Kategoriearchiv: Feuilleton

Philharmoniker-Jubiläum

Wenn die Herrenrunde einmal ganz sie selbst ist Die Wiener Philharmoniker wurden ausgiebig gefeiert und machten Musik dazu Alle, alle waren gekommen, um die Wiener Philharmoniker zu feiern. Die Republik demonstrierte aufs anschaulichste, wie sehr Österreich sich als Kulturnation versteht, wie sehr das Land die unbestritten bedeutendsten Sendboten d...

 

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Riccardo Muti

Wunschkonzertlos glücklich Die Wiener Philharmoniker feierten mit Riccardo Muti Geburtstag Keine "große Symphonie", sondern ein Wunschkonzert war's, was sich die Philharmoniker selbst zum Geburtstag schenkten. Ein Programm, das in vielen verschiedenen Facetten möglichst viele Kunstfertigkeiten dieses Orchesters zur Geltung bringen sollte. Und der d...

 

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Jansons

Nordische Philharmoniker Mariss Jansons und seine "Osloer" in Wien Die alte europäische Ordnung ist längst nicht mehr. Musikalisch ist das leicht zu beweisen. Wer da meint, die klassischen Zentren der Spielkultur bestünden noch unangefochten, neben Wien und Berlin, Amsterdam und London seien wirkliche orchestrale Spitzenleistungen nicht zu erwarten...

 

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Das Füchslein an der Volksoper

Böse Menschen, brave Tiere Torsten Fischer inszenierte Leoš Janáčeks »Schlaues Füchslein« Der Erfolg der Premiere war beinahe ebenso stürmisch wie jener der vorletzten Produktion in der Volksoper: Auf die sensationelle "Lady Macbeth" folgte nun ein "bezauberndes Fräulein", Leos Janaceks "Schlaues Füchslein". Ein bißchen zu bezaubernd vielleicht, um...

 

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Ernst Krenek

NACHRUF Das ganze Jahrhundert war seine Domäne Zum Tode des österreichisch-amerikanischen Komponisten Ernst Krenek Das Faktum, daß Ernst Krenek im Jahr 1900 zur Welt kam, im kulturellen Schmelztiegel Wien notabene, daß er also tatsächlich "mit dem Jahrhundert" ging, war, überlegt man's genau, das ideale Sinnbild seines Künstlertums. Sein Leben lang ist er ein moderner Komponist gewesen. Im umfassendsten Sinne des Wortes. Das, was man die "Moderne" nennt, und mittlerweile bereits ein historischer Begriff geworden ist, hat er ebenso mitbestimmt wie beinahe jede andere "Richtung" im mehrfach irritierten, hysterisch unausgesetzt nach Neuem strebe...

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Schostakowitsch am Gürtel

Wenn Oper spannender ist als ein guter Fernsehkrimi Sensationelle Premiere von Schostakowitschs "Lady Macbeth" in der Volksoper Es war, als hätte das Fernsehen aus Versehen einmal einen spannenden Kriminalfilm angesetzt, der vergessen macht, daß eine Fernbedienung zum Umschalten einlädt. Mit Mord und Totschlag, Auspeitschungen, brutalem Sex, Vergew...

 

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Bernd Bienerts Mozart

Endlich ein musikalischer Choreograph Bernd R. Bienert gibt dem Zürcher Ballett sensationelle Impulse Die vielleicht zukunftsträchtigste Entscheidung des neuen Zürcher Opernchefs Alexander Pereira war die Berufung des jungen Wieners Bernd R. Bienert zum Ballettdirektor. Gleich am Beginn der Ära wartet das Tänzerensemble mit aufsehenerregenden Novit...

 

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Maazels Wien-Comeback

Er ist wieder da. Und wie! Lorin Maazel dirigierte die Philharmoniker im Brucknerhaus und im Musikverein Triumphaler hätte das Comeback nicht ausfallen können. Demonstrativ herzlicher Begrüßungsapplaus brandete Lorin Maazel schon entgegen, als er Freitag abend das Podium des Linzer Brucknerhauses, tags darauf jenes im Wiener Musikverein betrat. Pos...

 

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Pereira in Zürich

»Lieber Star, magst du kein Familienmitglied sein?« Alexander Pereira über seine ersten Monate als Zürcher Operndirektor Eigentlich war der ehemalige Generalsekretär der Wiener Konzerthausgesellschaft heftig im Gespräch als Nachfolger für Claus Helmut Drese in der Staatsoper. Auch er hat, wie Eberhard Waechter und Joan Holender, die schließlich das Rennen machten, ein "Sparkonzept" vorgelegt, dessen Grundidee die starke Betonung des Ensemblegedankens war. Die Zürcher Oper hat zugegriffen: Seit September ist Pereira Direktor dieses Hauses. Vergleiche mit der Neustrukturierung in Wien drängen sich auf.

Wie Waechter und Holender hat auch Pereira eine Mischung aus jungen und bereits prominenten Sängern zusammengestellt, die er nicht per Abendvertrag, sondern monateweise an sein Haus bindet. U...

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Katja Kabanova 1991

Musikalischer Seelen-Striptease Triumphale Wiederaufnahme von Leoš Janáčeks »Katja Kabanova« in der Staatsoper Nach wie vor verstummt die Kritik an der »Premierenlosigkeit« der laufenden Staatsopernsaison nicht. Die Wiederaufnahme von Joachim Herz' eineinhalb Jahrzehnte alter Inszenierung von Leoš Janáčeks »Katja Kabanova« entlarvte sie wieder...

 

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