Der Schweizer Cellist und Komponist zählt zu den buntesten Erscheinungen in der zeitgenössischen Musikszene. 1954 in Bern geboren, studierte er bei Größen wie Leonard Rose und Mstislav Rostropowitsch, empfing an der New Yorker Juilliard School aber auch Prägungen durch den Exil-Wiener Felix Galimir, der in jungen Jahren mit den Komponisten der Wiener Schule zusammengearbeitet hatte und dann Konzertmeister von Arturo Toscaninis NBC-Orchester war.
Thomas Demengas hat als Solist mit den bedeutendsten Orchestern der Welt zusammengearbeitet und mit prominenten Solistenkollegen Kammermusik gemacht. Er ist aber auch als Komponist tätig und beobachtet neugierig die aktuelle Szene. In seinen eigenen Werken reflektiert er immer wieder auch musihistorische Zusammenhänge. So finden Passagen aus Alban...
Der oberösterreichische Bariton (* 1952) zählt zu den herausragenden Lied-Interpreten seiner Generation. Ausgebildet wurde er unter anderem an der Wiener Musik-Hochschule in der Liedklasse von Erik Werba, wo er einen Einblick in die damals noch höchst lebendige Wiener Gesangstradition bekam.
Der Bariton Holzmairs ist geschmeidig, wohlklingend in allen Registern, und ideal für die kleinteilige, liebevoll durchgestaltete Textbehandlungen im intimen Rahmen des Liedgesangs. Holzmair hat auch Oper gesungen, doch stößt die Stimme in größeren Häusern an ihre Grenzen; auch die behauchte Tonbildung verhindert möglicherweise die Expansionsfähigkeit. Zu erleben war er aber überzeugend in Mozart-Produktionen (Papageno und Sprecher in der Zauberflöte, Don Alfonso in Così fan tutte) in Festival-Inszen...
Die slowakische Sopranistin war eine Zeit lang eine der Lieblingssängerinnen des Wiener Opernpublikums. Ihre innigen, leidenschaftlichen Interpretationen von Janáčeks Jenůfa und Dvořáks Rusalka galten als Sternstunden erfüllten Operngesangs.
Die Wiener Premiere der Rusalka unter Vaclav Neumanns Leitung wurde aufgezeichnet und ist bei Orfeo auf CD erschienen, trotz den kräftigen Strichen (die Partien des Küchenjungen und des Hegers fielen dem Rotstift zum Opfer) ist und bleibt das eine der schönsten Aufnahmen des Werks.
Janáčeks Jenůfa sang die Beňačková ander Seite von Naděžda Kniplová (als Küsterin) unter František Jílek (für Supraphon) und an der Seite von Leonie Rysanek unter Eve Queler in der New Yorker Carnegie Hall - ein Livemitschnitt die...
Auf Initiative des Primgeigers Felix Slatkin gründeten Mitglieder der großen Film-Orchester Hollywoods ein Streichquartett. Slatkin selbst war Mitglied des Studio-Orchester von 20th Century Fox, Cellistin Eleanor Aller war Slatkins Ehefrau....
* 1948
Zukerman ist Sproß einer Familie, die dem Warschauer Ghetto und dem Konzentrationslager Auschwitz entkommen konnte. Er war acht Jahre alt, als er ins Konservatorium seiner Heimatstadt Tel Aviv eintrat. Ein Stipendium der amerikanisch-israelische Stiftung ermöglichte ihm in der Folge, das Studien an der Musikakademie bei Ilona Fehér fortzusetzen.
Übersiedlung nach NY
Während des ersten Israel-Festivals, 1961, erregt das jugendliche Talent die Aufmerksamkeit von Größen wie Pablo Casals und Isaac Stern, deren Rat Zukerman folgt und an die New Yorker Juilliard School wechselt.
Weltkarriere
Isaac Stern ist in New York auch unter seinen Lehrern und vermittelt das Debüt des jungen Geigers beim Festival of Two Worlds in Spoleto (South Carolina). Das war 1966. Ein Jahr danach erspielt sich ...
gegründet 1947
Das Amadeus Quartett war zu Zeiten das führende Quartett-Ensemble der Welt. Es firmiert in den Lexika als "britisches Streichquartett", obwohl drei der Mitglieder Wiener Provenienz waren. Vor dem nationalsozialistischen Terror geflüchtet, fanden sich die drei Geiger und Studenten Max Rostals, Norbert Brainin, (* 1923), Siegmund Nissel (* 1922) und Peter Schidloff (* 1922 Wien) in einem Anhaltelager für "feindliche Ausländer" in England.
Schidlof wechselte zur Bratsche. Man tat sich mit dem aus London gebürtigen Cellisten Martin Lovett (* 1927) zusammen und gab 1948 - noch nicht unter dem dann so berühmten Namen - in der Londoner Wigmore Hall ein folgenreiches Debüt-Konzert.Als Amadeus-Quartett eroberten sich die vier, die bis zum Tod Nissels in der selben Besetzung musizier...
gegründet 1947
Das Amadeus Quartett war zu Zeiten das führende Quartett-Ensemble der Welt. Es firmiert in den Lexika als "britisches Streichquartett", obwohl drei der Mitglieder Wiener Provenienz waren. Vor dem nationalsozialistischen Terror geflüchtet, fanden sich die drei Geiger und Studenten Max Rostals, Norbert Brainin, (* 1923), Siegmund Nissel (* 1922) und Peter Schidloff (* 1922 Wien) in einem Anhaltelager für »feindliche Ausländer« in England.
Schidlof wechselte zur Bratsche. Man tat sich mit dem aus London gebürtigen Cellisten Martin Lovett (* 1927) zusammen und gab 1948 - noch nicht unter dem dann so berühmten Namen - in der Londoner Wigmore Hall ein folgenreiches Debüt-Konzert.Als Amadeus-Quartett eroberten sich die vier, die bis zum Tod Nissels in der selben Besetzung musizier...
Natürlich hat Karl Böhm einst genörgelt, als er den jungen Mann aus Linz das erste Mal im Wiener Orchester entdeckte. Doch es sollte nicht lang dauern, da war Wolfgang Schulz, der junge Soloflötist der Philharmoniker, ganz selbstverständlich der Solist, den sich der stets Kritische »Generalmusikdirektor Österreichs« für seine Aufnahme von Mozarts Konzert für Flöte und Harfe mit → Nicanor Zabaleta auswählte.
In den Vereinigten Staaten konnte das 1946 gegründete – über die Jahrzehnte häufig umbesetzte – »Fine Arts Quartet« einen Stellenwert erringen, wie er in Europa nur den etwa gleichaltrigen Kollegen vom »Amadeus Quartett« zukam. Während die »Amadeus«-Kollegen über die vielen Jahre ihrer Karriere nie die Besetzung wechseln mußten, gelang es »Fine Arts« lange Zeit das technische Niveau wie die klanglichen Eigenheiten zu bewahren, obwohl wiederholt Musiker ausgetauscht wurden.
1946 gebründet, entwickelte sich das Borodin Quartett nach einigen anfänglichen Experimenten in wechselnder Besetzung zu einem der bedeutendsten Streichquartette der Welt - und zum führenden Kammermusik-Ensemble der damaligen Sowjetunion.
Die Besetzung der Glanzzeit des Quartetts lautete:
Rostislav DubinskyJaroslav Alexandrov Dmitri Schebalin Valenti Berlinski
In dieser Konstellation wurde die Musikergemeinschaft zu einer bedeutenden Konstante im Leben des Komponisten Dmitri Schostakowitsch, in dessen Spätwerk die Gattung des Streichquartetts einen außerordentlichen Platz einnimmt - das Borodin Quartett hat die Werke international bekannt gemacht - wenn Schostakowitsch auch die Uraufführungen in der Regel mit einem anderen Ensemble, dem Moskauer Beethoven Quartett einstudierte, das welt...