Kategoriearchiv: Feuilleton

Charles Munch

1891 - 1968

Charles Munch (oder: Münch) stammte aus dem Elsaß und studiert zunächst einmal Geige, um eine Karriere als Orchestermusiker zu machen. Er hatte seine Ausbildung bei Carl Flesch in Berlin vervollkommnet und fungierte ab 1926 als Konzertmeister des Leipziger Gewandhausorchesters. Dort erlebte er die Ära des Chefdirigenten Bruno Walter, ehe 1932 seine eigene Dirigierkarriere begann. Ermöglicht hatte ihm das Debüt am Pult des Orchesters des Konzertveranstalters Straram die Hochzeit mit der Enkelin eines der wohlhabenden Gründer des Nestlé-Lebensmittlelkonzerns.

Während seiner folgenden Kappellmeisterstudien in Paris freundete sich Munch unter anderem mit Alfred Cortot an, der ihn zum Chedirigenten des von ihm gegründeten Orchestre de la Socieété Philharmonique machte. Munch bli...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Hermann Scherchen

1891 - 1966

Mit zwanzig Jahren werde ich das Philharmonische Orchester leiten und Berliner Dirigent sein. Der junge Hermann Scherchen in einem Schulaufsatz

Hermann Scherchen stammte aus Berlin. Daß die Musik seine Bestimmung werden würde, war ihm offenbar als Kind schon bewußt. Doch die Bedingungen dafür waren nicht die allerbesten. Er war der S...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Benjamino Gigli

1890 - 1957

Der bedeutendste Tenor im lyrischen und »Spinto«-Fach nach der Legende Enrico Caruso. Aus einer Zeit, in der ein Tenor für Verdi & Co noch unbedingt aus italien stammen mußte…Fürsten und Könige haben ihn verehrt, Diktatoren wie Hitler und Mussolini, vor allem aber: Das Publikum in Europa und in den USA, wo er der »Tenorissimo« war.Als Filmstar, aber auch im Plattenstudio machte sich Gigli die modernsten Technik-Errungenschaften zunutze, um seinen Ruhm zu mehren – und zu erhalten.

Zeittafel

1890 – geboren in Recanati in eine musikliebende Familie.

1895 singt Benjamino erstmals in der Kirche solistisch.

1906 Beginn eines regelmäßigen Gesangssstudiums, ab 1911 bei Enrico Rosati an der Accademia di Santa Cecilia, Rom.

1914 – Debüt nach Sieg beim internationalen Gesangswettbewerb in Parma als Enzo Grimaldo in »La Gioconda« in Rovigo.

1916 Debüt in Rom (»Mefistofele«) und an der Mailänder Scala

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Bohuslav Martinů

1890 - 1959 Martinů kam als Sohn eines Glöckners im ostböhmischen Polička zur Welt und erwarb sich seine ersten Musikkenntnisse im Selbststudium. Der örtliche Schneidermeister erteilte den ersten Violinunterricht. Als man Bohuslavs Talent erkannte, warb die lokale Presse um Spenden: Martinů erhielt ein Stipendium, um die Violin- und Orgelklassen des Prager Konservatoriums besuchen zu können. DER NACHLÄSSIGE STUDENT Das Prager Musikleben entpuppte sich jedoch als weitaus spannender als das Studium. Martinů war öfter auf den billigen Plätzen der Opern- und Konzerthäuser anzutreffen als beim Violine-Üben. Immerhin reichten die Kenntnisse nach seinem Abgang, den die Lehrer 1910 »wegen unverbesserlicher Nachlässigkeit« beschleunigten, für einen Posten als Geiger der Tschechischen Philharmoni...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Lauritz Melchior

1890 - 1973 Der Heldentenor des XX. Jahrhunderts, 25 Jahre dominierend an der »Met«

Ein Vierteljahrhundert war der hünenhafte dänische Tenor an der New Yorker Metropolitan Opera unter Vertrag. Eine ganze Generation amerikanischer Opernfreunde kannte gar keinen anderen Interpreten der großen Heldenpartien Richard Wagners. Von 515 Aufführungen seines Repertoires, die in New York in jenen 25 Spielzeiten von 1926 bis 1950 auf dem Programm standen, hat er 512 Mal die Tenor-Partie gesungen - allein 48 Mal gab er den Tristan an der Seite von Kirsten Flagstads Isolde!

Melchiors Stimme schien unverwüstlich. Doch verfügte der Künstler auch über eine bemerkenswerte Gesangstechnik. Sein Tenor schaffte es mühelos über die tosendsten Orchesterwogen hinweg machtvoll ins Auditorium zu d...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Fritz BUSCH

1890 - 1951 Einer der großen Dirigenten, die gezwungen waren, Deutschland nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zu verlassen, obwohl sie nicht unter die perfiden »Rassegesetze« fielen: Aufführungen des Dresdner Generalmusikdirektors Fritz Busch wurden von Störtrupps unterbrochen oder konnten wegen Attacken auf den Dirigenten erst gar nich...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Wanda Achsel

kam am 12. Oktober 1886 in Berlin zur Welt In Berlin ausgebildet, debütierte die Sopranistin 1910an der Berliner Sommer-Oper als Elsa in Wagners »Lohengrin«. Engagements in Würzburg und Köln führten sie 1923 an die Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie bis 1939 war. Schon in Köln hatte sie sich für Novitäten und Raritäten engageiert, sang in den Ur- und Erstaufführungen von Humperdincks »Königskinder« und Liszts »Die heilige Elisabeth«, aber auch dem »Der Rosenkavalier« von Richard Strauss.

In Wien war sie die Titelheldin in Franz Schmidts zweiter Oper, »Fredegundis«, die viel beachtet 1923 zur Uraufführung kam, aber auf Grund des dramaturgisch und sprachlich unzulänglichen Librettos trotz bedeutender Musik wieder von der Bühne verschwand. Bei denFestspielen von Salzburg war A...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Hans Knappertsbusch

Der »Kna« 1888 - 1965 Er war der deklarierte Liebling der Orchestermusiker - und des Publikums. Probiert hat er selten. Seine Maxime lautete: Sie kennen das Stück, ich kenn' den Saal.In der Regel genügte das, um inspirierte Aufführungen, oft auch Sternstunden zu generieren. Bei »Kna«, wie er liebevoll genannt wurde, reagierten die Musiker auf jeden kleinsten Wink, auf jeden kurzen Blick. Und wenn er sich von seinem Hocker erhob, dann ereigneten sich bei Bruckner-Symphonien oder Wagner-Opern Steigerungen, wie sie - nach übereinstimmender Aussage von Zeitzeugen - kein anderer Dirigent hervorzurufen imstande war.

Man muß zu Livemitschnitten greifen, um ahnen zu können, welche Energien eine solche Knappertsbusch-Aufführung freisetzen konnte. Im Schallplattenstudio war er auf Grund der genannt...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Stefi GEYER

Béla Bartóks Muse 1888 - 1956

In die Geschichte eingegangen ist diese Geigerin als jene Frau, die Béla Bartók zur Komposition seines ersten Violinkonzerts inspiriert hat. Die unerwiderte Liebe portraitierte der Komponist durch ein zweisätziges Werk, in dem zunächst das Idealbild einer Liebe gezeichnet wird, danach eine verzerrte Karikatur des en...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN