Alle Beiträge von sinkothekar

Levit und Thielemann mit Brahms

Igor Levit musizierte unter Christian Thielemanns Leitung Brahms‘ Erstes Klavierkonzert. Gemeinsam rückte man Maßstäbe zurecht.

Christian Thielemann hat die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien heuer wieder einen eigenen Zyklus gewidmet. Dergleichen war man hierzulande nur im Fall von Herbert von Karajan gewöhnt; dass Thielemann diese Ehre wide...

 

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Julius Bittner zum 150er

Heute, Dienstag, wäre der 150. Geburtstag von Julius Bittner zu feiern. Gefeiert wird natürlich nicht. Welcher unserer Veranstalter weiß schon, wer Bittner war?

Zu seiner Zeit war er einer der geachteten Opernkomponisten seiner Zeit, und man wartete auf Novitäten aus seiner Feder – nicht so wie bei Puccini oder Richard Strauss, versteht sich, a...

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Michael Boder ist tot

Der Dirigent ohne Furcht vor der musikalischen Moderne starb 65-jährig in Wien während der Vorbereitung einer Schönberg-Premiere. Er war einer der souveränsten Kapellmeister unserer Zeit, einer, der auch ohne viel Federlesens eine Repertoireaufführung von Alban Bergs "Wozzeck" übernehmen konnte - er kannte das Werk, er beherrschte sein Handwerk, und wenn die Musiker ihren Berg auch kannten, dann konnte wenig schiefgehen: Das Schlüsselwerk der Moderne klang wie ein spannender Musiktheater-Krimi. Also genau das, was Alban Berg komponiert hatte: Boder verstand die Botschaft und konnte sie vermitteln, wo andere sich mit dem Hörbarmachen kompositi...

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Wie geht es in Salzburg weiter?

Heute, Donnerstag, entscheidet sich die Zukunft des wichtigsten Sommerfestivals. Was dürfen wir von den Entscheidungsträgern erwarten?

Hört der österreichische Kulturkonsument, in Salzburg stünden kulturpolitische Entscheidungen an, zuckt er zusammen, als gebranntes Kind. Dem amtierenden Landeshauptmann war es zuletzt ja sogar gelungen, bei den Os...

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Gerhard Fritsch zum Gedenken

Der wirkliche Avantgardist unter den Wiener Nachkriegs-Literaten begann als mißverstandener Joseph-Roth-Epigone und beschwor in seinem bedeutendsten Roman einen unheimlichen, immerwährenden »Fasching«. Er nahm sich 45-jährig das Leben. Am Karfreitag wäre er 100 Jahre alt geworden.

Er war den Zeitgenossen unheimlich: Den Krieg hatte er als Soldat...

 

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Peter Eötvös (1944-2024)

Der erfolgreiche Opernkomponist Peter Eötvös starb 80-jährig in Budapest.

Aida Garifullina in »Tri Sestri» in Wien (Staatsoper/Pöhn)

Ein weiterer Schlag für das internationale Musiktheater avantgardistischer Prägung: Wenige Tage nach Aribert Reimann starb in Budapest Peter Eötvös, der „andere“ erfolgreiche Opernmeister unserer Zeit. Nicht viele Komponisten haben es geschafft, mit Musiktheaterwerken jeweils über mehr oder weniger heftig diskutierte Uraufführungen hinauszukommen: Wie Reimanns wichtigste Titel fanden sich auch jene von Eötvös auf den Spielplänen vieler bedeutender Opernhäuser. An der Wiener Staatsoper feierte man beispielswe...

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Simon Rattles Münchner Landnahme

Simon Rattle dirigiert. (Foto: Astrid Ackermann/SOBR)

Beim ersten Wien-Gastspiel des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter seinem neuen Chefdirigenten erntete sogar die Erstaufführung von Thomas Adès neuem Werk Jubel. Immer hat Simon Rattle, sobald er ein neues Orchester übernommen hat, deutliche programmatische Zeichen gesetzt. Meis...

 

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Sir Simon Rattle über Mahler

Simon Rattle in München (Foto: SOBR/A. Ackermann)

Der Dirigent vor seinem Gastspiel mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks über die Spieltradition seines Orchesters und einige Mahler-Geheimnisse. Daß Sir Simon Rattle als zweites Programm für sein erstes Wien-Gastspiel mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (SOBR) eine Mahler-Symphonie ausgewählt hat (Sonntag, 15.30 Uhr, Musikverein), ist kein Zufall. Über die. Bedeutung des Mahler-Zyklus, den der langjährige Chefdirigent Rafael Kubelík mit den Münchner Musikern für Schallplatten eingespielt hat, ist er sich Nach-Nachfolger Rattle vollkommen im klaren. Wie er sich überhaupt mit der Spieltradition und der Aufführungsgeschichte der Werke intensiv auseinandersetzt. Daß das SOBR nach wie „irgendwie Kubelíks Orcheste...

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Aribert Reimann

1936-2024

Aribert Reimann (re.) mit Staatsoperndirektor Ioan Holender in der Zeit der "Medea"

Er war König Lears Bezwinger Lear! Der Ruhm von Aribert Reimann kann auf Shakespeares sagenhaften König fokussiert werden. Dass dieser Komponist, der 1936 in Berlin geboren wurde, zum Thema Oper allerhand beitragen würde, war Kennern der Avantgarde früh klar geworden – nämlich als „Traumspiel“ (1964, nach einer Strindberg-Vorlage) und „Melusine nach Yvan Goll (1970) herausgekommen waren. Aber mit „Lear“ wurde über Nacht der ganzen Opernwelt bewußt, daß Aribert Reimann eine Hand für die suggestive akustische Bebilderung dramatischer Szenen hatte. ...

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