Kategoriearchiv: Feuilleton

Mariss Jansons im Gespräch

Musizieren - ohne zu buchstabieren Mariss Jansons geht mit den Wiener Philharmonikern auf Tournee. Der Dirigent im Gespräch über seine neue Orchesterliebe und die Differenzen musikalischer Arbeit zwischen Europa und den USA.

Chefdirigent in Oslo bleibt er noch lang, Chefdirigent in Pittsburgh ist er seit einem Jahr; und die wesentlichen Orchester in Wien und Berlin zählen ihn seit einiger Zeit zu ihren Favoriten: Mariss Jansons hat es mit besonnener Arbeit geschafft, ganz an die Spitze zu kommen. Und weil er weiterhin ein bescheidener Künstler ist, hat er nichts von seiner gewinnenden Art verloren. Vielleicht liegt das daran, daß er sich Zeit gelassen hat. Im Gespräch läßt er keinen Zweifel daran, daß er die moderne Art, Karriere zu machen, verabscheut: "Die Jungen denken an nichts andere...

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Die Wurschtigkeit der Avantgarde

Wien modern diskutiert die aktuelle Beliebigkeit Pierre Boulez und sein Ensemble InterContemporain eröffneten "Wien Modern 98" im beinahe überfüllten Großen Konzerthaussaal mit Beispielen für den Trend zur vollkommenen stilistischen Wurschtigkeit.

Pierre Boulez war einmal ein Vorkämpfer für die radikale Avantgarde, Bürgerschreck par excellence, ei...

 

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Rossinis »Tell« in Wien

Der Apfel fällt nicht weit vom Kopf Dem »Wilhelm Tell« von Gioacchino Rossini war eine umstrittene Premiere an der Staatsoper beschieden, die just dort sensationelle Formen annahm, wo sie gemeinhin bei Rossini selten auszumachen sind.

Um es kurz zu machen: Der Star dieses Abends hieß für mich Fabio Luisi. Der Maestro entfesselte mit den Philharmon...

 

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Boulez im Philharmonischen

Neues Terrain Musik unseres Jahrhunderts steht nicht allzuoft auf dem Programm der Wiener philharmonischen Abonnementkonzerte; zumindest nicht in solcher Ballung wie diesmal bei Pierre Boulez. Ein eigenwilliger Saisonstart.

Eine Tour d'horizon durch die jüngere Musikgeschichte absolvierten die Besucher des ersten Philharmonischen dieser Saison. De...

 

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Thielemanns erste »Frau ohne Schatten«

Berlin rüstet zum Strauss-Jahr »Die Frau ohne Schatten« wurde in der Deutschen Oper Berlin zum Triumph für deren Generalmusikdirektor Christian Thielemann: Musikalisch war die Premiere eine Sensation.

Die »Frau ohne Schatten« gilt als die reichste, komplizierteste Partitur von Richard Strauss. In Berlin kann man sie im Haus an der Bismarckstraße a...

 

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»Carmen« im Wiener Repertoire

KRASSIMIRA STOYANOVAS DEBÜt ALS MICAELA - IX. 98 Zigeunermädchenreport Carmen an der Wiener Staatsoper als Musterbeispiel für eine Repertoireaufführung, in der alles ordentlich über die Bühne geht, in Wahrheit aber nichts wirklich funktioniert.

In der Staatsoper geht man, das ist sympathisch, hin und wieder aufs Ganze. Zum Beispiel im Falle von Bi...

 

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Riccardo Chailly

Konzert-Kampf für eine Sphinx Riccardo Chailly, Chefdirigent des Amsterdamer Concertgebouw Orchesters, bricht bei den Salzburger Festspielen eine Lanze für den Komponisten Edgar Varese. Der Maestro erklärt im Gespräch mit der "Presse" warum.

Edgar Varese war viel zu lange eine Sphinx unter den Komponisten unseres Jahrhunderts", sagt Riccardo Chailly, auf das ungewöhnliche Programm seines Concertgebouw Orchesters bei den Salzburger Festspielen angesprochen: "Man behandelt diesen Meister immer noch, als ob er von einem anderen Planeten käme." Tatsächlich ist Varese, Zeitgenosse von Richard Strauss und Arnold Schönberg, bis heute eine Art Außenseiter geblieben. Musikhistorisch steht seine Position zwar ziemlich fest: Varese ist einer der wenigen Vertreter eines musikalischen "Futurismus", de...

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Chailly über Varese

Konzert-Kampf für eine Sphinx Riccardo Chailly, Chefdirigent des Amsterdamer Concertgebouw Orchesters, bricht bei den Salzburger Festspielen eine Lanze für den Komponisten Edgar Varese. Der Maestro erklärt im Gespräch mit der "Presse" warum.

"Edgar Varese war viel zu lange eine Sphinx unter den Komponisten unseres Jahrhunderts", sagt Riccardo Chailly, auf das ungewöhnliche Programm seines Concertgebouw Orchesters bei den Salzburger Festspielen angesprochen: "Man behandelt diesen Meister immer noch, als ob er von einem anderen Planeten käme." Tatsächlich ist Varese, Zeitgenosse von Richard Strauss und Arnold Schönberg, bis heute eine Art Außenseiter geblieben. Musikhistorisch steht seine Position zwar ziemlich fest: Varese ist einer der wenigen Vertreter eines musikalischen "Futurismus", d...

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Lorin Maazel

»Ich bin vielbeschäftigt, daher habe ich Zeit« Lorin Maazel denkt bereits an seinen 70. Geburtstag, den er im Jahr 2000 mit Orchestern aus allen Erdteilen feiern möchte. Salzburgs Dirigierstar im Gespräch.

Salzburg war heuer für Lorin Maazel höchst fordernd. Er dirigierte neben zwei Vorstellungen des "Don Carlos" zwei philharmonische Konzerte im Großen Festspielhaus, bei denen er sich vor Publikum und Fernsehkameras auch als Geiger und Komponist präsentierte. All das scheint dem Vielbeschäftigten keine übermäßige Anstrengung zu bedeuten, denn selbst unmittelbar nach dem Ende seines Marathons, findet er sich locker und gesprächig zum Mittagessen ein. Währenddessen plaudert er aus der Schule.

Kinder als Jungbrunnen Wie das möglich sei, alle Beschäftigungen unter einen Hut zu bringen? "Es g...

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Lorin Maazel im Gespräch

»Ich bin vielbeschäftigt, daher habe ich Zeit« Lorin Maazel denkt bereits an seinen 70. Geburtstag, den er im Jahr 2000 mit Orchestern aus allen Erdteilen feiern möchte. Salzburgs Dirigierstar im Gespräch.

Salzburg war heuer für Lorin Maazel höchst fordernd. Er dirigierte neben zwei Vorstellungen des "Don Carlos" zwei philharmonische Konzerte im Großen Festspielhaus, bei denen er sich vor Publikum und Fernsehkameras auch als Geiger und Komponist präsentierte. All das scheint dem Vielbeschäftigten keine übermäßige Anstrengung zu bedeuten, denn selbst unmittelbar nach dem Ende seines Marathons, findet er sich locker und gesprächig zum Mittagessen ein. Währenddessen plaudert er aus der Schule. Kinder als Jungbrunnen Wie das möglich sei, alle Beschäftigungen unter einen Hut zu bringen? "Es gi...

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