Alle Beiträge von sinkothekar
Thielemanns Ausbootung
Kommentar Das österliche Waterloo der Kulturpolitik Salzburg hätte allerhand nötig, nur nicht einen Nikolaus Bachler als Intendanten der Osterfestspiele.
Wer da meint, die heimische Kulturpolitik hätte mit dem einstigen sozialdemokratischen Kulturminister Thomas Drozda den Gipfelpunkt an Entscheidungsarroganz erreicht gehabt, irrt. Während deren l...
Montserrat Caballe
Eine Stimme, ätherisch zart, aber volltönend Zum Tod der Operndiva Montserrat Caballe, die in der Nacht auf Samstag 85-jährig in ihrer Heimatstadt Barcelona starb. Durch die harte Schule des deutschen Repertoiretheaters gegangen, wurde die Katalanin zum Inbegriff der Primadonna. Gewiss, es sind große Interpretinnen im Sopranfach nachgerückt, es gibt sie, die Diven, die Primadonnen des angehenden 21. Jahrhunderts. Und doch wird man dieser Tage allenthalben lesen, dass "die letzte Primadonna", Montserrat Caballe, 85-jährig in ihrer Heimatstadt Barcelona nach langer Krankheit gestorben ist.
Denn das ist wahr: Die Caballe war die letzte jener B...
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Orpheus und Eurydike
Neudeutung von Glucks »Reformoper« durch den Choreographen John Neumeier

Auch wer nicht gerade ein Freund der sogenannten aktualisierten Werkdeutungen ist, wird zugeben müssen, dass ein Mann wie John Neumeier in der Regel mit Geschmack an die Aufgabe herangeht, altbekannte Stücke mit zeitgenössischen Akzenten zu versetzen, sie gar »in die Gegenwart zu holen«, wie ein Lieblingswort der Rezensenten lautet.
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Die Zauberflöte
Immer wieder geht all der Zauber flöten Die Geschichte der Rezeption von Mozarts großer Märchenoper bei den Salzburger Festspielen ist ein Spiegel hochfliegender künstlerischer Pläne, Eitelkeiten, Intrigen, eklatanter Misserfolge und feiner Überraschungen.
Die Salzburger Festspiele und Mozarts "Zauberflöte"? Eine rauschende Erfolgsgeschichte ist ...
Hans Neuenfels
Der Altmeister der Theaterprovokation Salzburg. Hans Neuenfels, der "Vater des Regietheaters", inszeniert heuer Tschaikowskys "Pique Dame". Bei den Festspielen hat der Regisseur nicht zuletzt mit seiner "Fledermaus"-Adaption zum Ausklang der Ära Mortier für Aufsehen gesorgt.
Seine "Aida"-Inszenierung in Frankfurt, 1981, wird schon in der theaterwi...
Über die Unvollendete
Ist die "Unvollendete" wirklich unvollendet? Wie klängen Schuberts h-Moll-Symphonie und Bruckners Neunte, wären sie zu Ende komponiert? Über gewagte Erstaufführungen in Wien.
Die Meisterwerke unserer Klassiker sorgen ohnehin für immerwährende Beschäftigung; aber nichts reizt die Fantasie von Musikfreunden mehr als die Frage, wie Geschichten ausgehen könnten, die uns nicht bis zu Ende erzählt worden sind. Wie hätten sie etwa geklungen, die letzten Sätze von Mozarts Requiem, wenn dem Komponisten noch ein paar Arbeitswochen mehr geschenkt gewesen wären?
Jüngst führte der Concentus musicus im Musikverein eine viersätzige Version von Schuberts "Unvollendeter" auf, die doch normalerweise nach zwei Sätzen zu Ende ist und, so will es die Fama, musikalisch doch ein ganz und gar befriedigendes, al...
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Elina Garanca
»2021 kommt die Kundry« Elina Garanca feiert am Samstag ihr internationales Rollendebüt als Dalila an der Wiener Staatsoper. Im "Presse"-Gespräch kündigt sie weitere künstlerische Wagnisse an.
Fünfzehn Jahre ist es her, dass Wiener Melomanen auf diese Edelstimme aufmerksam wurden: Im Jänner 2003 sang eine junge Lettin, die sich ihre ersten Sporen im Ensemble des Staatstheaters Meiningen verdient hatte, die Lola in Mascagnis Cavalleria rusticana an der Wiener Staatsoper - die Santuzza in derselben Oper wird sie in der kommenden Spielzeit im Haus am Ring verkörpern. Dazwischen liegt eine Bilderbuchkarriere, die das Mädchen aus Riga, das einsam in seinem Hotelzimmer in der deutschen Provinz Opernpartien und - mittels Wörterbuch und Tagesschau - auch die deutsche Sprache studierte, in den Oly...
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Helga Rabl-Stadler
Beständigkeit der Qualität als absolutes Richtmaß Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler im Gespräch über Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Österreich gedenkt heuer des 100. Geburtstages von Gottfried von Einem. Die Salzburger Festspiele leisten ihren Beitrag, denn "dieser Komponist gehört zur Festspiel-Geschichte", meint Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, "die Uraufführung von 'Dantons Tod' im Jahre 1947 hat der Regisseur Oscar Fritz Schuh als die Wiedergeburt der Salzburger Festspiele durch das moderne Musiktheater bezeichnet". Gottfried von Einem hat sich in der Folge als Mitglied der künstlerischen Entscheidungsgremien der Festspiele um die konsequente Einbindung zeitgenössischer Musiktheaterformen in den sommerlichen Spielplan bemüht. Sein eigenes Schaffen stand dabei keineswe...
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Bernd Bienert
Eine Zeitreise in die Epoche Maria Theresias Teatro Barocco 2018. Intendant Bernd R. Bienert belebt im historischen Theatersaal des Congress Casino Baden mit L 'isola disabitata von Joseph Haydn die originale Aufführungspraxis.
Baden. Bernd R. Bienert ist immer für Überraschungen gut. Wann immer er eine neue Musiktheaterproduktion ankündigt, spitzen Kenner die Ohren: Was wird der Bühnenzauberer diesmal zutage fördern. Die meisten Opernfreunde dürften nicht einmal wissen, dass es einen historischen Theatersaal im Congress Casino Baden gibt. Den hat Bienert für die jüngste Produktion seines Teatro Barocco ausgewählt. Nach dem Schlosstheater Laxenburg und dem Stift Altenburg nun also ein weiterer historischer Spielraum. Joseph Haydns 1779 entstandene "Isola disabitata" steht diesmal auf dem ...
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