.

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Laura Aikin

Laura Aikin (c Agentur Machreich)

Drei Gespräche mit der amerikanischen Sopranistin, die als Spezialistin für die gefährlichsten Sopranrollen im jüngeren Opernrepertoire gilt und in Österreich sowohl bei den Salzburger Festspielen als auch in Wien des öfteren die Kohlen aus dem Feuer geholt hat.

Die Frau für heikle Einsätze

Mozart in Salzburg Die quirlige Sopranistin, → über die Frage, wie man in eine verrückte Salzburger »Entführung« einspringt und moderne Opern zum Erfolg macht. Lulus Rückkehr 2012 kehrte Laura Aikin nach längerer Abwesenheit wieder einmal nach Wien zurück. Natürlich in einer Aufführung der »Lulu-Suite« von Alban Berg. Im → Gespräch deutet sie bereits an, wohin die Reise künftig gehen könnte. Vor der Premiere von»Die Sache Makropulos« Jänner 2015. → Laura Aikin über ...

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John Mark Ainsley

Geboren am 9. Juli 1963 Crewe in der englischen Grafschaft Cheshire, studierte an der Oxford University und verdiente sich die ersten Sporen als Tenor seit 1985 in Auftritten mit den Originalklang-Ensembles Taverner Consort und London Baroque. Zu seinen Förderern gehört auch Sir Yejudi Menuhin, der ihn zum Festival nach Gstaad einlud, aber auch sein New York Debüt in einer Aufführung des Mozart-Requiems dirigiert.

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Mia Zabelka

1963

Eine Aktion der Komponistin und Geigerin beim Festival »hörgänge«

15. März 1994 Mia Zabelkas Idee, die diversen Stimmen einer Komposition zunächst einzeln zu präsentieren, dann synthetisch gemischt, und erst ganz zuletzt live und synchron musiziert, hat dem Festival »hörgänge« einen faszinierenden Abend beschert. Vier voneinander räumlich getrennte Spielstätten im Konzerthaus nahmen die fünf Musiker für den ersten Teil der »Paradox.Paradise« benannten Aktion auf. Während drei der Beteiligten tatsächlich ohne jeden Kontakt zu den Kollegen ihre Stimme zum besten gaben, konnte es zwischen Mia Zabelka und Bertl Mütter zu einigen Interaktionen kommen. Urschrei und Mohnnudeln Zabelka und Mütter waren im Wotruba Salon nur durch eine Glaswand voneinander getrennt. Da war also nicht nur Müt...

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Marc-André Dalbavie

* 1961 Dalbavie wuchs auf dem Pariser Humus der Avantgardeszene um Pierre Boulez und den Elektroakustiker Tristan Murail heran und entwickelte bald eine ganz eigene, auf in sich reich bewegten Klangflächen basierende Klanglichkeit, die durch immer wieder raffniert eingezogene Akkord-Traversen dem Ohr tonale Zentren suggeriert und den musikalischen Verlauf dadurch zeitlich strukturiert und ihm architektonisch Halt verleiht.

Er mische, so bekannte der Komponist anläßlich der Uraufführung seiner Oper Charlotte Salomon bei den Salzburger Festspielen 2014:

Harmonien der Vergangenheit, der Gegenwart und einer unbekannten Zukunft

und greife auf die Möglichkeiten von

Tonalität, Meta- und Atonalität

zurück. Die entsprechende Balance zu finden, setze zwar eine Menge Arbeit voraus, doc...

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Detlev Glanert

* 1960 Detlev Glanert, Schüler Hans Werner Henzes und Oliver Knussens, ist einer jener Komponisten, denen es gelingt, dank einer klugen Stilmixtur neue Opern zu schaffen, die lebensfähig zu sein scheinen.

Immer wieder reagiert das Publikum auf Novitäten von Glanert mit lautem Aplaus. Das war so bei Caligula (nach Camus) im Jahr 2006, das war so bei Kammeroper Nijinskys Tagebuch, einem originellen Kammerstück für zwei Sänger, zwei Schauspieler, zwei Tänzer und Instrumente, zwei Jahre später.Wer mag, kann hörend kontrollieren: Der Livemitschnitt der Uraufführung von „Oceane“ (nach Fontane, 2019) entpuppt sich auf CD als spannendes Hörspiel. Jubelstürme erntete die Uraufführung des Werks in Berlin. Dergleichen passiert nicht alle Tage – und auch wenn mancher Rezensent ein...

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Christian Altenburger

Christian Altenburger kam 1957 als Sohn eines Wiener philharmonischen Geigers in Heidelberg zur Welt. Daß der Apfel nicht weit vom Stamm fallen würde, stellte sich bald heraus - doch der »junge Altenburger«, wie er von den Wiener Musikfreunden bald genannt wurde, schien von Anfang an nicht auf eine Orchesterkarriere hinzusteuern. Zubin Mehta, in jenen Jahren schon einer der bevorzugten jungen Dirigenten der Philharmoniker, riet zu einem Studium in New York.

Als Absolvent der legendären Geigenklasse von Dorothy DeLay winktem dem jungen Künstler dann Auftritte unter bedeutenden Dirigenten in aller Welt. Neben Zubin Mehta wurde auch James Levine einer von Altenburger Förderern. Das Debüt als Solist auf dem Wiener Musikvereinspodium, begleitet von den »väterlichen« Philharmonikern, dirigierte...

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