Asmik Grigorian präsentiert ihre erste Solo-CD auf ihre Weise: in einem Liederabend im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses.
Mit ihrem Pianisten Lukas Geniušas widmet sie ihr erstes Wiener Recital zur Hälfte der Musik von Peter Iljitsch Tschaikowsky und zur andern Hälfe jenem Programm, das sie auf der CD vorstellt: Romanzen von Sergej Rachmaninow. Das slawische Repertoire kommt der Sängerin, in deren herb-sinnlichem Timbre immer auch ein wenig edles Metall mitschwingt, besonders entgegen. Vor allem die Lieder, die zum Dramatischen tendieren und oft eine musikalische Theatralik für den Konzertsaal fordern, liegen Grigorian. In der Leuchtkraft ihrer Fortissimi schwingt, wo’s drauf ankommt, auch Ekstatisches, Begeisterung, Hymnik.
Ab heute (19.30) eine Woche lang auf der Ö1-Plattform online abrufbar: Die Aufzeichnung eines Konzerts des RSO Wien unter Markus Poschner: eine Hommage an Friedrich Cerha, ein neues Werk und – vor allem – eine mitreißende Wiedergabe von Anton Bruckners Fünfter Symphonie. Die sollte man gehört haben.
Bachs »Hohe Messe« in einem Mitschnitt unter der Leitung eines der bedeutendsten Interpreten unserer Zeit: Im Juni 2021 dirigierte Jordi Savall die H-Moll Messe in Barcelona. Ö1 sendet die Aufzeichnung zum Aschermittwoch um 19.30 Uhr.
Besetzung:
Le Concert des Nations La Capella Reial de Catalunya
Hana Blazikova, Sopran Sophie Harmsen, Mezzosopran Raffaele Pé, Countertenor Martin Platz, Tenor Thomas Stimmel, Baßbariton
(aufgenommen am 21. Juni 2021 in der Konzerthalle L’Auditori in Barcelona)
Nach dem Ball...
Ein SINKOPHON zum Thema: Wie geht es uns am »Tag danach«: Über Schwips, Rausch und Katzenjammer in der Musik. Ein Beitrag zur Ballsaison.
HIER...
Gipfelsturm
Bis Sonntag online abrufbar
Thielemann dirigiert Strauss und Schönberg
Im Ö1-Streaming: Der Livemitschnitt vom Sonntag vormittag: »Verklärte Nacht« und »Alpensinfonie«.
Die »Alpensinfonie« unter Thielemann, das ist längst eine Wiener Legende. Seit dem Debütkonzert des Maestros anno 2000 hat sich eine symbiotische Beziehung mit den...
NACHRUF
Doyen der Wiener Avantgarde
14. Februar 2023
Foto: UE
Er war die Verkörperung des zeitgenössischen Komponisten in diesem Land. Friedrich Cerha stand für die vom Publikum ungeliebte musikalische Avantgarde und deren radikalste Ausprägungen. Er komponierte Werke, die wirklich alle vertrauten formalen und harmonischen Gesetze hinter sich ließen. Seine „Spiegel für Orchester“ realisierten in der Musik, was die abstrakte Malerei für die Bildende Kunst war. Er gründete ein Ensemble, „die reihe“, dessen Name nicht von ungefähr an Arnold Schönbergs „Zwölftonreihe“ erinnerte - als Menetekel dafür, was Wien für die...
Gefährliche Blumenspenden
Dem heutige Floristen-Jubeltag ließen sich mannigfaltige Opern-Klänge unterlegen, die allerdings des Öfteren doppelbödig anmuten.
Welche Oper sollte eigentliche heute auf allen Spielplänen stehen, am Valentinstag? Der „Rosenkavalier“? Eher nicht. Der ist ja schon eine typische Dekadenzerscheinung des vorvorigen Fi...