Kategoriearchiv: Feuilleton

Marie-Claire Alain

1926 - 2013 Eine der prominentesten Organisinnen ihrer Zeit, entstammte Marie Claire Alain einer Musikerfamilie. Auch ihre Brüder Olvier und Jehan waren Musiker - wobei Jehan Alain, einer der bedeutendsten Komponisten des frühen XX. Jahrhunderts, im jugendlichen Alter von 29 Jahren im Zweiten Weltkrieg fiel. Lebenslang bemühte sich die jüngere Schwester, das Werk ihres Bruder zu propagieren und auch die Druckausgaben vorzubereiten. Marie Claire Alain war eine der produktivsten Organistinnen, hinterließ vor allem über 250 Aufnahmen - darunter (ab 1959) drei Gesamtaufnahmen des Orgelwerks von Johann Sebastian Bachs, dessen Musik in der Familie besonders hoch gehalten worden war. Als Lehrerin war Alain nicht minder erfolgreich und begründete eine regelrechte Oragnistenschule, aus der unter a...

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Dietrich Fischer-Dieskau

Der Lieder-Papst

(1925 - 2012)

Bilder im Kopf des Musikkritikers: Der ungemein elegante Graf Almaviva, der auch im Moment des Wutanfalls nicht die Contenance verlor und wirklich erst im Finale vor seiner Contessa in die Knie ging. Der König Lear, souverän-distanziert beim Verteilen seines Erbes, verstört-zerstört durch den Gewittersturm des Haide-Bildes wankend . . .Als Wiener Musikfreund mußte man reisen, um solche Momente erleben zu dürfen. Denn Oper sang Dietrich Fischer-Dieskau in Wien nicht. München, Berlin waren seine Heimstätten. An der Bayerischen Staatsoper, wo er in seinen Paraderollen, etwa auch als Barak in der Frau ohne Schatten oder als Mandryka in Arabella, wirklich zu Hause war, wagte er sich sogar einmal an den Hans Sachs, eine Partie, von der man meinte, er würde sie lediglich ein Mal zu Aufnahmezwecken im Studio singen, um sie dann wieder kraftvolleren Bassisten-Kollegen zu überlassen.

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Hans Werner Henze

1926 - 2012

In Gütersloh geboren, hat der junge Hans Werner Henze unter der Knute seines von der NS-Ideologie begeisterten Vaters zu leidem gehabt. Als Kind malte der zart Besaitete bereits ein Plakat gegen den Krieg: Komme er, so fliehen wir. Vater Franz Henze muss einrücken und kehrt nicht zurück.Deutschland bleibt dem Komponisten in d...

 

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Rudolf Barschai

1924 - 2010

Barschai studierte Geige am Moskauer Konservatorium bei Wadim Borisowskij und war zunächst vor allem als Kammermusiker aktiv. Mit Leonid Kogan und Mstislaw Rostropowitsch spielte er Streichtrio und war Mitglied der Erstbesetzung des Moskauer Borodin-Quartetts, dem er sieben Jahre lang angehörte.

1953 wechselte er endgültig ans Dirigentenpult. Er gründete unter dem Eindruck eines deutschen Kammerorchesters, das im Rahmen des ersten offiziellen Staatsbesuchs eines deutschen Bundekanzlers in Moskau nach dem Krieg gastierte, das Moskauer Kammerorchester, das unter seiner Führung Weltruhm erlangte. Das Repertoire bestand vor allem aus dem großen Kanon der westlichen späten Barockmusik und Wiener Klassik. Aufnahmen entstanden von Bachschen Concerti, von Werken Haydns und Mozarts (die Symphonien 29-41) zum Teil mit exzellenten Solisten von Kogan bis Oistrach.

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Der Callas Kalender

Lebensdaten 1923 - 1977 1923 1. Dezember: Die Tochter der griechischen Einwanderer Georges und Evangelia Kalogeropoulos kommt in New York zur Welt.

