Kategoriearchiv: Feuilleton

15 Premieren

Viele Premieren mit wenigen Star-Dirigenten als Erfolgsrezept Alexander Pereira, Direktor des Zürcher Opernhauses, im Gespräch: über die Notwendigkeit, 15 Premieren pro Saison herauszubringen - und andere Opern-Interna.

Im Vergleich mit anderen Opernhäusern ist Alexander Pereiras Zürcher Haus eine Besonderheit: Mag die Konkurrenz fünf oder sechs, vielleicht auch sieben Neuinszenierungen pro Saison zeigen, in Zürich bietet man den Musikfreunden 15 Premieren in jeder Spielzeit an. Das ist ein Unikum. Alexander Pereira, ehemals Generalsekretär des Wiener Konzerthauses, hat seine ganz eigenen Vorstellungen von einem erfolgreichen Musik-Management. "Mit 15 Premieren pro Jahr kann man erstens, das Hauptrepertoire ständig erneuern, zweitens, auch Raritäten in den Spielplan einbinden, pflegt glei...

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Alfred Schlee

Kapitän der Avantgarde Geboren 1901 in Dresden, gestorben dieser Tage in Wien: Der Musikverleger Alfred Schlee.

Was er nicht verlegt hat, spricht wenigstens so für ihn wie das, was er aus Komponistenhänden angenommen hat, um es zu verbreiten: Der Musikverleger Alfred Schlee hat sich, wie Gottfried von Einem einmal formulierte, "Liebe und Haß" der Schöpfer Neuer Musik redlich verdient. Das ist die einzige Position, in der ein Musikverleger existieren kann, der es ernst mit der Sache meint, nicht mit Freunden oder sonstwie netten Menschen, die zufällig auch Musik hervorbringen. Liebe und Haß empfindet vielleicht jemand, dem es ebenso ernst is...

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Maazels 10. Neujahrskonzert

Inwendig voll traumhafter Musik Lorin Maazel dirigierte zum zehnten Mal das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker - und leistete sich lediglich im Hinblick auf die Wahl der fernsehtauglichen »Werbemittel« Fehler.

Das Neujahrskonzert 1999 war ein musikalisches Ereignis. Soviel darf man unumwunden feststellen, bevor man ins Detail der Berichters...

 

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Thomas Angyan

Sie wünschen, wir spielen Die Musikstadt Wien als europäische Ausnahme Thomas Angyan, Chef der Gesellschaft der Musikfreunde, im Gespräch über die Frage, warum nur in Wien das Konzertleben nicht in der Krise steckt.

London jammert, Berlin jammert, beinahe in ganz Europa steckt das klassische Konzertleben in einer Krise. Selbst wenn große Stars avisiert sind, bleibt die Londons Royal Festival Hall oder die Berliner Philharmonie oft halb leer. In Wien ist das anders: Die Gesellschaft der Musikfreunde, die mit dem Goldenen Musikvereinssaal den nicht zuletzt dank der Neujahrskonzert-Übertragungen vielleicht berühmtesten Konzertsaal der Welt ihr eigen nennt, kann über einen solchen Besucherschwund nicht klagen. 94,5 Prozent Auslastung Im Gegenteil. Der Generalsekretär, Thomas Angyan, kann ein...

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»Ernani« an der Staatsoper

So langweilig kann eine Opernpremiere auch sein Mit Verdi hatte die Staatsoper diesmal nur insofern Glück, als die Publikumsreaktion mehrheitlich freundlich ausfiel. Genauer betrachtet, war »Ernani« trotz Starbesetzung ein Reinfall.

Ein international renommierter Dirigent, beliebte Sänger und ein Regisseur, von dem man weiß, daß er nichts Provokan...

 

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»Meistersinger« in der Volksoper

Mit Wagner auf die Überholspur Die Wiener Volksoper spielt Wagners »Meistersinger« - und das ist, rundheraus gesagt, ein musikalisches wie szenisches Ereignis, bei dem man nur über Details, nicht aber über die Qualität der Ausführung streiten darf.

Wo anfangen? Man wird bemerkt haben, daß es sich hier und da im Orchestergraben gespießt hat, daß da...

 

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»Götterdämmerung« in Mailand

In mildem Lichte dämmern die Götter Wagners »Ring« hat Riccardo Muti während der letzten Jahre in Mailand komplett erarbeitet. Mit der Götterdämmerung eröffnete er die neue Saison; ein zwielichtiges Unterfangen.

Den »Ring« an der Mailänder Scala aufzuführen, kommt stets einem Wagnis gleich. Das Stagione-System scheint solchen Projekten sozusagen e...

 

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»Hänsel und Gretel«

Oper wie aus dem Märchenbuch

Eine der stimmigsten DVD-Aufnahmen von Engelbert Humperdincks Märchenoper »Hänsel und Gretel« entstand in Zürich. (Arthaus) DIE PREMIERENKRITIK VON 1998 »Hänsel und Gretel« von Engelbert Humperdinck kam in Zürich rechtzeitig zur Adventzeit neu in den Opernspielplan: Ein Märchen, an dem Dank des Dirigenten Franz Welse...

 

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Oleg Maisenbergs Comeback

Ein Wiener Publikumsliebling ist wieder da! Oleg Maisenberg musizierte erstmals seit seiner schweren Verletzung in Wien: Nach Brahms' d-Moll-Klavierkonzert jubelte ihm im Konzerthaus sein Publikum zu.

Es war ein Schock, als die Meldung von Oleg Maisenbergs Verkehrsunfall durch die Medien ging. Eine Zeitlang hatte es den Anschein, der Pianist werde...

 

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Mariss Jansons

Musizieren - ohne zu buchstabieren Mariss Jansons geht mit den Wiener Philharmonikern auf Tournee. Der Dirigent im Gespräch über seine neue Orchesterliebe und die Differenzen musikalischer Arbeit zwischen Europa und den USA.

Chefdirigent in Oslo bleibt er noch lang, Chefdirigent in Pittsburgh ist er seit einem Jahr; und die wesentlichen Orchester in Wien und Berlin zählen ihn seit einiger Zeit zu ihren Favoriten: Mariss Jansons hat es mit besonnener Arbeit geschafft, ganz an die Spitze zu kommen. Und weil er weiterhin ein bescheidener Künstler ist, hat er nichts von seiner gewinnenden Art verloren. Vielleicht liegt das daran, daß er sich Zeit gelassen hat. Im Gespräch läßt er keinen Zweifel daran, daß er die moderne Art, Karriere zu machen, verabscheut: "Die Jungen denken an nichts andere...

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