Kategoriearchiv: Feuilleton
Waechter & Holender
»Hier wird hart gearbeitet« Eberhard Waechter und Ioan Holender ziehen ihre erste Bilanz Ich war gegen euer System, aber ich gebe zu, ich habe noch nirgends ein Haus gefunden, in dem so hart gearbeitet wird, wie es jetzt hier der Fall ist." Dieses kurze, aber klare Statement einer Primadonna zitieren Wiens Staatsoperndirektor Eberhard Waechter und sein Generalsekretär Joan Holender nicht ohne Befriedigung. Wie eine Quintessenz der Bilanz, die beide Herren über ihre ersten Wochen im Haus am Ring ziehen. Die ersten Zahlen liegen vor: Allein im Oktober weist der Kassenrapport einen Anstieg von zweieinhalb Millionen Schilling gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres aus. Und das, obwohl man in dieser Saison die Preise erheblich gesenkt hat. Womit erwiesen ist, daß heute bedeutend mehr za...
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Abbados Verdi-Orgie
Uns zur Trauer Verdis Requiem im Allerheiligenkonzert "Uns zur Trauer", sagt Doderer, ist viel dahingegangen. Und am allerkürzesten währt das Schöne. Daran denkt man vielleicht am 1.November. Manch ein Besucher des Allerheiligenkonzertes im Musikverein mag sich überdies vielleicht konsequent an die Regel gehalten haben, sich nicht erinnern zu wolle...
Fedosejew und die Symphoniker
Ein Ereignis Die Symphoniker mit Rudolf Buchbinder und Wladimir Fedosejew Die finsteren Mienen der Musiker auf dem Musikvereinspodium verhießen wenig Gutes. Das folgende Konzert war dennoch eines der schönsten der jüngeren Wiener Geschichte. Nicht nur jener der Symphoniker, die an diesem Abend, indem sie alle zwingend vorgegebenen Intentionen Wladi...
ABQ zum Jubiläum
Sehr »intime Briefe« Das Alban Berg Quartett jubilierte mit Mozart, Janacek und Brahms Leoš Janáčeks Zweites Quartett heißt »Intime Briefe« und klingt auch dementsprechend: Unmittelbar, anarchisch in der Formgebung, nur auf spontanen Ausdruck ausgerichtet. Das erfährt man bei jeder besseren Aufführung dieses suggestiven Stückes. Daß eineinhalb Jahr...
Opern-Hoffnungen
Eberhard Waechter und Ioan Holender ziehen Bilanz - zum ersten und letzten Mal . . .
»Ich war gegen euer System, aber ich gebe zu, ich habe noch nirgends ein Haus gefunden, in dem so hart gearbeitet wird, wie es jetzt hier der Fall ist.« So kommentierte eine Primadonna jener Ära den Beginn der Staatsopern-Arbeit des Wiener Direktoren-Duos. Wenige ...
Boris Godunow
Ein alter Boris Godunow übersiedelte auf Wunsch Claudio Abbados aus London in Wien - als einzige Premiere der im übrigen premieremlosen ersten Spielzeit der Ära Waechter/Holender. Es sah aus und klang wie eine ordentliche Repertoireaufführung. Das finstere russische Endspiel
Alt aber gut, heißt es. Nicht ganz so alt, noch besser. Ich gebe zu, mich...
Kleiber im Philharmonischen
Ganz enthusiasmiert Die Philharmoniker mit Carlos Kleiber Carlos Kleiber hat bisher nur drei Abonnementkonzerte der Wiener Philharmoniker dirigiert. Das ist nicht viel. Und immer wollte man danach mehr - und anderes - von Kleiber und diesem Orchester hören. Jetzt ist der Maestro für ein Benefizkonzert zurückgekehrt und hat akkurat dasselbe Programm...
Fedosejew, 1991
Die Presse, 30.9.1991 Die Außergewöhnlichen Die Konzertsaison begann mit Fedosejew und seinem Orchester Man fragt sich, was da noch nachkommen soll: Wladimir Fedosejew und sein Moskauer Rundfunkorchester gaben, weil gerade auf Tournee, den Startschuß zur Konzertsaison in Graz, Salzburg und im Wiener Musikverein. Vier verschiedene Programme, und jed...
Saisonstart
So begann die kurze Ära Eberhard Waechters als Direktor der Wiener Staatsoper. Der spätere Langzeit-Intendant Ioan Holender war damals der Generalsekretär des Hauses am Ring - und die beiden planten eine nahezu premierenlose Spielzeit, um das Repertoire zu erneuern. Pläne und erste Erfahrungen im September 1991. mehr...