Archiv der Kategorie: Feuilleton

Sir Simon Rattle über Mahler

Simon Rattle in München (Foto: SOBR/A. Ackermann)

Der Dirigent vor seinem Gastspiel mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks über die Spieltradition seines Orchesters und einige Mahler-Geheimnisse.
Daß Sir Simon Rattle als zweites Programm für sein erstes Wien-Gastspiel mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (SOBR) eine Mahler-Symphonie ausgewählt hat (Sonntag, 15.30 Uhr, Musikverein), ist kein Zufall. Über die. Bedeutung des Mahler-Zyklus, den der langjährige Chefdirigent Rafael Kubelík mit den Münchner Musikern für Schallplatten eingespielt hat, ist er sich Nach-Nachfolger Rattle vollkommen im klaren. Wie er sich überhaupt mit der Spieltradition und der Aufführungsgeschichte der Werke intensiv auseinandersetzt. Daß das SOBR nach wie „irgendwie Kubelíks Orchest...

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Aribert Reimann

1936-2024

Aribert Reimann (re.) mit Staatsoperndirektor Ioan Holender in der Zeit der "Medea"

Er war König Lears Bezwinger
Lear!
Der Ruhm von Aribert Reimann kann auf Shakespeares sagenhaften König fokussiert werden.
Dass dieser Komponist, der 1936 in Berlin geboren wurde, zum Thema Oper allerhand beitragen würde, war Kennern der Avantgarde früh klar geworden – nämlich als „Traumspiel“ (1964, nach einer Strindberg-Vorlage) und „Melusine nach Yvan Goll (1970) herausgekommen waren. Aber mit „Lear“ wurde über Nacht der ganzen Opernwelt bewußt, daß Aribert Reimann eine Hand für die suggestive akustische Bebilderung dramatischer Szenen hatte. ...

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Was die Staatsoper schafft…

Im Operntermin von Ö1 am Samstag Abend steht Rossinis »Wilhelm Tell« auf dem Programm, live in der Staatsoper mitgeschnitten – eines von jenen heiklen Werken, die zwar nicht ohne Umbesetzungen, aber immerhin im Spielplan gehalten werden konnten. Manch anderes fällt ja in jüngster Zeit einfach aus, ohne daß die Kulturpolitik sich darum scheren würde...

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Strehlers »Entführung« in Mailand

Michael Lorenz und Jasmin Delfs. (Alle Fotos: Brescia e Amisano/Teatro alla Scala)

Sven-Eric Bechtolf wandelt in den Fußstapfen Michael Heltaus anlässlich der Wiederaufnahme einer legendären Inszenierung von den Salzburger Festspielen, die unter dem Scala-Debütanten Thomas Guggeis Furore machte.

Ein balsamisches Déjà-vu-Erlebnis für alle ältere...

 

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Haubenstocks »Amerika«

Eine Oper wie eine Mondlandung
Es ist das kühnste Opernprojekt der musikalischen Avantgarde: Regisseur Sebastian Baumgarten fand dazu an der Oper Zürich im Kafka-Text unaufgeregt die Realität im Absurden.

Allison Cook als Brunelda: Diseuse in der Performance ihres Lebens. Foto: Prammer

Berlin sprach 1966 von einem Skandal, Graz Anfang der Neunzi...

 

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Witz im XX. Jahrhundert

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks hat unlängst die erste Hälfte eines Konzertprogramms unter Ivan Fischers Leitung dem ungarischen Meister Ernst von Dohnányi gewidmet. Bis heute wird sein Werk in unseren Konzertsälen sträflich vernachlässigt. Dabei ist da herrliche spätromantische Musik zu entdecken – mit viel Witz dazu, über den son...

 

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Petrenko und die Berliner in Wien

Auf Karajans Spuren
Zum Musikvereinsgastspiel der Berliner Philharmoniker im Februar 2024

Petrenko und die Berliner im Wiener Musikverein (Foto: MV/Lena Laine)

Wenn die Berliner Philharmoniker unter ihrem Chef gastieren, werden Erinnerungen wach. Mit ganz anderem Repertoire knüpft man an eine große Ära an.
Die »Tragische Ouvertüre« von Brahms am ...

 

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Alban Berg Unbekannte Fotos

Ein neuer Bildband über den Meister der Wiener Moderne

Daniel EnderAlban Berg im Bild
280 Seiten. Böhlau-Verlag
€ 45,-

Vier Jahrzehnte hat Helene Berg ihren Mann Alban, den Komponisten des »Wozzeck« und der »Lulu« überlebt. Nach ihrem Tod, 1976, sind etliche Publikationen erschienen, die zuvor unbekannte, oft pikante Details aus dem Privatl...

 

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Peter Eötvös ist 80

Am Dirigentenpult bei einer Aufführung der »Drei Schwestern«

Peter Eötvös ist eine der markantesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik – von Anbeginn in den Bezirken der Avantgarde heimisch, aber mit einem untrüglichen Gespür für fesselnde Klang-Erzählungen und nachvollziehbare formale Entwicklungen, die auch den Zaungast bei Laune halten: Eötvös hat wie kein anderer zeitgenössischer Komponist bewiesen, daß sich eine wirklich innovative, fantasievoll neue Räume erschließende Musik nicht jenseits der Wahrnehmungsschwelle des großen Publikums ereignen muß. Spätestens mit der Uraufführung seiner Tschechow-Oper »Drei Schwestern« (Lyon, 1998) wußte die Welt, daß dieser Mann auch über eine »Theaterpranke« verfügte: Er konnte eine Bühnenerzählung von völlig neuer formaler Gestaltung sp...

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