1937 Zurück in Griechenland, erhält die Familie für die taltentierte Tochter ein Stipendium. Maria studiert am National-Konservatorium Athen.

1939 Beginn der Studien bei Elvira de Hidalgo Die Lehrerin...

 

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Maria Callas

1923 - 1977

DER CALLAS-KALENDER SCHALLPLATTEN-DIVA

Die Primadonna assoluta Sie war die Tochter eines griechischen Apothekers und kam in New York zur Welt. Eigentlich hieß sie Maria Anna Cecilia Sophia Kalogeropoulos.Als sie 13 war, ging die Familie nach Griechenland zurück. Ihre erste Gesanglehrerin war Maria Trivella, danach und als Vertraue...

 

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Ettore BASTIANINI

1922 - 1967 Einer der prägenden Baritone der Nachkriegsära. Bastinini hatte im Baß-Fach debütiert id auch sein Debüt an der Mailänder Scala gegeben: 1948 sang er den Tiresias in der Erstaufführung von Igor Strawinskys Oedipus Rex.Nach einer kurzen Lehrzeit bei Rucciana Betarini stellte er sich 1951 in Bologna erstmals als Bariton vor. Innerhalb wen...

 

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Arthur Grumiaux

1921 - 1986

Ein Mann fürs Grobe war er nie. Der flämische Geiger, der seine erste Geige vom Großpapa erhalten hatte und der, statt eine Wunderkindkarriere zu starten, mit sechs ein solides Musikstudium begann, galt vor allem als dezenter Meister, der mit Geschmack und Stilgefühl agierte. Zwar verfügte er über eminente Virtuosität, aber er stellte sie niemals zur Schau, arbeitet eher mit Understatement - und vor allem: er stellte sie grundsätzlich in den Dienst des großen Ganzen. Wo die Kollegen gern Kraft und Verve walten lassen, wirkt Grumiaux meist besonnen, oft sogar zurückhaltend.

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Phyllis Curtin

Geboren am 3. Dezember 1921 im amerikanischen Clarksburg (West-Virginia) als Phyllis Smith, studierte sie am Wellesley College, bei OlgaAvierino und bei Boris Goldovsky in Boston und debütierte 1946 als Tatjana in Tschaikowskys »Eugen Onegin« bei derNew England Opera Company.

Curtin wurde vor allem als Interpretin Neuer und zeitgenössischer Musik bekannt. Legendär ihre Aufnahme der »Wozzeck«-Bruchstücke von Alban Berg unter Erich Leinsdorf. In den Fünfzigerjahren sang sie Jahr für Jahr (später hie und da noch als Gast bis 1976) in der New York City Opera, wo unter anderem die Uraufführung von Carlisle Floyds Opern »Susannah« (1956) und »The Passion of Jonathan Wade« (1962) ganz auf sie zugeschnitten waren.

Curtin sang auch in der amerikanischen Erstaufführung von Gottfried von E...

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Inge Borkh

1921- 2018

Fast ein halbes Jahrhundert war Inge Borkh nicht mehr auf der Opernbühne gestanden, als sie im August 2018 im Alter von 97 Jahren starb. Mehr als eine Generation von Musikfreunden konnte schon damals nur auf Tonaufnahmen zurückgreifen, um halbwegs ermessen zu können, worauf der Weltruhm dieser Künstlerin basierte. Borkh war offenkundig ein Phänomen, das sich mit musikalischen Vokabeln nicht annähernd umschreiben läßt. Sie muß auf der Bühne von umwerfender darstellerischer Überzeugungskraft gewesen sein. Anders ist kaum zu erklären, daß nach ihrem Debüt als Salome an der New Yorker Metropolitan Opera der Eiserne Vorhang wieder hochgezogen werden mußte. Das Publikum jubelte lang weiter. Eine Bühnenfigur von außerordentlichem Rang also, eine, die durch schiere Präsenz auf der Sz...

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