Kategoriearchiv: Feuilleton
Wendy Fine
Wendy Fine kam am 19. Dezember 1943 in Durban (Südafrika) zur Welt. Dort begann sie auch ihre Ausbildung, die sie dann in Wien beendete, wo einer ihrer Lehrer, der Pianist Erik Werba, zu ihrem ersten wichtigen Förderer wurde.

Vom Stadttheater im schweizerischen Bern kam sie 1964 nach dem Sieg beim Wiener Mozart-Wettbewerb an die Wiener Staatsoper. In jener Zeit entstanden erste Schallplattenaufnahmen, darunter von Ludwig van Beethovens seltener gespielten Werken wie der Schauspielmusik zu Egmont (unter Heinz Wallberg) oder des Oratoriums Christus am Ölberge.
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Jenny Abel
* 1942 Jenny Abel ist eine der bekanntesten Geigerinnen des XX. Jahrhunderts - nicht zuletzt, weil sie in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Oskar Kokoschka zeichnete einen ganze Zylus von Portraits der Künstlerin, während sie Musik von Bach und Béla Bartók spielte. Dieser Zyklus ist heute im Besitz der Wiener »Albertina«
Abel, geboren im Geburtshaus von Theodor Storm in Husum, galt im Nachkriegs-Deutschland als Wunderkind, wurde vom Besuch der Regelschule befreit, um ab ihrem 13. Lebensjahr in Freiburg studieren zu können. Schon im Jahr darauf war sie regelmäßig zu Gast in der Meisterklasse Max Rostals in London. Auch Henryk Szeryng und Yehudi Menuhin nahmen sich ihrer an. Über ihre erste Schallplatte hieß es in der Zeitschrift Stereoplay:
Was sie eines nicht zu fernen Tages zur beste...
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Carol Dawn Reinhart
Sie war die erste Trompeterin der Geschichte, die viel beachtete Solo-Alben auf Schallplatten herausbrachte. Bewundert wurde Carol Dawn Reinhart freilich nicht nur für ihre musikalischen Kunstfertigkeiten. Als sie dank eines Fulbright-Stipendiums aus New Jersey nach Wien kam, um bei Helmut Wobisch zu studieren, hatte sie bereits den bemerkenswerten Titel einer »National College Queen in Maiami« in der Tasche . . .
Doch die Aufnahmen beweisen, daß diese Trompeterin aus rein musikalischen Gründen Karriere machen konnte - und zu einer gesuchten Lehrerin an der Wiener Musik-Universität wurde. Nach Ende ihrer Bläserkarriere verfaßte sie eine Dissertation über ihre eigene, rare Spezies, die Blechbläserinnen.
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Mit Helmut Winschermann und dessen Deutschen Bachsolisten brachte s...
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Salvatore Accardo
* 1941 Accardo war 13 Jahre alt, als er erstmals öffentlich konzertierte. Auf dem Programm standen die Capricci jenes Meisters, mit dessen Namen man den seinen gern verbindet: Nicolo Paganini. In der Folge gewann Accardo die Wettbewerbe von Vercelli (1955), Genf (1956) und Siena (1957), 1958 dann den Paganini-Wettbewerb in Genua.
Accardo war noch nicht 20, als seine Aufnahme des Tschaikowsky-Konzerts weltweit Furore machte. Die 1963 erschienene Einspielung von Lalos Symphonie espagnole versetzte die Rezensenten dann in Euphorie. In er Folge hat sich Accardo ein breites Repertoire vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik erarbeitet. Komponisten wie Salvatore Sciarrino schrieben neue Werke für ihn. Größte Aufmerksamkeit errang Accardo freilich mit seiner Gesamtaufnahme der Violinkonzerte P...
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Giacomo (Jaime) Aragall
Einer der Lieblings-Tenöre des Wiener Opernpublikums In den siebziger Jahren war Giacomo Aragall beinahe so etwas wie ein » Haustenor« der Wiener Staatsoper. Seine Auftritte in Rigoletto, Traviata, La Boheme, Manon und Tosca sind unvergessen.Seiner Nervosität zum Trotz hat dieser Sänger doch so gut wie immer überragende Leistungen geboten. Vielleicht war sein sensibles Nervenkostüm sogar notwendig, um dermaßen vollendete Rollencharakterisierungen zu bieten, wie sie ihm offenbar selbstverständlich waren. Einer Weltkarriere, die seinem Können entsprochen hätte, stand es jedoch im Wege.Wie auch immer: Die Wiener Opernfreunde sind dankbar, daß Aragall ihnen über Jahre hin gezeigt hat, in welche Höhen psychologisierender Intensität ein großer Gestalter seine Stimme führen kann. Aragalls Comebac...
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Heinz Holliger

Oboist, Komponist * 1939
Als Oboist hat Heinz Holliger Karriere gemacht, hat die großen Oboenliteratur mit Orchester und in der Kammermusik in aller Welt musiziert und für Schallplatten aufgenommen - und nie vor heikelsten Aufgaben der zeitgenössischen Musik zurückgescheut. Die Prolbeme der Komponisten in unseren Zeiten kennt er wie kein zweiter Instrumentalist, ist er doch selbst einer der herausragenden schöpferischen Köpfe der sogenannten Neuen Musik im deutschen Sprachraum.
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Hildegard Behrens
1937 - 2009 Sie war Herbert von Karajans "Salome" und die Brünnhilde einer ganzen Generation Die Sängerin im Gespräch im Jahre 1995
THOMAS BERNHARD HÄTTE GEWISS FÜR SIE KOMPONIERT
"Ritter, Dene, Voss – intelligente Schauspieler", lautet eine Notiz Thomas Bernhards aus der Zeit der Arbeit an einem der subtilsten seiner Theaterstücke. Wäre Bernhard Komponist gewesen, hätte er vielleicht eine Oper für Hildegard Behrens geschrieben, die "intelligente Sängerin". Wie mit kaum einem ihrer Kollegen läßt sich mit der Behrens nicht nur über allgemein musikalische Aspekte einer Oper reden, sondern auch über Hintergründe, Tiefenschichten, über das geistige Umfeld.
Wenn sie gerade "Wozzeck" probt, wie diese Woche (Dezember 1995) in Wien, wird im Gespräch bald deutlich, wie sehr sich diese Interpret...
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Grace BUMBRY
geb. 1937 in St. Louis
Ihre Jugend fiel noch in die Zeit der schweren Diskriminierungen von Farbigen in den USA. Zwar war das Talent der Tochter eines Eisenbahners offenkundig - sie sang mit enormem Erfolg schon als 17-jährige die kräfteraubende Arie der Eboli aus Verdis Don Carlos, »O don fatale«. Doch das Studium am St. Louis Institu...
Gundula Janowitz
Die Stimme aus Gold Goldtöne -- Wahrscheinlich war das die häufigste Assoziation. Die Stimme war unverwechselbar, von strahlender, wahrlich edelmetallisch schimmernder Qualität in der Höhe. Doch das eigentliche Faszinosum war die Gestaltungskraft dieser Künstlerin. Bei Mozart und bei Richard Strauss galt sie über lange Jahre als Idealbesetzung für ...