Kategoriearchiv: Feuilleton

Freyers Zauberflöte

Artisten, Tiere, falsche Attraktionen Mozarts "Zauberflöte" ist bei den Salzburger Festspielen jetzt unkenntlich gemacht. Sie spielt nämlich dank Achim Freyer im Zirkus. Und dort gehört sie wirklich nicht hin.

Mit der Besetzung der Zauberflöte hat man im diesjährigen Festspielprospekt ein kleines Ablenkungsmanöver praktiziert. Auch traditionsbewuß...

 

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Grand Macabre

György Ligeti ERSTAUFFÜHRUNG IN WIEN PREMIERE BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN Anti-Anti-Oper: Die 120 Minuten von Salzburg »Le Grand Macabre«, längstes Werk György Ligetis, feierte umjubelt seinen Einzug ins Salzburger Festspielhaus. Triumph der Grauslichkeit und der Gemeinheit, also: Symbol unserer Zeit.

Ich werde den Verdacht nicht los, daß der R...

 

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Marjana Lipovsek

Frickas Ausflug nach Salzburg Marjana Lipovsek sprang in Salzburg kurzfristig für den erkrankten Thomas Quasthoff ein - und sang mit machtvoller Stimme Schubert, Berg und Brahms.

Es ist gut eineinhalb Jahrzehnte her, daß Marjana Lipovsek bei den Salzburger Festspielen aufhorchen ließ. Damals sprang sie kurzfristig für eine Kollegin ein, die geplan...

 

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Pelleas in Salzburg

Liebe mit dem Keuschheitsgürtel "Pelleas und Melisande", inszeniert von Robert Wilson, galt die zweite Salzburger Sommerpremiere. Ich bin nicht sicher, ob viele Festspielbesucher Debussys Oper jetzt für ein kurzweiliges Stück halten.

Die Sache mit "Pelleas und Melisande" ist vertrackt. Debussy hat Maurice Maeterlincks rätselvoll-symbolistisches Th...

 

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Pavarotti und die Noten

Von Pavarottis Beichte und Zwölfmaltonklugen Wozu, bitte, soll Luciano Pavarotti Noten lesen können? Eine Klarstellung. Die Verblüffung in der Medienlandschaft war groß: "Ich kann keine Noten lesen", beichtete der große Operntenor Luciano Pavarotti jüngst dem "Corriere della sera". Aus allen Weltnachrichten hallte die vermeintliche Sensation. Da ha...

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Rubinsteins Dämon

Ein Dämon im Kindertheater Die Bregenzer Festspiele haben seit Jahren Erfolg mit Opernraritäten, die als Kontrast zum populären Spiel auf dem See im Festspielhaus gezeigt werden. Heuer grub man Anton Rubinsteins "Dämon" aus. Das war einmal eine Lieblingsoper Gustav Mahlers. Jetzt ahnt man, warum. Es gibt Meisterwerke und Meisterwerke. Die einen sin...

 

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Kandaules

" . . .willst du meiner vergessen?" "Der König Kandaules", von Alexander Zemlinsky fragmentarisch hinterlassen, erlebte seine österreichische Erstaufführung in der Volksoper. Ein Ereignis.

Das ist, alles in allem genommen, eine der aufregendsten Opern-Produktionen, die in Wien seit Schostakowitschs "Lady Macbeth" zu erleben waren. Wieder ist die V...

 

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Enescus Oedipe

Wiener Erstaufführung im Jugendstiltheater Premiere bei den Salzburger Festspielen »Unglücklich aber gehet das Göttliche« »Oedipe« von George Enescu hatte an der Wiener Staatsoper Premiere. Nicht, daß sich dadurch die Frage unseres Antikenverständ-nisses klären könnte, aber über die Musik unseres Jahrhunderts erfährt man an dem Abend viel.

Wie rei...

 

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Leonid Brumberg

Über die Auflösung der Virtuosität am Klavier Leonid Brumberg gab im Konzerthaus ein Lehrstück zum Thema Klangkultur und pianistischer Farbenzauber. Die wahren musikalischen Abenteuer finden nicht immer dort statt, wo große Namen avisiert sind. Jüngst spielte der russische Pianist Leonid Brumberg im Mozartsaal. Er ist wahrhaftig nicht das, was man ...

 

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Philharmonikerinnen?

Schwangere Philharmonikerinnen, Sängerknaben auf Bewährung Staatsoperndirektor Ioan Holender packt heiße Eisen an. Ein Gespräch. Sie sind im September 1991 an der Seite Eberhard Waechters in die Direktionsetage der Wiener Staatsoper eingezogen und fungieren seit April 1992, nach Waechters plötzlichem Tod , als alleiniger Chef des Hauses. Was war der dominierende Aspekt dieser Jahre?

Ioan Holender: Nur wenige haben daran geglaubt, daß es gelingen könnte, ein Ensemble von unten aufzubauen. Früher haben junge Sänger, die Verträge mit kleineren, deutschen Häusern hatten, als kommende Talente in Wien gastiert. Eberhard Waechter und ich wollten das umdrehen. Unsere Parole: Es ist nicht wichtig, woher ein Sänger kommt, es ist wichtig, wohin er von Wien aus geht. Ich erwähne nur Natalie Dessay, ...

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