»Hier wird hart gearbeitet«
Eberhard Waechter und Ioan Holender ziehen ihre erste Bilanz
Ich war gegen euer System, aber ich gebe zu, ich habe noch nirgends ein Haus gefunden, in dem so hart gearbeitet wird, wie es jetzt hier der Fall ist." Dieses kurze, aber klare Statement einer Primadonna zitieren Wiens Staatsoperndirektor Eberhard Waechter und sein Generalsekretär Joan Holender nicht ohne Befriedigung. Wie eine Quintessenz der Bilanz, die beide Herren über ihre ersten Wochen im Haus am Ring ziehen.
Die ersten Zahlen liegen vor: Allein im Oktober weist der Kassenrapport einen Anstieg von zweieinhalb Millionen Schilling gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres aus. Und das, obwohl man in dieser Saison die Preise erheblich gesenkt hat. Womit erwiesen ist, daß heute bedeutend mehr za...
geb. 1988
Der spanische Geiger und Dirigent Roberto González-Monjas hat am Salzburger Mozarteum studiert und absolvierte dort die Geigerklasse von Igor Ozim. Weiterführende Studien in London ließen ihn nicht die Salzburger Kontakte vergessen, die er unter anderem auch als Konzertmeister der Camerata academica sammeln konnte. Zu seinen kammermusikalischen Partnern gehörten unter anderen Leonidas Kavakos, Christian Tetzlaff, das Hagen-Quartett und András Schiff.
Von seinem Konzertmeisterpult aus hat er mit dem Musikkollegium Winterthur oder als Primarius des Winterthurer Streichquartetts sowie im Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom auch immer wieder solistische Aufgaben übernommen. Chefdirigent des Kollegiums Winterthur wurde er 2021 in der Nachfolge von Thomas Zehe...
IM GESPRÄCH
Über „Die schwarze Maske"
Die Salzburger Festspiele sind gegen Ende ihrer diesjährigen Spielzeit bereits intensiv mit den Vorbereitungen für 1986 beschäftigt und können für die nächstjährige Uraufführung der Oper „Die schwarze Maske" von Krzysztof Penderecki bereits Teile der Besetzung bekanntgeben. Unter der Leitung von Woldemar Nelsson singen unter anderen Günter Reich, Josephine Barstow, Marijana Lipovsek, Heinz Zednik, Jolantha Radek und Helmut Berger-Tuna. Die Bühnenbilder entwirft der junge Österreicher Hans Schavernoch. Sie werden in Salzburg bereits jetzt als „eindrucksvolle optische Lösung*' angekündigt.
Harry Kupfer wird inszenieren, damit entsprechen die Festspiele dem besonderen Wunsch des Komponisten, der mit Kupfer bereits anläßlich der Bayreuther Festspiele übe...
1981, noch in der Zeit ihrer Studien bei Helmut Zehetmair und Wilfried Tachezi am Mozarteum gründen die Salzburger Geschwister Hagen ihr Streichquartett, wobei Angelika bald nach der Gründung ihren Platz an der zweiten Geige an Annette Bik abgibt, die für die ersten sechs Jahre den internationalen Aufstieg des Ensembles mitprägt und dann von Rainer Schmidt abgelöst wird.
Ana de la Vega ist eine der besten Bläser-Solistinnen ihrer Zeit. Geboren in Australien, hat sie in Sydney und Paris studiert. In den späten Zehnerjahren des XXI. Jahrhunderts brachte sie bemerkenswerte CD-Aufnahmen auf dem Label Pentatone heraus, die vor allem das Repertoire der Ära der Wiener Klassik durchforstet haben. So stellte sie nebst Mozarts Flötenkonzerten auch ein Werk von Joseph Mysliveček zur Diskussion, den Mozart einst als den »göttlichen Böhmen«, (Il divino boemo) bezeichnet hatte.
Organist, Cembalist, Ensemble-Leiter und Professor in Bologna. Matteo Messori stammt aus Bologna. Als Cembalist, Organist, Clavichord-spieler macht er dank fantasievoller Programme in ebensolcher Ausführung Furore.Er studierte Orgel und Musiktheorie am Konservatorium seiner Heimatstadt, bevor er sich unter der Führung von Sergio Vartolo in Venedig dem Cembalo zuwandte. 1998 gewann er den ersten Preis beim Cembalo-Wettbewerb von Pesaro.Konzertauftritte führten in in alle Welt, unter anderem an die Leipziger Thomaskirche (2004) und in St. Petersburger Philharmonie (2012).
Würdigung eines Soloklarinettisten
Ein »Ständchen« im Frühling
21. April 1992
»Frühling in Wien« ist mittlerweile ein Stück guter musikalischer Tradition unserer Stadt.
Das alljährliche beschwingte Konzert der Wiener Symphoniker darf auch als tönende Leistungsschau des Orchesters gelten, die via TV in die halbe Welt übertragen wird. Auch unter dem neuen Chef, Rafael Frühbeck de Burgos, erwiesen die Musiker heuer wieder, daß ihnen international allererster Rang zukommt.
Pachingers Solo
Pars pro toto stand diesmal der erste Klarinettist, Gerald Pachinger, an der Rampe. Er absolvierte ein herrliches Solo - Franz Schuberts »Ständchen« - als charmante Referenz für die geradezu idealen Verhältnisse in der jungen Bläserriege der Symphoniker. Pachinger blies mit einer Hingabe und Phrasierungskult...
Mit sechs Jahren hat François Leleux Oboe zu spielen begonnen. Pierre Pierlot und Maurice Bourgue waren seine Lehrer am Pariser Conservatoire, wo er mit Auszeichnung sein Studium abschloß, um hernach eine Reihe internationaler Preise einzuheimsen. Orchestererfahrung sammelte er als Solo-Oboist des European Youth Orchestra und im Orchester der Pariser Oper, ehe er ans erste Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Runfunkswechselte.
A
Carl Friedrich ABEL
Paul ABRAHAM
Adolphe ADAM
ADAM de la HALLE
John ADAMS
Thomas ADÈS
Anton C. ADLGASSER
Theodor W. ADORNO
Jehan ALAIN
Isaac ALBENIZ
Eugen d'Albert
Domenico ALBERTI und die "Albertibässe"
Johann Georg ALBRECHTSBERGER
Charles ALKAN
Francisco Antonio D'ALMEIDA
AMBROSIUS von Mailand
D'ANGLEBERT
George ANTHEIL
Hans Erich Apostel
Anton ARENSKIJ
Juan Crisostomo de ARRIAGA
Franz ASPELMAYR
Kurt ATTERBERG
Daniel F. E. AUBER
Grażyna BACEWICZ
Johann Sebastian BACH
Wilhelm Friedemann BACH Carl Philipp Emmanuel BACH Johann Christian BACH
Mili BALAKIREW
Adriano (Tommaso) Banchieri
Samuel BARBER
Jean BARRAQUÉ
Béla BARTÓK
Roland BATIK
Ignaz Joseph Franz BECK
Ludwig van BEETHOVEN
Vincenzo BELLINI
Ralph BENATZKY
Franz BENDA
Georg Anton...
1968 geboren, pflegt der schweizerische Komponist und Kontrabassist Richard Dubugnon einen farbenprächtigen Stil, inspiriert von den klanglichen Ursprüngen des Impressionismus und der in zahllosen Experimenten entwickelten Orchestertechnik der musikalischen Moderne. Für den Hörer bedeuten die Werke Dubugnons ein abenteuerliches Erlebnis voll Überraschungen - im Stil eines tönenden »Fantastischen Realismus« üppigster Farbigkeit.
2017 erschien auf dem Label Naxos eine Aufnahme einiger der »Tarotkarten für Orchester«, Dubugnons erfolgreichstes Orchesterwerk, »Arcanes Symphoniques«, vom britischen »Guardian« mit den Worten kommentiert
Die Freude an den überwältigenden Klangmöglichkeiten eines Orchesters ist hier durchwegs offenkundig.
The Guardian, 2017
Geboren 1968 in Lausanne, begann si...