Kategoriearchiv: Feuilleton
Erwin Schulhoff
1894-1942 Er vertonte nicht nur das »Kommunistische Manifest«, er war einer der originellsten Komponisten der Zwischenkriegszeit, nahm lange vor John Cage die Idee des »komponierten Schweigens« vorweg - und wurde von den Nationalsozialisten ermordet.
Die NS-Morde an den Komponisten der »Prager Schule«, wie man die musikalische Moderne der Dreißigerjahre in Prag vielleicht bezeichnen sollte, haben den Gang der Musikgeschichte entschieden beeinflußt - oder jedenfalls die Anschauung, die die Nachkriegsgeneration von der musikalischen Moderne entwickeln konnte. Allzu dominant sind vielleicht doch die Ausläufer der Wiener Schule um Arnold Schönberg. Die zuletzt dankenswerterweise vorangetriebene Wiederentdeckung der Musik eines Erwin Schulhoff, um nur den prominentesten Vertreter der »Prager« ...
ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN
Jelly d’Arányi
1893 - 1966 Die ungarische Geigerin wurde zunächst als Pianistin ausgebildet, wechselte aber nach Studien an der Budapester Akademie bei Jenö Hubay ihr Hauptinstrument und wurde zu einer weltweit angesehenen Violinvirtuosin.
Ihr Leben an der Seite ihres Klavierpartners, des Australiers Frederick Kelly endete abrupt mit dessen Soldaten-Tod im Ersten Weltkrieg: Kelly fiel 1916 bei Gallipoli. Eine nach der umkämpften Hafenstadt benannte Violinsonate aus seiner Feder war Jelly d'Aranyi gewidmet.Ab 1923 lebte die Geigerin, die nie wieder geheiratet hat, in London.Für sie komponierte ihr Landsmann Béla Bartók seine beiden Violinsonaten. Maurice Ravel widmete ihr 1924 seine Rhapsodie Tzigane, die in einer Version für Violine und Klavier und in einer für Violine und Orchester vorliegt und jewei...
ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN
Jelly d’Arányi
1893 - 1966 Die ungarische Geigerin wurde zunächst als Pianistin ausgebildet, wechselte aber nach Studien an der Budapester Akademie bei Jenö Hubay ihr Hauptinstrument und wurde zu einer weltweit angesehenen Violinvirtuosin.
Ihr Leben an der Seite ihres Klavierpartners, des Australiers Frederick Kelly endete abrupt mit dessen Soldaten-Tod im Ersten Weltkrieg: Kelly fiel 1916 bei Gallipoli. Eine nach der umkämpften Hafenstadt benannte Violinsonate aus seiner Feder war Jelly d'Aranyi gewidmet.Ab 1923 lebte die Geigerin, die nie wieder geheiratet hat, in London.Für sie komponierte ihr Landsmann Béla Bartók seine beiden Violinsonaten. Maurice Ravel widmete ihr 1924 seine Rhapsodie Tzigane, die in einer Version für Violine und Klavier und in einer für Violine und Orchester vorliegt und jewei...
ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN
Victor de Sabata
1892 - 1967 Jugend, frühe Karriere
De Sabata stammte aus Triest und absolvierte sein Musikstudium am Mailänder Konservatorium.Erste Dirigenten-Positionen bekleidete er in Turin, Bolo- gna, Brüssel, Warschau und in seiner Heimatstadt.Die erste Chefposition band den Dirigenten an Monaco.
ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN
JOSEPH SZIGETI
1892 - 1973 Einer der großen Geiger seiner Zeit, aber - ungewöhnlich genug - auch ein Freund der zeitgenössischen Musik seiner Ära: Joseph Szigeti kämpfte an führender Stelle für die Durchsetzung von Werken Debussys und Ravels, Honeggers und Roussels, aber auch avancierterer Meister wie Milhaud und Strawinsky, Busoni, Alban Berg oder Frank Martin. ...
Honegger
Arthur Honegger 1892 - 1955 Der Sohn eines schweizerischen Kaufmanns, in Le Havre zur Welt gekommen, kam früh mit Musik in Berührung. Die Mutter hatte eine schöne Alt-Stimme, im elterlichen Haus wurde musiziert. Für diese Gelegenheiten komponierte der Teenager als Autodidakt seine ersten Klaviertrios. Skizzen machte er auch für Opern und Oratorien, er träumte davon, Opernkomponist zu werden, wie er in seinen Memoiren (Ich bin Komponist) erzählt.
Ab 1909 war Honegger Zögling des Zürcher Konservatoriums. Dort machte er so rasch Fortschritte, daß die Lehrer den Eltern nahelegten, ihren Sohn Musiker werden zu lassen. Ab 1913 ließ sich Honegger in Paris nieder, studierte Violine, Dirigieren (bei d'Indy) und Komposition (unter anderem bei Widor). Für befreundete Musiker entstanden erste Werke. ...
ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN
Artur Rodzinski
1892 - 1958
Artur Rodzinski war ein Altösterreicher, der in Split als Sohn eines polnischen Offiziers der k. k. Armee zur Welt kam. In Wien wurde Rodzinski ausgebildet. Er studierte Musik an der kaiserlichen Akademie und die Juristerei an der Universität. Zum Doktor promoviert, diente er während des Ersten Weltkriegs in der österreichischen Armee und kämpfte an der russischen Front. Verwundet, kehrte er nach Wien zurück, um bei → Franz Schalk das Kapellmeisterhandwerk zu studieren. Parallel dazu perfektionierte er sich als Pianist (bei Emil von Sauer) und absolvierte die Kompositionsklasse von Franz Schreker. Sein erstes Engagement hatte er als Kapellmeister in Lemberg, von wo aus er nach dem Krieg nach Warschau ans Opernhaus ging. Dort entschied sich sein Schicksal, als Leopo...
ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN
Paul ABRAHAM
1892 - 1960
AUFNAHMEN
Paul Abraham (eigentlich Pál Ábrahám) hat an der Budapester Musikakademie studiert. Geboren war er in Apatin, damals Ungarn, später »jugoslawisch«, dann kroatisch. Gefühlt hat er sich freilich sein Lebtag als Ungar, irgendwann dann zwangsläufig als ungarischer Jude ...
Unterrichtet wurde Abraham zunächst von seiner früh v...
Mischa Elman
1891 - 1967
Der russisch-jüdische Geiger par exzellence.
Yehudi Menuhin über Mischa Elman

Mischa Elman war eines der typischen Wunderkinder, die quasi mit der Geige in der Hand geboren wurden. Er war vier, als sein Vater, ein Dorfschullehrer, ihm konsequent Unterricht erteilte. Eine adelige Großgrundbesitzerin erfuhr von dem auffälligen Talent des kleinen Burschen. Der Vater war zwar dagegen, daß die Gräfin den kleinen Mischa adoptierte. Aber er willigte ein, ihn auf die Akademie nach Odessa zu schicken. Dort wurde Elman von Leopold Auer entdeckt, der darauf bestand, den jungen Mann in seine Klasse am St. Petersburger Konservatorium zu übernehmen.
ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN