Zwischentöne
Kunst profitiert von der Geborgenheit in der Festspielfamilie
Ob sich die Interpreten und das Publikum im Sommer gut aufgehoben fühlen, ist ein nicht unbedeutender Faktor der Qualitätssicherung.
Die Verlängerung des Vertrags der Salzburger Festspielpräsidentin schafft so etwas wie familiäres Ambiente. In Zeiten der Bedrängnis scheint H...
Eine Frau, die weiß, was sie will, für ein Fest, das sie braucht
Die Vertragsverlängerung für Rabl-Stadler ist ein verdientes Salzburger Dankeschön.
Es gab Zeiten, da verließ schon auch einmal ein Intendant während einer Sitzung den Raum. Kenner wussten: Da hatte die Frau Präsidentin offenbar eine Wahrheit so direkt und ungeschminkt ausgesprochen,...
So wird Wien wieder zur Musikstadt
Konzertleben. Behutsam und ein wenig improvisatorisch bieten die großen Veranstalter ab sofort wieder Konzerte an: Oft musizieren die Stars nun zweimal hintereinander - und so gut wie immer ohne Pause.
Während Daniel Barenboim in seiner Doppelfunktion als Dirigent und Pianist die ersten starken Akzente im großen S...
"So machen's alle", aber wer gibt es zu?
Statt einer Premiere. An der Staatsoper hätte man ab Freitag wieder Mozarts "Cosi fan tutte" gespielt, ein Werk, das noch gar nicht so lange als vollgültig anerkannt ist.
Freitag wäre ein Premieren-Tag der Staatsoper gewesen. Riccardo Muti hätte sein Comeback ans Haus am Ring mit Mozarts "Cosi fan tutte" gef...
Nicht jedes Bildnis klingt "bezaubernd schön"
Von der "Hunnenschlacht" bis zum "Floß der Medusa": Auchin der Musik gibt es nachgestellte Bilder.
Musikalisch "nachgestellte" Bilder? Die gab es en detail schon in der Renaissance - wenn Madrigalisten versuchten, Alltagsgeräusche wie das Geschrei auf einem Marktplatz singend nachzuahmen. In der Oper gi...
So mißglückt wäre die Eröffnung der Wiener Festwochen
Die Beethoven-Hommage gibt es nun auf Video. Bei ihr stimmt fast nichts.
Ernsthafte Versuche einer Würdigung wären schon dabei gewesen. Florian Boesch oder das Koehne-Quartett waren ja angekündigt. Was sonst auf dem Rathausplatz zur Festwocheneröffnung im Beethoven-Jahr zu erleben gewesen wäre, ...
Wie man beim Musikhören gescheiter wird
Online-Salon. Die Cellistin Raphaela Gromes und der Pianist Julian Riem bitten jeden Freitag zur musikalischen Plauderstunde. Zuletzt wurden sie sogar von Brigitte Fassbaender "virtuell besucht".
In Zeiten der Krise boomen musikalische Angebote im Internet. Viele stellen selbstproduzierte Musikvideos ins Netz...
Muss sich ein Kuckuck an Beethoven halten?
Die Zeiten der Isolation haben auch ihr Gutes. Wer Wald und Feld rings um Wien durchstreift und das Glück hat, dass kein Windkraftwerk akustisch und optisch die Eindrücke trübt, kann ungestört den Vögeln lauschen.
Die Klimadiskussion sollen wir nicht vergessen. Das wird derzeit immer wieder eingemahnt. Und...
Zwischentöne
Cellisten, prägend für die jüngere Interpretationsgeschichte
Vergangene Woche verlor die Musikwelt Lynn Harrell und Martin Lovett, zwei Meister der profundesten Töne.
Zwei Meistercellisten sind Ende der vergangenen Woche von uns gegangen. Der eine, Lynn Harrell (Jahrgang 1944), war für die USA so etwas wie die amerikanische Antwort auf Mstislaw Rostropowitsch. Nicht von ungefähr war er ausersehen, 2005 zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs das Zweite Schostakowitsch-Konzert in Moskau zu spielen; immerhin markierte das Datum ja nicht nur das Kriegsende, sondern auch den Beginn des Kalten Kriegs; und etwas von Angst un...
Was dürfen wir von der Staatsoper in Zukunft erwarten?
Zwischentöne
Wie meinte schon Johann Nestroy: "Überhaupt hat der Fortschritt das an sich, dass er meistens größer ausschaut als er tatsächlich ist."
Was ich von den Plänen des künftigen Staatsoperndirektors halte, fragen unsere Leser per E-Mail. Die Kommentare, die im Gefolge der Spielplanpräse...